AfD-Politikerin bei Auschwitz-Gedenkveranstaltung fotografiert: Ekelhaft, was sie um den Hals trägt

Gudrun Petzold (AfD) sorgte bei einer Gedenkveranstaltung für Opfer des Nationalsozialismus mit ihrem Halsschmuck für Irritation.
Gudrun Petzold (AfD) sorgte bei einer Gedenkveranstaltung für Opfer des Nationalsozialismus mit ihrem Halsschmuck für Irritation.
Foto: imago images / ddbd, Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden. Vor 75 Jahren endete das dunkelste Kapitel der Deutschen Geschichte. Nazi-Deutschland brachte unvergleichbares Leid über Europa: Millionen Menschen wurden in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet, Juden und die jüdische Kultur sollten mit aller Gewalt ausradiert werden.

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz in Sachsen von der Roten Armee befreit. Im Sächsischen Landtag gab es deswegen – wie in vielen Orten Deutschlands – eine Gedenkveranstaltung am Montag. „We Remember“ und „Never Again“, darin war sich der demokratische Konsens einig. Der Halsschmuck einer AfD-Politikerin sorgte im Sächsichen Landtag allerdings für Irritation.

AfD-Politikerin sorgt bei Gedenkveranstaltung für Aufregung

Buchenwald, Sachsenhausen, Buchenwald und natürlich Auschwitz-Birkenau – es sind nur einige der vielen Ortsnamen, die für immer mit den grausamen Verbrechen Nazi-Deutschlands in Verbindung gebracht werden.

Allein in Auschwitz, dem größten Deutschen Vernichtungslager, wurden etwa 1,1 Millionen Menschen grausam ermordet. Etwa 900.000 töteten die Nazis direkt nach ihrer Ankunft in den Gaskammern, etwa 200.000 kamen durch Krankheit, Zwangsarbeit, medizinische Versuche oder andere Umstände im Lager zu Tode.

Am 27. Januar 1945, wenige Monate vor Kriegsende, befreite die Rote Armee das Lager. Europaweit wird deswegen an diesem Tag den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. So auch im Sächsischen Landtag.

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Dabei fiel AfD-Abgeordnete Gudrun Petzold jedoch unangenehm auf. Die 68-jährige ehemalige CDU- und DSU-Politikerin ist seit Oktober 2019 Mitglied des Landtags. Seit 2016 ist sie Mitglied der AfD, fungiert dort als seniorenpolitische Sprecherin. Bei der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus sorgte ihr Halsschmuck für Empörung.

Halsschmuck kommt nicht gut an

Um ihren Nacken trug die Landtagsabgeordnete am Montag einen toten Fuchs.

Ob das zu einem geeigneten Outfit für eine Gedenkveranstaltung gehört – in den Sozialen Medien war die Meinung da eindeutig:

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  • „Abartig, kein Anstand diese Partei.“
  • „Das ist in mehrfacher Hinsicht ein ganz grober Fehltritt. Gruselig.“
  • „Ich empfinde diese Frau einfach nur peinlich...“
  • „Geschmackloser geht es nicht...“

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Petzold selbst hat sich zu der toten Jagdtrophäe um ihren Hals bislang nicht geäußert. (dav)