Coronavirus: Horror auf Kreuzfahrt – für zwei Menschen kommt jede Hilfe zu spät

Das ist das Coronavirus

Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Jetzt ist es auch in Deutschland angekommen.

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  • Das Coronavirus greift weltweit um sich
  • Zahl der Todesopfer steigt dramatisch an
  • Zwei Passagiere der „Diamond Princess“ tot
  • Hier alle Entwicklungen zum Nachlesen

Immer mehr Menschen erkranken weltweit am Coronavirus. In China steigt die Zahl der Infizierten und Verstorbenen täglich. In Deutschland sind mittlerweile 16 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Alle Infos zum Coronavirus in unserem News-Blog.

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Coronavirus: Zwei Tote auf Kreuzfahrtschiff

Donnerstag, 20. Februar:

7.43 Uhr: Zwei mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ in Japan sind gestorben. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise in Tokio berichtete, handelt es sich bei den Opfern um einen 87 Jahre alten Japaner und eine 84 Jahre alte Japanerin. Sie waren positiv getestet und vom Schiff ins Krankenhaus gebracht worden, wo sie nun starben. Damit beklagt Japan inzwischen drei Todesopfer infolge von Virus-Infektionen im Land. Unterdessen ging die Ausschiffung der Passagiere der in Yokohama liegenden „Diamond Princess“ weiter.

Bis zum Vortag waren 621 Infektionen unter den Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes nachgewiesen worden. Alle Betroffenen kamen in Krankenhäuser. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens bis Freitag dauern, hatte die Regierung erklärt.

Am Samstag wurde bekannt, dass zwei Deutsche, die ebenfalls an Bord der „Diamond Princess“ sind, mit dem Coronavirus infiziert seien.

Dienstag, 18. Februar

8.44 Uhr: Erstmals ist ein Krankenhaus-Direktor dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, Leiter des Wuchang-Hospitals, konnte nicht mehr gerettet werden, berichtet der staatliche Fernsehsender CCTV am Dienstag. Es ist der erste bekannte Fall eines Krankenhausdirektors, der an den Folgen der Ansteckung mit dem Virus starb.

Insgesamt sind damit nach offiziellen chinesischen Angaben mindestens sieben Mitarbeiter des medizinischen Personals des Landes durch die Epidemie gestorben, die von Wuhan ihren Ausgang genommen hatte. Weitere 1716 Ärzte und anderes medizinisches Personal haben sich angesteckt.

Coronavirus: Ist das Virus so ausgebrochen?

Montag, 17. Februar

8.22 Uhr: Ist jetzt klar, wie das Coronavirus ausgebrochen ist? Zwei chinesische Wissenschaftler wollen das Rätsel nun gelöst haben. Auf dem Forschungsportal ResearchGate sollen die beiden laut „t-online“ von ihrer Vermutung berichten. Demnach gibt es nahe des Fischmarktes in Wuhan, wo die ersten Fälle von Infizierten auftauchten, ein Labor, in dem an Viren in Fledermäusen geforscht wird. Das Coronavirus war zuvor in einer ähnlichen Form bereits in Fledermäusen gefunden worden - die hielten sich aber etwa 900 Kilometer von Wuhan entfernt auf. Mittlerweile ist der Text der Wissenschaftler wieder vom Portal verschwunden.

Coronavirus: China-Rückkehrer dürfen Kaserne verlassen

Sonntag, 16. Februar

8.45 Uhr: Die Quarantäne für die über 100 China-Rückkehrer endet am Sonntag. Die Ergebnisse weiterer Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 seien negativ, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Alle Bürgerinnen und Bürger würden daher am Sonntag aus der Kaserne entlassen.

122 deutsche Staatsbürger und Familienangehörige waren aus der vom Sars-CoV-2-Virus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen und am 1. Februar in die Kaserne nach Germersheim gebracht worden. Die angedachte Quarantänezeit von 14 Tagen rührt daher, dass die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der möglichen Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch, wahrscheinlich meist so lange dauert.

Samstag, 15. Februar

20.01: Nach rund zwei Wochen könnte am Sonntag die Quarantäne für die über 100 China-Rückkehrer in einer Bundeswehrkaserne im pfälzischen Germersheim enden. Zunächst werden für den Sonntag noch die Ergebnisse weiterer Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 erwartet.

Sollten diese wie erwartet und wie bei den vorangegangenen drei Tests negativ ausfallen, ist eine abschließende ärztliche Untersuchung vorgesehen. Dann wird entschieden, ob die Quarantäne aufgehoben wird. Für den Fall ist ein Bustransport organisiert, den die Untergebrachten nutzen können.

15.00 Uhr: Zwei Deutsche haben sich an Bord des vor Japan liegenden Kreuzfahrtschiffes mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Deutsche Botschaft in Tokio mit. 285 Menschen haben sich insgesamt an Bord des Schiffes mit dem Coronavirus angesteckt.

Nach Angaben des japanischen Außenministeriums sollen bis Montag alle Passagiere getestet sein, so dass die Resultate spätestens am Mittwoch vorliegen. Bis dahin gilt die über das Schiff verhängte Quarantäne.

Negativ getestete Passagiere sollen ab Mittwoch das Schiff verlassen können, hieß es unter Berufung auf das Ministerium weiter. Jeder Fahrgast müsse vorher jedoch noch einen Gesundheitscheck durchlaufen. Für jene Passagiere, die engen Kontakt mit infizierten Personen hatten, werde die Quarantänezeit verlängert, teilte die Deutsche Botschaft mit.

11.29 Uhr: In Europa ist der erste Corona-Infizierte gestorben. Es handelt sich bei dem Toten um einen chinesischen Touristen, der in Frankreich verstorben ist. Das meldet die französische Nacrichtenagentur AFP. Der Mann sei 80 Jahre alt und in Paris verstorben.

9 Uhr: Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité, zeichnet im Interview mit dem „Deutschlandfunk“ ein erschreckendes Bild. „Im Prinzip müssen wir uns auf eine Pandemie einstellen“, erklärt Drosten. Es gebe noch eine „ganz kleine Restchance“, das Coronavirus einzudämmen. „Aber diese Chance wird immer geringer“, so Drosten. Wie die Pandemie verlaufen könnte, lässt sich nicht so einfach vorhersagen.

Und weiter erklärt Drosten: „Schutzmaßnahmen für den Einzelnen sind relativ schwer zu empfehlen. Ich glaube, am Ende wird es so sein: Man muss dann wissen, ob das zirkuliert. Im Moment zirkuliert das natürlich gar nicht in Deutschland. Das kann sich aber in Wochen, in mehreren Wochen Frist ändern.“

Freitag, 14. Februar

19.09 Uhr: Ägypten hat den ersten Coronavirus-Fall in Afrika gemeldet. Bei dem Infizierten handelt es sich laut Gesundheitsministerium um einen Ausländer. Woher die Person kommt, wurde nicht mitgeteilt. Unklar ist auch, aus welchem Land die Person nach Ägypten gereist war. Der Patient werde auf einer Isolierstation behandelt. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) war bislang kein Fall aus Afrika bekannt.

18.27 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schließt laut der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ nicht aus, dass sich zwei Drittel der Weltbevölkerung mit dem neuen Virus infizieren können. Der Epidemiologe und WHO-Berater Ira Longini hat diesbezüglich ein Modell konzipiert, das auf Angaben beruht, laut denen jeder Infizierte zwei bis drei Personen anstecken könnte. Selbst wenn ein Mittel zur Verlangsamung der Virus-Ausbreitung gefunden werden sollte, könnten sich laut Longini rund 30 Prozent der Erdbevölkerung anstecken.

