Coronavirus: Trump mit Schock-Zahlen ++ Bayern verlängert die Ausgangsbeschränkungen ++ Pandemie fordert jüngstes Opfer in Europa ++

Kontaktverbot: Was bedeutet das genau?

Kontaktverbot: Das darfst du und das nicht.

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  • Über 540 Tote, 62.000 Infizierte und 9200 Genesene in Deutschland
  • Mehr als 724.000 Infizierte weltweit und knapp 34.000 Tote
  • Alle Entwicklungen im News-Blog nachverfolgen

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland, Europa und der Welt immer weiter aus. Aktuell sind in Deutschland schon über 540 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben, mehr als 62.000 Menschen haben sich infiziert – weltweit steigt die Zahl auf über 720.000 Menschen (Stand Montag,12 Uhr). Aber: Weltweit sind 150.000 Patienten wieder genesen, in Deutschland sind über 9200 Menschen.

Derweil steht wegen des Coronavirus das öffentliche Leben weitestgehend still. Es gilt ein Kontaktverbot, etliche Menschen arbeiten von zuhause aus oder sind in Quarantäne.

Coronavirus in Deutschland, Europa und weltweit: Hier alle Infos im Newsblog

In unserem News-Blog halten wir dich über die Entwicklung und Ausbreitung des Coronavirus' weltweit auf dem Laufenden.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

>> Wie sieht die Lage im Krisengebiet NRW aus? Mehr dazu liest du HIER

>> Dieses simple Haushaltsmittel ist sogar besser als Desinfektionsmittel

>> Du hast Verdacht auf Corona? Das solltest du jetzt tun!

>> Was bedeutet das Kontaktverbot für mich? Was ist erlaubt, was verboten?

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Hier die Corona-Karte mit den aktuellen Fallzahlen:

Montag, 30. März

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12.39 Uhr: Bayern verlängert die Ausgangsbeschränkungen

Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Pressekonferenz am Montag in München.

11.54 Uhr: Schwere Rezession durch Corona-Krise unvermeidbar

Die „Wirtschaftsweisen“ halten eine schwere Rezession in Deutschland durch die massiven Folgen der Coronavirus-Krise für unvermeidbar. Die deutsche Wirtschaft werde 2020 deutlich schrumpfen, heißt es in einem am Montag vorgelegten Sondergutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Wie schlimm es genau kommt, sei derzeit wegen großer Unsicherheiten unklar. „Entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung dürfte sein, ob es gelingt, die Ausbreitung des Corona-Virus effektiv zu bekämpfen, sodass die verschiedenen Einschränkungen sozialer und wirtschaftlicher Aktivitäten schnell aufgehoben werden können“, schreiben die Ökonomen in ihrem Gutachten.

Der Sachverständigenrat als Beratergremium der Bundesregierung legt drei denkbare Szenarien zugrunde. „In allen drei Szenarien beendet die Ausbreitung des Corona-Virus die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung abrupt, sodass eine Rezession im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland nicht zu vermeiden sein wird.“

Als derzeit wahrscheinlichste Entwicklung sehen die Ökonomen eine Normalisierung der wirtschaftlichen Lage über den Sommer, so dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) unter dem Strich in diesem Jahr um 2,8 Prozent schrumpft. Zum Vergleich: 2009 war die größte europäische Volkswirtschaft infolge der globalen Finanzkrise um 5,7 Prozent eingebrochen.

In den beiden ungünstigeren Szenarien wäre aus Sicht der Wirtschaftsweisen ein tieferer Einbruch 2020 denkbar, dem unter Umständen eine nur sehr schleppende Erholung 2021 folgt. Dieses Szenario in Form eines „langen U“ könnte eintreten, wenn die gesundheitspolitischen Maßnahmen über den Sommer hinaus andauern und die wirtschaftliche Erholung sich erst im Jahr 2021 einstellt. „Die getroffenen Politikmaßnahmen reichen dann womöglich nicht aus, tiefgreifende Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur zu verhindern.“ Das BIP würde in einem solchen Szenario um 4,5 Prozent schrumpfen. Im Jahr 2021 würde die Wirtschaftsleistung den Berechnungen zufolge mit 1,0 Prozent nur sehr langsam wachsen.

11.01 Uhr: Donald Trump rechnet mit bis zu 200.000 Toten

Noch vor Kurzem versprach Donald Trump den US-Bürgern in der Corona-Krise eine rasche Rückkehr zur Normalität - nun hat der US-Präsident seine Vorhersagen stark revidiert und erwartet kein rasches Abflauen der Pandemie in seinem Land mehr. Erst Anfang Juni würden sich die USA auf dem Weg hinaus aus der Krise befinden, sagte Trump am Sonntag. Zugleich bereitete er die Bevölkerung auf einen dramatischen Anstieg bei den Todesfällen vor und sprach von mehr als 100.000 Toten.

