Markus Lanz: Corona-Expertin mit düsterer Zukunftsprognose – „Das einzige, was wir jetzt tun können...“

Markus Lanz sprach am Mittwoch im ZDF mit einer Virologin.
Markus Lanz sprach am Mittwoch im ZDF mit einer Virologin.
Foto: Screenshot ZDF

Das Coronavirus hat Deutschland fest im Griff. In diesen Tagen anscheinend auch Markus Lanz im ZDF: Bereits zum zweiten Mal spricht Markus Lanz mit einer Virologin über die Ausbreitung von COVID-19.

Auf Prof Dr. Alexander S. Kekulé am Dienstag folgte am Mittwoch Prof. Dr. Melanie Brinkmann. Sie zeichnet bei Markus Lanz eine schockierende Prognose.

Markus Lanz (ZDF): Expertin mit düsterer Zukunftsprognose

Dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Mittwoch von einer „Pandemie“ spreche, klingt laut Expertin dramatisch, sei aber der richtige Schritt: „Es ist tatsächlich eine Pandemie. Es breitet sich überall aus, es wird überall vorkommen.“

Wie schnell sich das Coronavirus ausbreiten kann, zeige die Situation in Italien. Das Land beklagt mehr als 10.000 Infizierte. In Deutschland sind es derzeit rund Tausend.

Eine Million Erkrankte schon im Mai möglich

Rechne man allerdings hoch, dass jeder von ihnen zwei weitere ansteckt, und auch die zwei weitere anstecken und so weiter, seien wir im März bereits bei einer Million Erkrankter in Deutschland, rechnet Brinkmann vor.

Doch die Virologin hat einen wichtigen Appell an alle Zuschauer: „Man darf nicht aufgeben.“ Noch könne die Ausbreitung in Deutschland zumindest eingedämmt werden. Und dennoch: „Es ist ein Krieg, um es mal so deutlich zu sagen, und den müssen wir jetzt kämpfen.“

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Virologin: Es bleiben zwei Wochen für gute Entscheidungen

Gegenüber Italien habe man den Vorteil, frühzeitig und flächendeckend Tests durchgeführt zu haben. Daher habe man weniger Infizierte, müsse nicht in Panik verfallen und habe „schon noch ein, zwei Wochen, wo wir gute Entscheidungen treffen können.“

Markus Lanz reagiert schockiert. „Ein, zwei Wochen?“ Er will wissen, welche Entscheidungen das sein könnten. „Gesunder Menschenverstand“, sagt die Expertin und meint: gründliches Händewaschen. Außerdem laufe die Wirkstoff- und Impfstoffforschung bereits auf Hochtouren.

Der Virus werde dennoch Thema bleiben – „weil wir die Waffen nicht in der Hand haben. Und unser Immunsystem ist unvorbereitet, kennt den Erreger nicht. Deswegen ist das einzige, was wir jetzt tun können, die Verbreitung des Virus einzudämmen.“ (vh)