08.30 Uhr: Nach tagelanger Irrfahrt durch asiatische Gewässer haben am Freitag die ersten Passagiere der „Westerdam“ das Kreuzfahrtschiff verlassen und sind in Kambodscha an Land gegangen. Unter den Passagieren an Bord des niederländischen Schiffes waren nach Reederei-Angaben auch 57 Deutsche. Alle Tests auf das Coronavirus seien negativ ausgefallen, so die Reederei.

06.00 Uhr: Jetzt ist auch der Flugverkehr nach Düsseldorf eingeschränkt. Die Fluglinie Air China setzt ab kommender Woche ihre Flüge in die NRW-Landeshauptstadt aus. Bislang ist sie zweimal pro Woche von China nach Düsseldorf geflogen. Der Flughafen erklärt, dass Air China „kapazitive Gründe“ für das Aussetzen der Flüge genannt habe. Es sei geplant, die Route ab März wieder zu eröffnen.

03.30 Uhr: Nach Behördenangaben ist die Zahl der Todesfälle in der chinesischen Provinz Hubei um 116 gestiegen. Zudem seien laut Gesundheitskommission 4.823 neue Fälle registriert worden. Die Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen in der Provinz rund um die Stadt Wuhan liegt damit bei 51.986. Allein am Mittwoch sind in der Provinz Hubei 242 Menschen gestorben. Noch nie zuvor gab es für einen einzigen Tag höhere Zahlen.

Donnerstag, 13. Februar

18.19 Uhr: Bei den 20 China-Rückkehrern ist auch im zweiten Testdurchlauf kein Coronavirus nachgewiesen worden. Laut Senatsverwaltung für Gesundheit seien die die Ergebnisse negativ.

17.05 Uhr: Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, zeigt Zuversicht! Er glaubt, dass Europa den Coronavirus eindämmen könne. Wieler in Berlin: „In allen bisher betroffenen neun Staaten in Europa ist man in einer Phase, in der die Ausbreitung eingedämmt werden sollte.“ Es gebe deshalb „genügend Optimismus“, dass dies auch weiter gelinge. Aber: „Natürlich können wir das nicht versprechen.“

14.10 Uhr: Gute Nachrichten aus München. Wie die München-Klinik mitteilt, konnte der erste Patient entlassen werden, der sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. „Die Person ist wieder vollständig gesund, nicht mehr ansteckend und erfüllt alle vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in enger Abstimmung mit den behandelnden Ärzten und einem wissenschaftlichen Expertengremium diskutierten Entlasskriterien“, teilte die Klinik bei Twitter mit.

Die anderen acht infizierten Patienten des Klinikums seien weiterhin isoliert, aber klinisch stabil.

11.01 Uhr: Neue Arzneimittel-Engpässe in Europa? Das befürchtet jedenfalls Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Hintergrund sei der Produktionsstopp in China bei wichtigen Wirkstoffen, der in einigen Wochen zu Knappheit in Europa führen könne, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag vor einem Sondertreffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Die EU-Kommission müsse die Lage analysieren und Lösungsvorschläge machen.

Schon vor einigen Tagen hatten Pharmaexperten davor gewarnt, dass Produktionsausfälle in China wegen Covid-19 zu Antibiotika-Engpässen auch in Deutschland führen könnten. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe, schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, hatte Pharmaexperte Morris Hosseini gesagt.

09.32 Uhr: Bislang konnten nur Tests im Labor die Diagnose stellen, dass Menschen am Coronavirus erkrankt seien. Wie die Zeitung „China Daily“ aber jetzt berichtet, können auch Ärzte das Virus diagnostizieren - anhand einer Kombination von Faktoren wie Lungenbildern, dem physischen Zustand und der epidemiologischen Vorgeschichte.

Dramatischer Anstieg der Todesopfer in China

08.08 Uhr: Die bedrohliche Zunahme an neuen Fällen soll nach Angabe der Behörden mit einem neuen Diagnoseverfahren zusammenhängen. Demnach wird nun nicht nur ein Labortest angewendet, sondern auch ein bildgebendes Verfahren zur Untersuchung der Lunge.

07.02 Uhr: Erschreckende Meldung aus China! Die vom neuartigen Coronavirus am stärksten betroffene Provinz Hubei vermeldet 242 neue Todesopfer innerhalb nur eines Tages. Das ist der stärkste Anstieg von Todesfällen seit Ausbruch der Epidemie.

Damit sind nach offiziellen Angaben mittlerweile 1.355 Menschen auf dem chinesischen Festland an den Folgen der Infektion gestorben. Außerdem hätten sich 14.480 weitere Menschen mit dem Virus infiziert. Damit wächst die Zahl der Infizierten auf knapp 60.000!

Die Politik zog deshalb Konsequenzen. Der oberste politische Chef der Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan muss seinen Posten räumen. Das vermeldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag.

„Kann sich in alle Richtungen entwickeln!“ – Sondertreffen der EU-Gesundheitsminister geplant

Mittwoch, 12. Februar

21.07 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat am Mittwoch mitgeteilt, dass die Zahl bestätigter neuer Ansteckungsfälle in China stabilisiert habe. Aber: Die Entwicklung müsse weiter mit großer Vorsicht bewertet werden. WHO-Generaldirektor Tedros Ghebreyesus: „Der Ausbruch kann sich immer noch in alle Richtungen entwickeln.“

20.25 Uhr: Die weltgrößte Handymesse MWC in Barcelona ist wegen des Coronavirus kurzfristig abgesagt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Bloomberg“.

19.23 Uhr: Die EU-Gesundheitsminister kommen am Donnerstag zu einem Sondertreffen in Brüssel zusammen. Das Treffen findet um 10 Uhr statt. Sie sollen über mögliche einheitliche Einreisekontrollen im Fall einer weiteren Ausbreitung des Erregers sowie über die beschleunigte Entwicklung eines Impfstoffs. Auch, wie die EU mit möglichen Engpässen bei Medikamenten wegen Produktionsunterbrechungen bei Pharma-Konzernen in China umgeht, ist Thema.

18.33 Uhr: In Bayern gibt es einen elften Coronavirus-Fall. Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch mitgeteilt, dass auch die Frau (38) eines Erkrankten aus dem Landkreis Traunstein positiv auf das Virus getestet worden sei. Die ganze Familie ist aktuell im Trosberger Klinikum in Quarantäne.

15.19 Uhr: Zwei Wochen lang war die Webasto-Zentrale im bayrischen Stockdorf geschlossen. Am Mittwoch soll sie laut einer Unternehmenssprecherin wieder geöffnet werden. Eine Spezialfirma hatte das Gebäude gereinigt und desinfiziert. Eine Webasto-Mitarbeiterin aus China hatte den Coronavirus-Erreger unwissentlich bei einer Dienstreise eingeschleppt und ihn so nach Deutschland gebracht.

12.21 Uhr: In Genf berät sich in dieser Woche ein Sondergipfel. Die offiziellen Zahlen der Infizierten außerhalb Chinas seien laut WHO nur die Spitze des Eisbergs. Prof. Gabriel Leung, Leiterin der epidemiologischen Abteilung der Univerität in Hongkong, machte deutlich: Das Virus könne sich auf zwei Drittel der Bevölkerung ausbreiten. Die Experten gehen davon aus, dass jeder infizierte etwa 2,5 andere Personen anstecke. Das ergibt eine Rate von 60 bis 80 Prozent.

