Blitzer: Krasse Neuerung! Autofahrer aufgepasst, SO ein Radargerät gab es noch nie

Neben den normalen Radarfallen gibt es in den Niederlanden derzeit Handy-Blitzer in der Testphase. (Symbolbild)
Neben den normalen Radarfallen gibt es in den Niederlanden derzeit Handy-Blitzer in der Testphase. (Symbolbild)
Foto: imago images / Future Image

Das könnte jetzt für Autofahrer besonders teuer werden! Obwohl jeder weiß, dass das Telefonieren mit dem Handy in der Hand am Steuer verboten ist, können viele Autofahrer der Versuchung nicht widerstehen.

Die Niederlande testen daher laut der Polizei einen neuen Blitzer, der erkennen soll, ob die Fahrer während der Fahrt ihr Smartphone benutzen. Kommt die Technik auch nach Deutschland?

Blitzer in Deutschland: In den Niederlanden testen sie Handy-Blitzer

Durch künstliche Intelligenz könne die Kamera erkennen, wann ein Fahrer ein Smartphone in der Hand halte. Erkennt es eins, dann macht es ein Foto des Fahrers und des Kennzeichens.

Ein Polizist müsse anschließend die Bilder überprüfen und feststellen, ob die Kamera die richtige Entscheidung getroffen habe. Wenn der Fahrzeughalter nicht selbst gefahren ist, müsse er angeben, wer die Person am Steuer sei.

Niederländische Polizei will Unfallzahlen verringern

Mit dem Projekt will die niederländische Polizei die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr senken. „Es gibt immer noch zu viele Tote und Verletzte im Verkehr, weil die Fahrer abgelenkt sind“, sagt Egbert-Jan van Hasselt, Projektmanager des Blitzer-Herstellers.

Im australischen Bundesstaat New South Wales zeigte die sechsmonatige Testphase Wirkung. Mehr als 100.000 Autofahrer lichtete der Handy-Blitzer ab. Seit Anfang Dezember sind die Kameras regelmäßig im Einsatz.

Kommen die Handy-Blitzer auch nach Deutschland?

Dass die Technik auch nach Deutschland kommt, hält die ADAC-Juristin Kristina Benecke derzeit für unwahrscheinlich. Weil in Deutschland nicht der Fahrzeughalter, sondern der Fahrzeugführer belangt wird.

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Ein Test aus den USA hat gezeigt, dass die Gesichtserkennung bei zu hohen Geschwindigkeiten nicht ausreichend gut funktioniert. „Um ein Bußgeld verhängen zu können, muss daher der Fahrer ermittelt werden können, was in diesem Fall wohl nicht möglich wäre“, gibt Benecke vom ADAC zu bedenken.

Diese Strafen kommen bei Verstößen auf dich zu

Auch ohne die smarte Technik ist das Fahren mit dem Handy in der Hand in Deutschland strafbar. Wirst du mit einem Handy am Steuer erwischt, musst du 100 Euro löhnen und bekommst einen Punkt in Flensburg obendrauf.

Diese Strafen erwarten dich übrigens bei zu schnellem Fahren:

  • Bis 10 km/h: 10 Euro
  • 11 bis 15 km/h: 20 Euro
  • 16 bis 20 km/h: 30 Euro
  • 21 bis 25 km/h: 70 Euro und ein Punkt
  • 26 bis 30 Euro: 80 Euro und ein Punkt
  • 31 bis 40 km/h: 120 Euro ein Punkt
  • 41 bis 50 km/h: 160 Euro und zwei Punkte
  • 51 bis 60 km/h: 240 Euro und zwei Punkte
  • 61 bis 70 km/h: 440 Euro und zwei Punkte
  • über 70 km/h: 600 Euro und zwei Punkte.

Verursachst du durch die Handynutzung als Fahrer einen Schaden, bist du 200 Euro und deinen Führerschein für einen Monat los. Dazu kassierst du zwei Punkte in Flensburg. (vh)