Markus Lanz spricht über Bluttat von Hanau: Polizist enthüllt erschreckende Details

Markus Lanz machte eine Sondersendung zu Hanau.
Markus Lanz machte eine Sondersendung zu Hanau.
Foto: Screenshot ZDF

„Wir haben ein Problem, denn dort, wo sich diese Täter radikalisieren, sind wir als Polizei tatsächlich in weiten Teilen taub und blind.“ Es ist eine erschreckende These, die Kriminalkommissar Sebastian Fiedler am Donnerstagabend in der Talkshow von Markus Lanz enthüllte.

Der Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter zeichnet ein düsteres Bild rund um den grausamen Anschlag von Hanau, bei dem am Ende elf Menschen ihr Leben verloren.

Markus Lanz: Polizist enthüllt erschreckendes Detail

Auch, weil der Täter niemals in den Besitz einer Waffe hätte kommen dürfen. So schreiben die deutschen Regularien vor, dass man dazu volljährig, zuverlässig und persönlich geeignet sein soll. Bedeutet der Besitzer dürfe nicht drogenabhängig oder psychisch krank sein. Für Fiedler also absolut unverständlich, wie Attentäter Tobias R. überhaupt in den Besitz einer Waffe kommen konnte.

Ultimativ gegen solche Attentäter schützen könne man sich jedoch nie, so der Kriminalkommissar. So gebe es zwischen verschiedenen Amok-Tätern immer wieder Parallelen.

------------------

Das ist Markus Lanz:

  • Markus Josef Lanz wurde am 16. März 1969 in Bruneck, Südtirol geboren
  • Er ist Moderator und Produzent
  • Seit 2008 moderiert er im ZDF seine nach ihm benannte Talkshow Markus Lanz

---------------

Markus Lanz: Immer wieder Parallelen zwischen den Tätern

Fiedler enthüllt: „Das Verhältnis zu Frauen ist ein Thema, das wir bei mehreren Tätern gesehen haben. Wir haben ganz offenkundig Personen, die auch Diagnoseschlüssel erfüllen und wir haben eben diesen großen Aspekt der Radikalisierung mit rassistischen, rechtsorientierten, rechtsextremistischen, antisemitischen, teilweise zusammengesuchten, kruden eigenen Theorien. Plus nun diesen Modus Operandi, der dazu anleitet, von folgenden Tätern übernommen zu werden.“

+++ Markus Lanz: Walter Kohl rastet aus – „Leute, habt ihr den Schuss nicht gehört?“ +++

Allerdings sei es schwierig, so Fiedler weiter, zu identifizieren, welche Täter als besonders gefährlich einzuschätzen sind. Auch weil viele Polizei-Beamte nicht ausreichend für solche Fälle geschult seien. So gebe es zwar an der Uni in Gießen ein Beratungsnetzwerk zum Thema Amokprävention, die ehrenamtlichen Wissenschaftler unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Britta Bannenberg, würden jedoch immer wieder zu hören bekommen, dass der Melder schon einmal bei der Polizei war, dort jedoch mit seinen Hinweisen nicht ausreichend ernst genommen würde.

+++ Markus Lanz (ZDF): Peter Maffay lässt Bombe platzen – Markus Lanz reagiert eindeutig +++

Fiedlers Forderung: Angebote wie dieses in Gießen müssten stärker in den Fokus gerückt werden, damit Hinweise zu potenziellen Tätern schneller auf- und ernstgenommen werden könnten.