„60 Prozent der Weltbevölkerung sind eine schrecklich große Zahl“, sagte Leung dem Guardian auf dem Weg zum Expertentreffen in London. Auch wenn die Sterblichkeitsrate „nur“ ein Prozent betrage, wäre die Zahl der Todesopfer enorm.

Das Hauptproblem sei das Ausmaß der weltweit wachsenden Epidemie. Jetzt gelte es herauszufinden, ob die drastischen Maßnahmen in China zur Verhinderung der Ausbreitung erfolgreich waren. Falls ja, sollten andere Länder auch darüber nachdenken.

10.10 Uhr: Wegen des Coronavirus wird die Formel 1 britischen Medienberichten zufolge nicht wie geplant Mitte April in China fahren. Die Rennserie habe sich nach längerer Prüfung gegen die Austragung des Grand Prix in Shanghai am 19. April entschieden, hieß es am Mittwoch übereinstimmend in den Berichten. Offen ist noch, ob das als vierter Saisonlauf geplante Rennen komplett gestrichen oder auf einen späteren Zeitpunkt verlegt wird. Platz ist dafür allerdings im dicht gedrängten Kalender mit eigentlich 22 Rennen kaum.

Zweifel gibt es zudem an der Premiere des Grand Prix in Vietnam. Der Austragungsort Hanoi liegt nur rund 150 Kilometer entfernt von der chinesischen Grenze. Der Motorsport-Weltverband FIA hatte angekündigt, die Austragung der Rennen zu bewerten und, „falls nötig, jede erforderliche Maßnahme“ zu ergreifen, „um dabei zu helfen, die weltweite Motorsportgemeinschaft und die breite Öffentlichkeit zu schützen“.

Die Gesamtzahl der Opfer durch den Coronavirus auf dem chinesischen Festland liegt inzwischen bei mehr als 1100. Bei mehr als 44.000 Menschen wurde eine Infektion bestätigt. Weltweit sind außerhalb des chinesischen Festlands mittlerweile mehr als 500 Infektionen bestätigt, davon 16 in Deutschland.

Eine Rennabsage in der Motorsport-Königsklasse gab es zuletzt 2011. Damals wurde der Große Preis von Bahrain zum Auftakt der Saison wegen politischer Unruhen in dem Land nicht ausgetragen.

Coronavirus: Situation auf Kreuzfahrtschiff wird immer bedrohlicher

07.13 Uhr: An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama ist unterdessen bei weiteren 39 Menschen eine Infizierung mit dem neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt.

Vier Personen zeigten ernste Symptome. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 174. Die übrigen der rund 3600 Passagiere und Crew-Mitglieder sollen mindestens noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind auch zehn deutsche Staatsangehörige.

Coronavirus: Erschreckende Zahlen! China bestätigt weitere Tote

Dienstag, 11. Februar

21.38 Uhr: Jetzt hat das „Coronavirus“ einen offiziellen Namen: Laut Weltgesundheitsorganisation WHO wird die Lungenkrankheit ab sofort „Covid-19“ genannt. Der Begriff ist die Kurzform von „Corona Virus disease 2019“. Auch der Virus selbst erhielt mit „Sars-CoV-2“ einen eigenen Namen.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus: „Wir mussten einen Namen finden, der sich nicht auf eine geografische Region, ein Tier, eine Person oder eine Gruppe von Menschen bezieht. Außerdem musste er aussprechbar sein und einen Bezug zur Krankheit haben.“

19.50 Uhr: In Bayern gibt es zwei neue bestätigte Coronavirus-Fälle. Damit ist ihre Zahl in Deutschland auf 16 gestiegen.

Die zwei Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer aus Stockdorf bei München, bei dem vor einigen Wochen ein erster Mitarbeiter positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden war.

Das berichtete das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend in München unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Einzelheiten zu den neuen Fällen wollte das Ministerium am Mittwoch bekanntgeben.

Das Unternehmen Webasto hatte den Stammsitz in Stockdorf am 29. Januar vorsorglich geschlossen, nachdem einer der Mitarbeiter positiv getestet worden war. Er hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, die wenig später zurück in ihre Heimat flog. Alle nun insgesamt 14 bestätigte Coronafälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit Webasto. Infiziert hatten sich weitere Mitarbeiter sowie einige Angehörige. In Deutschland wurden zudem zwei am 1. Februar aus China nach Frankfurt/Main ausgeflogene Menschen positiv auf das Virus getestet.

11.05 Uhr: Auftakt eines Expertengipfels in Genf: Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Welt wegen des Coronavirus' zur Solidarität aufgerufen. „Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten. Mit Ihrer Unterstützung können wir das hinbekommen“, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Tedros bezeichnete den Ausbruch als „Notlage für China, aber auch eine ernsthafte Bedrohung für den Rest der Welt“. Kollegen in China, die per Videolink zugeschaltet waren, sagte Tedros: „Wir stehen Ihnen bei, wir wünschen Ihnen Mut, Geduld, Erfolg und gute Gesundheit in dieser Situation mit ihren extrem schwierigen Umständen.“

9.26 Uhr: In China gibt es jetzt neue Bestimmungen zum Coronavirus: So sollen nur noch Infizierte in der Statistik der Ansteckungen aufgenommen werden, die auch Symptome aufweisen. Wenn Krankheitssymptome auftreten, werden die Personen erst als infiziert geführt.

Wie viele Infektionen deshalb gar nicht erfasst werden, ist unklar. Zuletzt betonte die WHO, dass rund 80 Prozent der Infektionen einen milden Verlauf nähmen. Ein Grund, warum die Statistik geändert wurde, wurde von der nationalen Gesundheitskommission in Peking nicht genannt.

4 Uhr: Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus ist in China auf über 1000 gestiegen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden fielen der Lungenkrankheit weitere 108 Menschen zum Opfer, womit bislang insgesamt 1016 Menschen in China an der Lungenkrankheit gestorben sind.

Montag, 10. Februar

20.51 Uhr: Am Dienstag und Mittwoch wird die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Expertengipfel zum Coronavirus ausrichten. Der Grund: Man erhofft sich so einen schnellen und fundierten Austausch der bisherigen Erkenntnisse. Im Fokus des Gipfels soll dabei die Wissenschaft stehen. Die Inhalte, über die die Fachleute in den zwei Tagen diskutieren, werden sein: Therapien, die mögliche Quelle des Virus, Übertragbarkeit und mögliche Impfungen.

Gerade jetzt sei es wichtig, das Virus energisch zu bekämpfen. „Wir sollten als ein Menschengeschlecht hart daran arbeiten, dieses Feuer zu bekämpfen, bevor es außer Kontrolle gerät“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

17.38 Uhr: Aufgrund des Coronavirus hat der Apartment-Vermittler Airbnb Vermietungen in der chinesischen Hauptstadt Peking vorübergehend gestoppt. Bis Ende Februar könnten dort keine Unterkünfte gebucht werden, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Bereits bestehende Reservierungen werden storniert.

