München: Mann überfällt Bank – seine Erklärung ist tieftraurig

In München hat ein Bankräuber eine interessante Erklärung für seine Tat geliefert. (Symbolbild)
In München hat ein Bankräuber eine interessante Erklärung für seine Tat geliefert. (Symbolbild)
Foto: imago images/Becker&Bredel

Nach einem Banküberfall steht der mutmaßliche Täter Hans P. nun in München vor Gericht. Der 40-jährigen Mann leugnet die Tat seit zehn Monaten. Bei dem Verfahren überrascht er jedoch mit einem traurigen Geständnis.

München: Bankräuber vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft wirft Hans P. vor am 5. April 2019 eine Sparkasse in Neuried im Landkreis München überfallen zu haben. Nach zehn Monaten des Leugnens erklärt er am Mittwoch mit gebrochener Stimme wie es zu dem Bankraub kam.

Der 40-Jährige gibt zu, die verängstigten Sparkassenangestellten mit einer Pistole bedroht zu haben. Nachdem der Versuch Geld aus dem Tresor zu entnehmen gescheitert war, schlug die Filialleiterin vor das Geld mit einer Karte aus einem Automaten zu ziehen.

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Täter flieht mit 10.000 Euro

So erbeutete er 10.000 Euro und floh. Die ungeladene Tatwaffe habe er anschließend in den Müll geworfen, berichtet die „Abendzeitung München“.

Den Banküberfall habe er für seine Kinder getan, erklärt Hans P. dem Gericht. Er sei selbstständiger Personalvermittler und seine Geschäfte gingen schlecht. Weder die Mieten des Familienhauses und des Münchener Büros, noch Gehälter seiner Mitarbeiter konnte er bezahlen.

Seine Kinder hätten ohne Unterstützung von Mutter und Großmutter womöglich hungern müssen. Als das Geflecht aus Lügen nicht mehr zu ertragen war, habe er sich viert Tage vor dem Überfall das Leben nehmen wollen.

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Angeklagter überrascht mit traurigem Motiv

Die Pistole habe er sich in seiner Münchener Wohnung an die Schläfe gehalten. Ein Foto seiner Familie habe ihn jedoch davon abgehalten abzudrücken, erklärt er im Gerichtssaal. Die Vorsitzende Richterin Nicole Selzam merkt an, dass die Beute wohl nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“ war. Hand P. Stimmt ihr zu.

Den Großteil habe er direkt für die Mieten und an die Mitarbeiter überwiesen. Den Rest habe er für Lebensmittel und ein Mietauto ausgegeben.Der Gerichtsprozess dauert in München weiter an. (mia)