Die Vereinigten Staaten hatten sich zuletzt innerhalb kurzer Zeit zum neuen weltweiten Hauptzentrum der Pandemie entwickelt. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität gibt es in den USA inzwischen mehr als 142.000 bestätigte Infektionsfälle. Fast 2500 Menschen starben demnach bisher an den Folgen ihrer Infektion.

In der Statistik des Todesfälle liegen die Vereinigten Staaten zwar weiterhin klar hinter Italien, Spanien und China. Der US-Seuchenexperte Anthony Fauci, der Trump im Kampf gegen die Pandemie berät, rechnet allerdings mit einem sprunghaften weiteren Anstieg der Todesfälle. Nach seinen Szenarien könnten zwischen 100.000 und 200.000 Menschen in den USA an der von dem neuartigen Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sterben.

Auch Trump machte am Sonntag deutlich, dass er inzwischen mit zehntausenden Todesopfern durch das neuartige Coronavirus rechnet. „Manche Leute“ gingen gar von Opferzahlen in Millionenhöhe aus, sagte der Präsident. Wenn es den USA gelinge, die Zahl der Todesfälle auf „100.000 bis 200.000“ zu begrenzen, „dann haben wir alle sehr gute Arbeit geleistet“, sagte Trump.

Ihren Höhepunkt wird die Rate der Todesfälle in den USA nach Einschätzung Trumps zu Ostern - also in zwei Wochen - erreichen. Danach werde die Zahl neuer Todesfälle nachlassen, und zwar „hoffentlich sehr substanziell“. Noch kürzlich hatte der Präsident eine deutliche Besserung der Lage bereits zu Ostern vorausgesagt.

10.16 Uhr: Er schrieb „I love Rock'N'Roll“ – Alan Merill verstorben

Er schrieb die Hymne „I love Rock'N'Roll“ für die Rock-Legende Joan Jett, jetzt ist er im Alter von 69 Jahren verstorben: Alan Merill. Seine Tochter verkündete am Sonntag via Facebook, dass er Songwriter den Kampf gegen das Coronavirus verloren hat. „Das Coronavirus hat mir heute Morgen meinen Vater genommen“, schreibt sie, nachdem sie nur zwei Minute im Krankenhaus hatte, sich zu verabschieden.

09.59 Uhr: Zahlreiche Änderung um April – auch wegen Corona

Im April warten einige gesetzliche Änderungen auf uns. Aufgrund der Corona-Krise kommen jetzt allerdings noch weitere Themen auf uns zu.

>> Hier erfährst du, was sich alles ändern wird.

09.30 Uhr: Easyjet lässt komplette Flotte wegen Pandemie am Boden

Die britische Fluggesellschaft Easyjet lässt wegen der Corona-Pandemie seit Montag ihre gesamte Flotte am Boden. Bereits zuvor hatte die Airline ihren Flugverkehr infolge der Grenzschließungen und Reisebeschränkungen stark eingeschränkt. Easyjet führte nach eigenen Angaben bis Sonntag noch über 650 Rückführungsflüge durch und brachte mehr als 45 000 Kunden nach Hause.

„Wir werden weiterhin mit Regierungsbehörden zusammenarbeiten, um zusätzliche Rückführungsflüge nach Bedarf durchzuführen“, teilte das Unternehmen mit. Wann die kommerziellen Flüge wieder aufgenommen werden können, sei noch nicht absehbar.

08.36 Uhr: „Diese Sorgen haben ihn erdrückt“: Hessischer Finanzminister nimmt sich das Leben

Nach dem plötzlichen Tod von Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) muss sich die hessische Landesregierung inmitten der Corona-Krise neu aufstellen. Die CDU um Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wird sich erste Gedanken darüber machen müssen, wer die Nachfolge von Schäfer an der Spitze des Finanzministeriums übernehmen könnte. In der derzeitigen Krise ist das Haus ein Schlüsselressort. Eine für diesen Montag (heute) geplante Video-Pressekonferenz mit Bouffier zu einer Freiwilligen-Plattform wurde kurzfristig verschoben.

Der 54 Jahre alte Schäfer war am Samstag tot an einer Bahnstrecke aufgefunden worden. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler deutet alles daraufhin, dass sich der Minister das Leben genommen hat. In einem kurzen, sehr emotionalen Statement hatte Regierungschef Bouffier am Sonntag von den Sorgen Schäfers über die Corona-Krise und ihre Folgen berichtet. Er habe bis zuletzt daran gearbeitet, diese Krise organisatorisch und finanziell zu bewältigen.