Airbnb reagiere mit dem Schritt auf den „neuartigen Coronavirus-Ausbruch“ und folge den Vorgaben der regionalen Behörden. Alle von Stornierungen betroffenen Kunden sollen entschädigt werden. Zudem werde sorgsam an Lösungen gearbeitet, um die Gastgeber zu unterstützen, versprach die Buchungsplattform in der Mitteilung.

14.25 Uhr: Niederländer chinesischer Herkunft haben genug von abfälligen Bemerkungen und Diskriminierungen als Folge der Corona-Epidemie. Sie starteten die Petition „Wir sind keine Viren“, die am Montag rund 25 000-Mal online unterzeichnet worden war.

„Genug ist genug“, schreiben die Initiatoren und weisen darauf hin, dass chinesische Niederländer oder Menschen mit asiatischem Aussehen täglich mit verletzenden Bemerkungen oder dummen Witzen über das Coronavirus konfrontiert würden.

Petition gegen Diskriminierung gestartet: #JeNeSuisPasUnVirus

Anlass der Petition ist ein satirisch gemeintes Lied auf einem Radiosender mit dem Titel „Vorbeugen ist besser als Chinesen.“ Darin werden „die Stinkchinesen“ verantwortlich gemacht. In der Petition werden Medien zur Zurückhaltung aufgerufen und Politiker gebeten, sich gegen Rassismus und Diskriminierung stark zu machen.

Unter dem Hashtag #JeNeSuisPasUnVirus (Deutsch: Ich bin kein Virus) berichten Menschen asiatischer Herkunft auch in vielen anderen Staaten seit einiger Zeit von ihren Erfahrungen mit Rassismus im Alltag seit dem Aufkommen des Virus. Von Leuten, die im Restaurant nicht erwünscht waren, ist dort zum Beispiel die Rede.

11.15 Uhr: 20 Deutsche wurden am Sonntag aus China mit einer Bundeswehrmaschine zurückgeholt. Jetzt steht fest: Die 20 China-Rückkehrer in Berlin sind einer ersten Untersuchung zufolge nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. „Wir sind erleichtert. Alle Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus der Rückkehrerinnen und Rückkehrer in Berlin sind negativ“, teilte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag mit.

Die Deutschen und ihre Familienangehörigen hatten sich in der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten. Zwei Wochen sollen sie in Quarantäne bleiben.

10.20 Uhr: Das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ steht weiter im japanischen Yokohama unter Quarantäne. Jetzt wurden dort weitere 60 Corona-Fälle nachgewiesen. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf mindestens 130.

Die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere und 1045 Crewmitglieder sollen bis zum 19. Februar an Bord bleiben. Unter ihnen sind auch zehn deutsche Staatsangehörige.

9.51 Uhr: Ein Mitarbeiter der Schnellrestaurant-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) in China ist auch mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie chinesische Staatsmedien am Montag berichteten, soll der Beschäftigte eines KFC-Ladens im Xiaozhai-Einkaufszentrum in der alten Kaiserstadt Xi'an (Provinz Shaanxi) Ende Januar am Tresen das Essen vorbereitet haben.

Seit dem Ausbruch der Lungenkrankheit hat das Mutterhaus Yum China, das die Ketten Pizza Hut und Taco Bell im Land betreibt, bereits viele Läden in China geschlossen. Der Gesundheitszustand des Betroffenen und andere Details wurden nicht genannt.

9.18 Uhr: 20 weitere Deutsche (16 Erwachsene und vier Kinder) sind als China-Rückkehrer am Sonntag in Deutschland gelandet. Vom Flughafen Berlin-Tegel ging es direkt ins Universitätsklinikum Charité. Die Senatsverwaltung für Gesundheit wollte sich am Nachmittag zu den Ergebnissen und zur Betreuung der 20 Rückkehrer äußern. Es soll ihnen aber gesundheitlich gut gehen.

08.18 Uhr: Auch nach dem Wochenende gibt es keine Entwarnung. Im Gegenteil: Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in China steigt weiter unaufhaltsam an. Chinas Gesundheitskommission bestätigte am Montag landesweit 97 neue Todesfälle. Damit sind nach offiziellen Angaben bislang 908 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Auch die Zahl der Neu-Infektionen stieg um 3.062 auf 40.171 Fälle.

China will Hilfe – Deutsche Rückkehrer jetzt in Berlin und wohlauf

Sonntag, 9. Februar

21 Uhr: China will offenbar Medizinprodukte aus Deutschland kaufen. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur „Xinhua“ habe Ministerpräsident Li Keqiang am Sonntagabend deshalb mit Kanzlerin Angela Merkel telefoniert. Sie soll weitere medizinische Hilfe zugesagt haben.

17.45 Uhr: Am Wochenende sind etwa 6200 medizinische Fachkräfte mit 47 Charterflügen nach Wuhan gebracht worden. Die Stadt ist vom Coronavirus schwer betroffen, nahm dort seinen Ausgang.

17 Uhr: Gute Nachrichten! Nach Angaben der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sind die deutschen Rückkehrer wohlauf. Es handele sich um 16 Erwachsene und vier Kinder, sagte Kalayci am Sonntag in Berlin.

16.45 Uhr: Insgesamt haben sich weltweit 37.500 Menschen infiziert, davon 37.198 auf de chinesischen Festland. Bisher sind dort 811 Menschen gestorben. In Hong Kong gibt es es 29 bestätigte Infektionen und einen Todesfall.

14.55 Uhr: Die Passagiere aus dem Luftwaffen-Jet sind inzwischen in den DRK-Kliniken Berlin-Köpenick angekommen, wo sie jetzt für 14 Tage unter Quarantäne stehen.

10.50 Uhr: Es ist eine erschreckende Erkenntnis: Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus hat die der Sars-Pandemie vor 17 Jahren überstiegen. Mit 89 neuen Todesfällen durch die Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde am Sonntag bestätigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (Sars) waren 2002/2003 laut WHO 8096 Menschen erkrankt und weltweit 774 gestorben. Allein in Festland-China und Hongkong hatte es 648 Todesfälle geben.

Samstag, 8. Februar

17.07 Uhr: Chinesische und amerikanische Gesundheitsbehörden dringen auf eine schnelle Entwicklung eines Impfstoffs, doch Pharmakonzerne rechnet nicht mit einem raschen Durchbruch. Die Weltgesundheitsbehörde WHO hat erkärt, dass bisher keine effektive Therapie gegen den Coronavirus bekannt sei.

13.54: Die Zahl der an dem Coronavirus infizierten Personen in Europa steigt. In Frankreich gibt es nun fünf weitere Fälle, wie die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Samstag mitteilte. Ein Kind und vier Erwachsene sind erkrankt. Damit liegt die Zahl der Coronafälle in Europa mittlerweile bei 37.

In Frankreich vermutet man, dass die neuen Infektionen im Land von einem Briten stammen, der sich Ende Januar in Singapur aufgehalten hatte. Anschließend reiste er in die französische Gemeinde Contamines-Montjoie und war dort zusammen mit elf Briten in einem Chalet untergebracht.

09.15 Uhr: In China sind die ersten ausländischen Todesopfer nach dem Ausbruch des Coronavirus bestätigt worden. Die US-Botschaft in Peking teilte am Samstag mit, dass ein mit dem Virus infizierter 60-jähriger US-Bürger in der besonders schwer betroffenen Stadt Wuhan am 6. Februar ums Leben kam. Über das Geschlecht des Opfers gab die Botschaft keine Auskunft.

