Julen (†2) vor einem Jahr in Schacht gestürzt – Vater mit Trauer-Geständnis: „Wir haben es alles vor Augen“

José Roselló und Vicky Garcí, Eltern des toten Julen (†2), leiden auch ein Jahr nach dem Verlust noch unter der Trauer.
José Roselló und Vicky Garcí, Eltern des toten Julen (†2), leiden auch ein Jahr nach dem Verlust noch unter der Trauer.
Foto: dpa, imago images/Agencia EFE

Totalán. Sein Tod ist ein Jahr her, aber der Schmerz ist schlimm wie am ersten Tag. Vor einem Jahr starb der kleine Julen (†2) durch einen Sturz in einen Schacht. Bis heute haben seine Eltern den Verlust nicht verkraftet.

Julen (†2): „Haben es alles vor Augen, als wäre es gestern gewesen.“

Julen stürzte am 13. Januar in ein 70 Meter tiefes Bohrloch, erlitt schweren Kopfverletzungen. Seitdem begleitet der Schmerz seine Eltern José Roselló und Vicky Garcí, wie Vater José der „BILD“ offenbarte.

An manchen Tagen wolle der Spanier nicht mal aufstehen, sagt: „Unser Leben wird für immer vom Unglück geprägt sein.“

Gleichzeitig könne er manchmal noch immer nicht glauben, was passiert sei, hat „es alles vor Augen, als wäre es gestern gewesen.“

Julen (†2): So herzzerreißend gehen Eltern mit Verlust um

Der tote Sohn ist für die trauernden Eltern doch immer präsent. So trägt Vicky rot-weiße Armbändchen, die Julen selbst am Tag des Unglücks trug und geht jeden Tag auf den Friedhof.

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Ein Schritt, zu dem José nicht in der Lage ist: „Ich weiß nicht, ob das Selbstschutz ist. Aber es geht mir nicht in den Kopf, dass ich dorthin gehen muss, um meine Kinder zu sehen.“

Vor Julens Tod hatte das Paar bereits 2017 seinen erstgeborenen Sohn Oliver (†3) wegen Herzversagens verloren.

Die Eltern tragen ihre toten Kinder als Tattoos unter der Haut immer bei sich, berichtet „BILD“.

Julen (†2): Dieser Schock steht noch bevor

José und Vicky sind in ein anderes Viertel gezogen, bekommen im Mai ein Baby, versuchen ihr Leben trotz allem weiter zu führen.

Doch etwas Schlimmes steht ihnen noch bevor: Am 21. Januar beginnt in Málaga der Prozess um Julens Tod. David Serrano, Besitzer der Finca, auf deren Grundstück das Unglück geschah, ist wegen fahrlässigen Totschlags angeklagt.

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Serrano ist ein Freund von Josés Cousine. José: „Das noch mal alles nachzuerleben, ist sehr schmerzlich. Wir haben keinen Kontakt mehr zu David. Ich werde ihm nie verzeihen, will einfach nur, dass der Prozess schnell vorbei ist, damit wir das irgendwie abschließen können.“

Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt, am 30. Januar soll ein Urteil gesprochen werden. Die Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft, die Klägerin der Eltern dreieinhalb Jahre.