IS: Sex-Sklavin trifft ihren Vergewaltiger – sie hat nur eine Forderung

IS: Eine ehemalige IS-Sklavin trifft ihren Peiniger wieder.
IS: Eine ehemalige IS-Sklavin trifft ihren Peiniger wieder.
Foto: imago images

Die junge Jesidin Ashwaq Hajji Hameed ist im Alter von gerade einmal 14 Jahren von der Terrormiliz IS entführt worden. Mehrmals wurde die IS-Sklavin von ihrem Peiniger Abu Humam vergewaltigt, musste über Monate tun, was immer er von ihr verlangte.

Jetzt konfrontierte sie den IS-Kämpfer mit den schrecklichen Geschehnissen von damals. Das irakische Fernsehen veröffentlichte nun die bewegenden Szenen.

IS-Sklavin steht ihren Peiniger gegenüber

„Sieh' mich an“, fordert die heute 20-Jährige ihren Peiniger auf. „Warum hast du mir das angetan? Warum?“, will sie von ihm wissen. Eine Antwort bekommt sie nicht. Hameed wischt sich einige Tränen aus den Augen.

„Weil ich Jesidin bin? Als ich 14 Jahre alt war, hast du mich vergewaltigt. Sieh mich an“, fordert die junge Frau ihn nochmals auf – vergeblich.

Hameed: „Du hast mein Leben zerstört“

Humam reagiert nicht, hat den Blick steif auf den Boden gerichtet. Hameed ringt um ihre Fassung. Als sie wieder sprechen kann, fragt sie: „Hast du Gefühle?“

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Das ist der IS:

  • Der sogenannte Islamische Staat ist eine seit 2003 terroristisch agierende salafistische Miliz mit tausenden Mitgliedern
  • Die Organisation kontrollierte bis Dezember 2017 Teile des Irak sowie bis März 2019 Teile Syriens
  • Oberster Befehlshaber ist Abi Ibrahim al-Haschimi al-Kuraschi

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Er antwortet nicht. „Ich war gerade einmal 14 Jahre alt. So alt wie deine Tochter. Dein Sohn. Deine Schwester. Du hast mein Leben zerstört. Du hast mir all‘ meine Träume genommen“, sagt die 20-Jährige. Ihre Stimme zittert.

Peiniger zeigt keine Regung

Und weiter: „Ich wurde von ISIS festgehalten, von dir. Aber heute bist du derjenige, der Qual, Folter und Einsamkeit spürt. Hättest du Gefühle, hättest du mich damals nicht vergewaltigt“, sagt die junge Frau.

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Ihr Peiniger schließt die Augen, richtet den Kopf in Richtung Boden. Er sieht Hameed in der eineinhalb Minuten dauernden Konfrontation nicht ein einziges Mal an. Hameed kann sich nicht länger auf den Beinen halten, kippt weg. Ohnmächtig liegt sie auf dem Fußboden.

Laut der „Kronen Zeitung“ filmte der irakische Geheimdienst die bewegenden Bilder und stellte sie dem Fernsehsender zur Verfügung.

Überfall durch IS-Terroristen auf Hameeds Dorf

Im August 2014 fielen die Dschihadisten in Hameeds Dorf ein. Die jesidischen Männer töteten die Menschen in den folgenden Tagen zu Tausenden. Hameed und einen Großteil ihrer Familie entführten sie. Die 14-Jährige verkauften sie später an Humam.

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Er habe sie laut einem Interview mit der „Bild“ als sein Eigentum betrachtet, sie über Monate hinweg missbraucht. Im Jahr 2015 gelang dem Teenager die Flucht nach Deutschland. (vh)