Auch ein Japaner starb in Wuhan, wie Japans Außenministerium mitteilte. Demnach handelte es sich um einen Mann in seinen 60ern, bei dem eine Infektion mit dem Virus vermutet wurde. Der Patient habe an einer schweren Lungenentzündung gelitten.

07.51 Uhr: Erneut sollen deutsche Bürger aus Wuhan evakuiert werden. Schon am Sonntag sollen laut Bild rund 35 Menschen in Berlin landen. Sie sollen in einem Flieger reisen, den die britische Regierung chartert und zunächst am Sonntagmorgen in England landen. Anschließend sollen sie in einem Luftwaffen-Airbus nach Berlin-Tegel geflogen werden. Geplant sei es, die Passagiere aus Wuhan nicht in den öffentlichen Flughafenbereich zu lassen.

Nach der Landung sollen sie vom Roten Kreuz in eine Klinik nach Berlin-Köpenick gebracht werde, wo sie in Quarantäne kommen sollen.

Freitag, 7. Februar

19.40 Uhr: Am Freitagabend wurde bekannt, dass es in Bayern einen weiteren Coronavirus-Fall gibt. Die Frau eines Erkrankten sei positiv auf das Virus getestet worden, hat das bayerische Gesundheitsministerium mitgeteilt. Damit zählt Deutschland seit dem Ausbruch der Krankheit insgesamt 14 Fälle.

19.30 Uhr: Wegen Ängsten vor dem Coronavirus ist es in einer nordhessischen Kleinstadt mit 500 chinesischen Studenten zu ablehnenden Reaktionen in der Bevölkerung gekommen. Bei der privaten Hochschule Diploma in Bad Sooden-Allendorf ging ein noch ungeprüftes Schreiben ein, in dem eine Zahnarztpraxis die Behandlung von Chinesen wegen angeblicher Ansteckungsgefahr abgelehnt habe, wie die Hochschul-Leitung am Freitag mitteilte.

Zudem habe es „skeptische Nachfragen“ nach dem Ansteckungsrisiko gegeben. „Die Situation ist aus Ängsten heraus entstanden und hat keinen rassistischen Hintergrund“, sagte Frank Hix (CDU), Bürgermeister der 8300-Einwohner-Stadt im Werra-Meißner-Kreis.

Es handele sich um Einzelfälle, erklärte Hochschulpräsidentin Michaela Zilling. Ziel sei es nun, Ängste abzubauen. Nur vier der 500 Studenten seien kürzlich aus China zurückgekommen. Diese seien „völlig symptomlos“. Auf eigenen Wunsch hätten sich die Studenten in ihre Wohnungen zurückgezogen.

Die Diploma hat zwar eine Partneruni in Wuhan, der Ausbruchsregion des Coronavirus. Doch die betroffenen Studenten kämen aus anderen Teilen Chinas - ebenso wie weitere sechs Studenten, die die Uni am Wochenende zurück erwarte.

17.58 Uhr: Die Kreuzfahrtindustrie verschärft ihre Vorsorgemaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ab sofort dürfen keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord eines Kreuzfahrtschiffs, die 14 Tage vor der Einschiffung aus oder über China gereist sind oder über Flughäfen in dieser Region im Transit, einschließlich Hongkong und Macau. Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA am Freitag in Hamburg mit.

Zudem werde allen Personen die Beförderung verweigert, die möglicherweise Kontakt mit einer infizierten Person hatten und es würden im Bedarfsfall Gesundheitschecks vor der Einschiffung vorgenommen.

10.08 Uhr: Tragisch: Der chinesische Arzt Li Wenliang hatte als einer der ersten vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gewarnt und ist dafür wegen der Verbreitung von „Gerüchten“ vorgeladen und verwarnt worden. Nun ist er selbst an der Lungenkrankheit gestorben.

Sein Schicksal symbolisiert für viele Chinesen die Folgen der Untätigkeit oder langsamen Reaktion der Behörden auf den Ausbruch. Li Wenliang hatte am 30. Dezember in einer Online-Diskussionsgruppe von Medizinern und Studenten unter Hinweis auf eine wachsende Zahl von mysteriösen Virusfällen in Wuhan vor einer Wiederkehr des Sars-Virus gewarnt, das vor 17 Jahren zu der Pandemie mit 8000 Infizierten und 774 Toten geführt hatte. Einige Tage später infizierte sich der Arzt selbst bei einer Patientin.

07.45 Uhr: „Das neue Virus ist ein Glücksfall“. Mit dieser Aussage überrascht Virologe Prof. Jonas Schmidt-Chanasit am Donnerstagabend in der Sendung bei Markus Lanz. Seine Begründung für diese Einstellung lautet:

„Es ist ein Glücksfall, weil wir und vor allem die Chinesen davon lernen können, wie man mit Seuchen und Ausbrüchen umgeht. Es ist ja glücklicherweise nicht so schlimm wie das SARS-Virus oder das Ebola-Virus. Es ist sozusagen berherrschbarer. Insofern ist das ein Probelauf für eine schlimmere Epidemie, die irgendwann auf uns zukommen wird. Wir können das gar nicht verhindern, weil wir so vernetzt sind.“

Der Virologe des Bernahrd-Nocht-Instituts in Hamburg beteuert aber auch, dass sie Situation in Deutschland eine ganz andere sei als in China und als in der Provinz in Wuhan.

In Deutschland sei die Chance, sich anzustecken, sehr gering. „Es kann natürlich sein, dass das Virus weitere Löcher bohrt“, so Schmidt-Chanasit. „Stand jetzt ist, dass wir überall noch die Finger drauf haben. Wenn es uns gelingt, das Virus im Topf zu halten, dann haben wir keinen größeren Ausbruch in Deutschland zu befürchten.“

Donnerstag, 6. Februar

21.03 Uhr: Der weitere Verlauf der Coronavirus-Epidemie ist aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schwer vorherzusagen. Er wolle nicht über die mögliche Ausbreitung spekulieren, erklärte WHO-Experte Michael Ryan am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Genf.

Außerhalb der besonders betroffenen Gebiete in China scheine die Lage im Moment allerdings relativ stabil zu sein. Nach Angaben der WHO sind in China aktuell mehr als 28.000 Fälle der neuen Lungenkrankheit bestätigt. Mehr als 560 Menschen seien daran gestorben. Außerhalb von China und Hongkong gibt es demnach mehr als 200 Fälle in zwei Dutzend Ländern und einen Todesfall.

Den Menschen in Wuhan dankte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus für ihre Kooperation zum Wohle der gesamten Menschheit. „Wir stecken zusammen in dieser Sache. Wir sind ein Menschengeschlecht und ich weiß, dass wir dieses Virus besiegen werden.“

19.39 Uhr: Die Bundesregierung will wegen der Ausbreitung des Coronavirus in China weitere deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus der Millionenstadt Wuhan zurück nach Deutschland holen. Entsprechende Informationen des „Spiegel“ bestätigte das Auswärtige Amt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Es gebe in Wuhan „einzelne Personen“, die sich erst nach dem Rückholflug am vergangenen Samstag gemeldet oder es nicht rechtzeitig zum Flughafen geschafft hätten, hieß es aus dem Ministerium. „Wir bemühen uns intensiv darum, auch diesen Personen eine Ausreise zu ermöglichen.“

18.08 Uhr: Sind die Deutschen jetzt außer sich und fürchten sich vor dem Coronavirus? Eine Umfrage vom ARD-DeutschlandTrend hat nun ergeben, dass neun von zehn Deutsche (89 Prozent) keine Angst vor der Ansteckung haben.

