Wetter: SO warm wird der Winter 2019 – Deutscher Wetterdienst wagt Prognose

Wetter: Schneefall zum Winterbeginn? Oder frühlingshaftes Tauwetter? Der Deutsche Wetterdienst wagt eine Prognose über den Winter 2019.
Wetter: Schneefall zum Winterbeginn? Oder frühlingshaftes Tauwetter? Der Deutsche Wetterdienst wagt eine Prognose über den Winter 2019.
Foto: imago images / blickwinkel

Frühlingshafte Temperaturen am Adventssonntag? Das passt einfach nicht zusammen. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, kletterten die Tageshöchsttemperaturen am 2. Advent an Ober- und Niederrhein auf bis zu 14 Grad. Wer braucht da noch ein Gläschen Glühwein zum Aufwärmen?

Die letzten Tage dagegen schienen von wechselhaftem, nasskalten Wetter mit teilweise starken Windböen dominiert zu werden. In den höheren Lagen im Harz, Schwarzwald und Allgäu kam es sogar zu teils starken Schneefällen. Trotz dieser unterschiedlichen meteorologischen Phänomene bilanziert Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), nach rund einem Drittel des Monats: „Es ist bisher ein typischer mitteleuropäischer Dezember“. Bis zum Jahresende könnte das Winterwetter aber eher untypisch ausfallen.

Weißer Winterstart oder mildes März-Wetter?

Bereits ab dem dritten Adventswochenende soll es extrem mild werden, Kirsche rechnet mit Höchsttemperaturen zwischen 10 und 15 Grad. Und genau so soll es den Prognosen zufolge dann auch bis zu den Feiertagen weitergehen. „Bis Weihnachten sieht es mehr nach mildem Tauwetter aus“, erklärt Kirsche – und erstickt die Hoffnungen auf weiße Weihnachten damit bereits im Keim.

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Zudem deuten die Vorhersagen auf einen Winter hin, der im Schnitt zwischen 0,5 und einem Grad wärmer sein soll als die Winter der letzten drei Jahrzehnte. „Der Wert bringt der Bevölkerung aber relativ wenig“, erläutert Kirsche gegenüber DER WESTEN. Denn diese progonostizierte Durchschnittstemperatur wäre bei konstant milden Wintermonaten ebenso zutreffend wie z.B. bei einem eher kalten Januar und einem eher warmen Februar.

Fazit 2019: Klimaerwärmung in Deutschland nimmt zu

Wenige Wochen vor dem Jahresende blickt Uwe Kirsche vom DWD auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Sein Fazit ist deutlich: „Man sieht ganz klar, dass die Klimaerwärmung in Deutschland an Geschwindigkeit und Qualität zugenommen hat.“

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2019 sei das drittwärmste Jahr seit 1881 gewesen, mit einem extrem heißen Sommer und einer nie dagewesenen Bodentrockenheit. Überrascht ist Kirsche davon aber nicht: „Das passt in die Serie der Jahre seit Jahrtausendbeginn, die allesamt zu warm waren.“