Nur bei jedem Zehnten ist diese Sorge groß (7 Prozent) oder sehr groß (3 Prozent). Für die Umfrage wurden am Montag und Dienstag dieser Woche insgesamt 1003 Wahlberechtigte in Deutschland per Telefon befragt.

Das Vertrauen der Bürger in die Behörden und Gesundheitseinrichtungen ist in Deutschland mit Blick auf das Virus hoch. Vier von fünf Deutschen (82 Prozent) sind der Meinung, diese hätten die Situation alles in allem unter Kontrolle. 14 Prozent sehen das anders: Sie meinen, diese haben die Situation nicht unter Kontrolle.

17.26 Uhr: Während in Deutschland die Zahl der Infizierten am Donnerstag auf 13 steigt, sind in China schon 28.000 Menschen am Coronavirus erkrankt. Es gibt bereits mehr als 560 Tote.

14.47 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Deutschland steigt auf 13. Der Erreger wurde bei der Frau eines der Patienten aus Bayern nachgewiesen, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Sie ist die Frau eines Mitarbeiters des Autozulieferers Webasto In den vergangenen Tagen war bereits bekannt geworden, dass sich auch zwei Kinder des Paares angesteckt haben. Sie sind Ärzten zufolge - ebenso wie die Mutter - symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil.

10.32 Uhr: Am Flughafen in Wien soll bei sämtlichen Passagieren, die mit einer Maschine aus China anreisen, Fieber gemessen werden. Am Donnerstagmorgen werden alle Fluggäste einer Maschine aus Peking untersucht. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner forderte bereits am Dienstag strenge Fieber-Checks für Fluggäste aus China.

10.17 Uhr: Wegen der Verbreitung des Coronavirus in China ist es möglich, dass das Formel-1-Rennen in Shanghai am 19. April abgesagt wird. „Ich denke, dass wenn es eine Wahrscheinlichkeit gibt, dass es nicht im April stattfindet, wird es verschoben“, sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn mehreren Medien. „Wir werden uns die Möglichkeit offenlassen, um zu sehen, ob das Rennen später im Jahr stattfinden kann.“

6.24 Uhr: An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn weitere Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Donnerstag bekannt. Deutsche sind nicht darunter. Die Menschen auf dem Schiff müssen Masken tragen und sich in ihren Kabinen aufhalten. Rund 120 Passagiere hätten bereits Symptome wie Husten und Fieber gezeigt. Die Passagiere müssen noch bis 19. Februar an Bord des Kreuzfahrt-Schiffes bleiben.

Mittwoch, 5. Februar

20.09 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neue Coronavirus ist in China wieder schneller gestiegen als in den Tagen zuvor. Bis Mittwoch kletterte die Zahl der Patienten mit der neuen Lungenkrankheit innerhalb eines Tages um 3887 auf 24.324, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg auf 490.

Chinesen wegen Coronavirus auf offener Straße angefeindet

17.31 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Virus wächst aus Sicht der chinesischen Botschaft in Berlin die Zahl der Anfeindungen gegen chinesische Bürger in Deutschland.

„Die jüngsten Anfeindungsfälle und die fremdenfeindlichen Äußerungen in einzelnen Medien haben nach dem Coronavirus-Ausbruch zugenommen und sind besorgniserregend“, teilte die Botschaft auf Anfrage mit. Nach einem Angriff auf eine Chinesin in Berlin habe man sofort die Polizei kontaktiert.

Wie die Berliner Polizei mitteilte, sollen zwei Frauen am Freitagnachmittag im Stadtteil Moabit eine Chinesin rassistisch beleidigt und attackiert haben. Die 23-Jährige wurde demnach am Kopf verletzt und ambulant in einem Krankenhaus behandelt, ihre Brille zerbrach. Die Angreiferinnen flüchteten. Nach dem Fall habe man die chinesischen Staatsbürger in Deutschland auf sozialen Medien und über die Webseite auf die aktuelle Situation hingewiesen, erklärte die Botschaft. Man habe Ratschläge für den Fall einer Provokation oder Straftat gegeben.

15.22 Uhr: Mit dem Coronavirus infizierte Mütter können den Erreger an ihr Neugeborenes weitergeben. Ein solcher Infektionsfall sei bei einem Säugling nur 30 Stunden nach der Geburt festgestellt worden, berichtete der Chef der Neugeborenenabteilung des Kinderkrankenhauses von Wuhan, Zeng Lingkong, nach Angaben der Nachrichtenagentur China News Service vom Mittwoch.

Das Baby zeige stabile Lebenszeichen, habe aber eine Entzündung der Lungen und eine leicht abnormale Leberfunktion, berichtete der Arzt. Zuvor seien allerdings Kinder von infizierten Müttern zur Welt gebracht worden, bei denen der Test auf den Erreger negativ gewesen sei. Die jetzt zur Verfügung stehenden Daten zeigten jedoch, dass Neugeborene nicht von einer Ansteckung ausgenommen seien.

12.08 Uhr: Das Coronavirus kann nach Erkenntnissen deutscher Forschungsinstitute auch von Patienten mit nur sehr milden Krankheitssymptomen übertragen werden. Die Charité in Berlin, die München Klinik Schwabing und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr teilten in einer Erklärung mit, dass einige der derzeit in der Klinik Schwabing in München behandelten Patienten auch bei nur schwachen Symptomen Viren in ihrem Nasen-Rachen-Raum zeigten.

Zudem sei festgestellt worden, dass sich das Virus unabhängig von der Lunge auch im Nasen-Rachen-Raum und im Verdauungstrakt vermehrt. Diese Beobachtungen seien deutliche Hinweise für eine Übertragbarkeit bereits bei milder oder beginnender Erkältungssymptomatik wie zum Beispiel Halsschmerzen, einer Nasennebenhöhlen-Infektion oder nur einem leichten Krankheitsgefühl ohne Fieber.

11.09 Uhr: Über die aktuelle Lage zum Coronavirus kannst du dich auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums informieren. Dort steht, dass derzeit zwölf Fälle in Deutschland gemeldet wurden. Weltweit haben sich 24.500 Menschen mit dem Virus infiziert. 493 Menschen sind verstorben.

10 Uhr: Knapp sechs Monate vor dem Start der Olympischen Spiele in Tokio rückt auch bei den Organisatoren die schnelle Ausbreitung des Coronavirus in China immer mehr in den Fokus. „Ich bin ernsthaft besorgt, dass die Ausbreitung der Infektionskrankheit den Spielen einen Dämpfer versetzen könnte“, sagte Organisationschef Toshiro Muto am Mittwoch bei einem Treffen mit Vertretern des Internationalen Paralympischen Komitees in Japans Hauptstadt.

Organisatoren der Olympischen Spiele wegen Coronavirus „ernsthaft besorgt“

Bislang gebe es allerdings keine Pläne, die Olympischen Spiele (24. Juli bis 9. August) abzusagen. Einige olympische Qualifikationsveranstaltungen wurden allerdings bereits abgesagt oder verschoben. So wurde das olympische Qualifikationsturnier im Frauenfußball von Nanjing/China nach Sydney verlegt. Die chinesischen Handballerinnen sagten ihre Teilnahme am Qualifikationsturnier ab.

9.15 Uhr: Auf dem Kreuzfahrtschiff, das vor der Küste Japans gestrandet ist und derzeit unter Quarantäne steht, wurden zehn Fälle des Coronavirus festgestellt. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt.

An Bord des Schiffes sind auch einige deutsche Gäste. Infiziert sind diese aber nicht. Wie die Reederei der „Princess Cruises“ am Mittwoch bestätigte, handelt es sich bei den Betroffenen um drei Passagiere aus Japan, zwei aus Australien, drei aus Hongkong und einen Gast aus den USA sowie um ein Crewmitglied von den Philippinen.

6.03 Uhr: Wie die chinesische Botschaft in Berlin mitteilt, haben Anfeindungen und fremdenfeindlichen Äußerungen gegenüber Chinesen nach Ausbruch des Coronavirus massiv zugenommen.

Man habe Ratschläge für den Fall einer Provokation oder sogar Straftat gegeben und Aufmerksamkeit in Bezug auf den Schutz der eigenen Sicherheit angemahnt.

Dienstag, 4. Februar

15.24 Uhr: Auch im Hafen von Yokohama in Japan steht ein Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne. „Unter den 2666 Passagieren, die derzeit an Bord der ,Diamond Princess‘ im Hafen von Yokohama sind, befinden sich acht Deutsche“, sagte ein Sprecher der Reedere „Princess Cruises“ gegenüber Bild.

Ein Mann (80) aus Hongkong reiste im Januar auf dem Schiff. Am 1. Februar stellte sich heraus, dass er an dem Coronavirus leidet.Nun werden die Passagiere untersucht, um festzustellen, ob sie auch mit dem Virus infiziert wurden.

15 Uhr: Den zwölf Coronavirus-Patienten in Deutschland geht es weiterhin gut. Zwei Infizierte, die am Wochenende mit mehr als 120 weiteren Passagieren aus Wuhan zurückgeholt worden waren, sind wohlauf. „Sie haben keine Symptome“, sagte der Leiter Gesundheitsamt Frankfurt, René Gottschalk, am Dienstag.

Wie lange sie auf der Isolierstation bleiben müssten, könne noch nicht vorhergesagt werden, da es sich um einen neuen Virus handele. Die zwei Patienten müssten virenfrei sein, um die Station verlassen zu können.

11.11 Uhr: Kann sich der Erreger des Coronavirus etwa auch über die Fäkalien verbreiten? Einige Patienten litten an Durchfall, also wurde eine Stuhlprobe untersucht. Wie der Spiegel berichtet, habe Ärzte haben jetzt das Virus im Stuhlgang bei Patienten in einem Krankenhaus in Wuhan nachgewiesen. „Dass Erbgut des Virus im Stuhl nachgewiesen wurde, heißt noch nicht, dass sich dort auch infektiöse Viren finden“, sagt Bernd Salzberger von der Uniklinik Regensburg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie der Zeitung.

6.05 Uhr: Nun meldet auch Hongkong den ersten Toten durch das neuartige Coronavirus. Ein 39-Jähriger soll nach einem Besuch in der betroffenen Stadt Wuhan infiziert worden sein. Er ist der zweite bestätigte Todesfall durch Coronavius außerhalb des chinesischen Festlandes. Zuvor war auch ein Patient auf den Philippinen ums Leben gekommen.

Die Zahl der Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus war am Dienstag in China erneut sprunghaft angestiegen. Inzwischen gibt es 20.438 bestätigte Erkrankungen – 3225 neue Fälle im Vergleich zum Vortrag. Die Zahl der Todesopfer stieg um 64 auf 425.

Montag, 3. Februar 2020

21.55 Uhr: Inzwischen haben sich hierzulande bereits zwölf Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zuvor wurde bekannt, dass auch ein weiteres Kind erkrankt sei. Bei dem zwölften Betroffenen handelt es sich um einen weiteren Mitarbeiter eines Automobilzulieferers in Stockdorf bei München, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Mann wurde in die München Klinik Schwabing gebracht.

20.29 Uhr: In Deutschland hat sich am Montagabend der elfte Coronavirus-Fall bestätigt. Demnach hat sich in Bayern ein weiteres Kind nachweislich mit dem neuartigen Virus infiziert. Die Zahl der Betroffenen stieg in dem Bundesland folglich auf neun und bundesweit auf elf Menschen.

Es handelt sich um ein zweites infiziertes Kind jenes Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Vater und die beiden Kinder seien in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.

15.56 Uhr: Die Lufthansa-Gruppe streicht wegen des Coronavirus weitere Flüge nach China. Die Maßnahme umfasst auch die Töchter Swiss und Austrian, wie der Dax-Konzern am Montag in Frankfurt mitteilte.

Peking und Shanghai werden bis zum 29. Februar nicht mehr angeflogen, die übrigen Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao sogar bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März.

14.30 Uhr: Das hessische Sozialministerium hat die Angaben über die Zahl der am Samstag vom chinesischen Wuhan nach Frankfurt geflogenen Menschen korrigiert. Es handele sich um insgesamt 126 Menschen, sagte eine Sprecherin am Montag. Aufgrund einer falschen Übermittlung sei unmittelbar nach der Ankunft der Maschine der Luftwaffe von 124 Menschen die Rede gewesen. Alle Personen wurden am Flughafen erfasst, medizinisch begutachtet und befragt.

14.08 Uhr: In China sind 16 Ausländer mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie Außenamtssprecherin Hua Chunying am Montag in Peking berichtete, sind 14 von ihnen in einem stabilen Zustand und in Quarantäne.

Zwei hätten bereits erholt das Krankenhaus wieder verlassen können. Um welche Nationalitäten es sich handelt, sagte die Sprecherin nicht. Nach früheren, offiziell unbestätigten Medienberichten haben sich mindestens zwei Australier, zwei Hongkonger und vier Pakistaner infiziert.

13.15 Uhr: Passagiere oder Besatzungsmitglieder dürfen keine Kreuzfahrtschiffe mehr betreten, wenn sie in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das entschied der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA. Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen.

Corona-Virus: Bislang ein Todesfall außerhalb von China

Hinzu kamen vor mehr als 15 Jahren aber noch 299 Tote in Hongkong, weltweit waren es 774 Tote. Beim aktuellen Corona-Ausbruch gibt es außerhalb von Festland-China bislang erst einen bekannten Todesfall - auf den Philippinen.

9.42 Uhr: Der Automobilzulieferer Webasto ergreift weitere Sicherheitsmaßnahmen, um seine Mitarbeiter vor dem Corona-Virus zu schützen. Die Standorte Stockdorf und Planegg bleiben noch bis einschließlich 11. Februar geschlossen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das Mitarbeiter des Unternehmens am Sonntag erhalten haben. Zunächst war nur klar, dass die Standorte bis 2. Februar geschlossen bleiben.

6.05 Uhr: Experten rechnen in China damit, dass der Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie erst später als bisher erwartet eintrifft. „Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird“, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan

Damit korrigierte der bekannte Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. Warum er den Zeitpunkt jetzt doch weiter in die Zukunft verschieben musste, sagte Zhong Nanshan nicht. Mit einem „nationalen Ausbruch“ rechnet er nicht. „Es könnte eher nur ein partieller Ausbruch sein“, sagte Zhong Nanshan.

Sonntag, 2.02.2020

Coronavirus: Zwei Chinesen in Thüringen unter Quarantäne

21 Uhr: Experten glauben, dass die offiziellen Zahlen der Infizierten in China zu niedrig angesetzt wurde. Forscher der Unversität Hongkong vermuten, dass allein in Wuhan über 75.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert sein könnten.

Die offizielle Zahl liegt bei nur 14.500 in ganz China.

13.37 Uhr: In Thüringen gibt es zwei neue Verdachtsfälle auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Beide Patienten seien Studienbewerber aus China, teilte das Gesundheitsamt des Landkreises Nordhausen am Samstag mit.

Sie seien mit Erkältungssymptomen vorsorglich ins Südharz-Klinikum eingewiesen, unter QuaranTäne gestellt und auf das Virus getestet worden. Die Proben würden nun ins Labor der Berliner Charité gebracht. Bis ein Ergebnis vorliege, könne es einige Tage dauern, hieß es.

Die beiden Chinesen seien erst vor wenigen Tagen nach Deutschland gekommen, teilte das Landratsamt mit. Sie stammten allerdings nicht aus der Region Wuhan, wo sich die Lungenkrankheit besonders stark ausgebreitet hat. Sie hätten an einem Auswahltest am Nordhäuser Studienkolleg teilnehmen wollen. Dort werden ausländische Interessenten auf ein Studium in Deutschland vorbereitet.

China-Rückkehrer haben sich mit Corona-Virus infiziert

10.59 Uhr: Zwei der Deutschen, die mit einer Bundeswehr-Maschine aus China nach Deutschland geflogen worden sind, haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Tagesschau berichtet, hat das Landratsamt des Kreises Germersheim dies am Sonntagmorgen bestätigt.

Die beiden Patienten sollen nun in einem Krankenhaus behandelt werden.

Erster Mensch außerhalb Chinas verstorben

06.01 Uhr: Etwa 150 Infektionen sind bislang außerhalb Chinas bekannt, davon acht in Deutschland. Am Sonntag meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den ersten bestätigten Todesfall außerhalb der Volksrepublik: Ein am 21. Januar auf die Philippinen gereister Chinese aus Wuhan sei am Samstag gestorben, seine Begleiterin erkrankt.

Bei ihnen handelt es sich laut WHO um die einzigen nachgewiesenen Infektionsfälle auf den Philippinen. Mögliche Kontaktpersonen würden untersucht.

Samstag, 1.02.2020:

EU liefert Schutzkleidung nach China

20.14 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus liefert die Europäische Union zwölf Tonnen Schutzkleidung an China. Wie die EU-Kommission am Samstagabend mitteilte, hatte die Volksrepublik um die Hilfsmittel gebeten.

Acht Menschen in Deutschland erkrankt

20.05 Uhr: Die Zahl der in Deutschland am Coronavirus erkrankten Menschen ist auf acht gestiegen. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Demnach wurde bei einem 33-jährigen Mann aus München die Erkrankung nachgewiesen.

20 Uhr: Einer der mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht.

Elf Passagiere seien direkt vom Flieger in die Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne). Bei einem von ihnen solle abgeklärt werden, ob er mit dem Coronavirus infiziert sei, bei den anderen lägen andere medizinische Gründe vor, erläuterte Klose rund drei Stunden nach der Landung des Fliegers auf dem Frankfurter Flughafen.

18 Uhr: Die Rückkehrer aus dem chinesischen Wuhan, wo das Coronavirus ausgebrochen ist, sollen nun umgehend auf Symptome untersucht werden. Anschließend werden sie 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt. Nach aktuellen Angaben der Bundesregierung befanden sich 124 Rückkehrer an Bord, unter ihnen 102 Deutsche. Zuvor war von 128 Ausgeflogenen die Rede gewesen.

Von den Rückkehrern gehe keine Ansteckungsgefahr für die Allgemeinheit aus, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag: „Es sind alle symptomfrei in den Flieger eingestiegen.“

Bundeswehrflieger aus China in Frankfurt gelandet

16.45 Uhr: Das Flugzeug der Bundeswehr mit Deutschen und anderen Staatsangehörigen an Bord ist in Frankfurt gelandet.

Am Freitag war der Airbus A310 der Luftwaffe gestartet, um Menschen aus dem chinesischen Wuhan auszufrliegen. Gegen 22 Uhr deutscher Zeit landete der Flieger in dem Gebiet, wo das Coronavirus ausgebrochen war. Laut der „Bild“-Zeitung sind 144 Menschen an Bord – 108 Deutsche, 34 Chinesen, ein Bulgarier und ein US-Amerikaner.

Zwei Verdachtsfälle in Thüringen

16 Uhr: In Thüringen gibt es zwei neue Corona-Verdachtsfälle. Beide Patienten seien Studienbewerber aus China, teilte am Samstag das Gesundheitsamt des Landkreises Nordhausen mit. Sie seien mit Erkältungssymptomen vorsorglich ins Südharz-Klinikum eingewiesen, unter Quarantäne gestellt und auf das Coronavirus getestet worden.

Deutscher auf spanischer Urlaubsinsel infiziert

13.56 Uhr: Sieben Menschen in Bayern sind bereits mit dem Corona-Virus infiziert – nun ist ein weiterer Verdacht bestätigt. Bei einem Deutschen auf der spanischen Insel La Gomera konnte der Virus nachgewiesen werden. Er war zuvor in Kontakt mit einem erkrankten Patienten in Deutschland.

Vier Menschen stehen nach Angaben der spanischen Behörden unter Beobachtung, berichtet der Deutschlandfunk.

In China ist die Zahl der Erkrankten mittlerweile auf 11800 gestiegen. 259 Menschen starben bereits in der Volksrepublik an der Lugenkrankheit.

Eklat um Bundeswehr-Flieger

11:56 Uhr: Am Freitag startete der Airbus A310 der Luftwaffe, um Deutsche aus Wuhan zu bringen. Gegen 22 Uhr deutscher Zeit landete der Flieger in dem Gebiet, wo das Coronavirus ausbrach. Laut „Bild“ sind 144 Menschen an Bord – 108 Deutsche, 34 Chinesen, ein Bulgarier und ein US-Amerikaner.

Während der Flieger noch in Wuhan war, kam es zum Eklat mit Russland. Das Land verweigerte die Zwischenlandung in Moskau! Der Halt ist aber zwingend notwendig. Dort sollte das Flugzeug aufgetankt und die Crew gewechselt werden.

Oberst Daniel Draken, Kommandeur der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums: „Russland hat uns zwar den Überflug genehmigt. Aber eine Landung an den Moskauer Flughäfen wurde mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten am Boden verweigert.“

Jetzt wird der Airbus in Helsinki zwischenlanden. Dafür musste extra ein Jet mit einer neuen Besatzung geordert werden, die in die finnische Hauptstadt fliegt, um den Flieger mit den 144 Passagieren zu übernehmen. Die Maschine soll am Nachmittag in Frankfurt landen, so „Bild“.

Anja Karliczek ruft zur Besonnenheit auf

08.08 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zur Besonnenheit aufgerufen. Es sei verständlich, dass das Virus viele Menschen in Deutschland mit Sorge erfülle, wenn man sich die schnell steigenden Zahlen ansehe.

Trotzdem könne sie nur immer wieder sagen: „Wir müssen besonnen bleiben, und wir werden uns ganz gezielt auf die wissenschaftlichen Fakten konzentrieren.“

International werde an verschiedenen Stellen an der Entwicklung eines Impfstoffs gearbeitet.

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