„Ich muss davon ausgehen, dass ihn diese Sorgen erdrückt haben“, sagte der Ministerpräsident. „Er fand offensichtlich keinen Ausweg mehr. Er war verzweifelt und ging von uns.“ Der Tod Schäfers sei ein großer Verlust für das Land Hessen. „Gerade ihn hätten wir in einer so schweren Zeit besonders gebraucht“, sagte Bouffier.

Zahlreiche Vertreter von Parteien, Kirchen, Verbänden und anderen Organisationen hatten sich erschüttert über den Tod von Schäfer gezeigt, der eine Frau und zwei Kinder hinterlassen hat.

Schäfer war seit 2010 Finanzminister in Hessen gewesen und galt auf allen politischen Seiten als anerkannter und kompetenter Experte auf diesem Gebiet. Er wurde auch als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Bouffier gehandelt.

08.00 Uhr: Amerikanische Country-Legende verstirbt an Corona

Der zweifache Grammy-Gewinner Joe Diffie ist an einer Corona-Erkrankung verstorben. Wie seine Familie am Sonntag über Facebook mitteilte, sei er am Vortag der Krankheit erlegen.

Berühmt geworden ist Joe Diffie durch Songs wie „Pickup Man," „Prop Me Up Beside the Jukebox (If I Die)" und „John Deere Green". Sein Album „Regular Joe“ erreichte Goldstatus.

07.38 Uhr: Coronavirus fordert jüngstes Opfer in Europa

Nach übereinstimmenden Medienberichten ist am Wochenende ein 14-Jähriger am Samstag in Portugal dem Coronavirus erlegen. Der Junge aus der Gemeinde Ovar war am Samstag in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Wie das Portal „Atelevisao“ berichtet, habe er an einer Immunkrankheit gelitten. Dennoch sei der Jugendliche fit und sportlich aktiv gewesen. Er kickte in einem Futsal-Team, einer Variante des Hallenfußballs. Der Präsident des portugiesischen Verbandes bekundete seine Trauer: „In dieser Stunde tiefster Trauer für alle Ihre Lieben sende ich auch ein Trostwort an die gesamte Fußballfamilie im Bezirk Aveiro, die mit uns die Trauer eines viel zu frühen Todes teilt.“

Zuvor war in Frankreich eine 16-Jährige der Krankheit erlegen. Sie hätte keine Vorerkrankungen gehabt, berichtet ihre Schwester. Nun löst der Junge aus Portugal sie als jüngstes Todesopfer in Europa ab.

06.38 Uhr: Südkorea meldet weniger Neuinfektionen

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist erneut auf unter 100 gesunken. Am Sonntag seien 78 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 9661. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus wurde mit 158 angegeben.

Zwar hatte sich in diesem Monat im Vergleich zum Februar ein deutlicher Abwärtstrend bei den Neuansteckungen eingestellt. Doch Sorgen bereiten den Behörden nach wie vor lokale Häufungen sowie „importierte“ Fälle.

Südkorea verzeichne weiter eine Zunahme „bestätigter Fälle aus dem Ausland“, sagte Kim Gang Lip von der Zentrale für das Katastrophen-Management. Von Mittwoch an sollen sämtliche Ankommende unter eine zweiwöchige Quarantäne gestellt werden. Dabei sei es egal, welcher Nationalität sie seien und woher sie anreisten, sagte Kim. Zuletzt waren die verschärften Einreisebestimmungen bereits auf Europa und die USA ausgeweitet worden.

Zahlreiche Südkoreaner kehren aus Angst vor einer Ansteckung in Ländern, die eine rasche Ausbreitung des Virus verzeichnen, zurück. Am Sonntag wurden den Angaben zufolge 13 Passagiere am Flughafen positiv auf das Coronavirus getestet.

Von den Neuinfektionen wurden mehr Fälle in Seoul und der umliegenden Provinz als im Südosten registriert, der im Mittelpunkt des Ausbruchs von Covid-19 in Südkorea steht. In Seoul gab es eine neue Häufung von Fällen in einer weiteren Kirchengemeinde.

06.17 Uhr: Angst vor Plünderungen wächst in Italien

In Italien hat es die erste organisiert geplante Plünderung einer Lidl-Filiale gegeben. Wie die Zeitung „Repubblica“ berichtet, hätten mehrere Kunden in der sizilianischen Hauptstadt Palermo in dem Discounter gerufen: „Schluss damit, zu Hause zu bleiben, wir haben kein Geld und müssen essen.“ Die Aktion, die über Facebook geplant worden war, konnte gerade noch von der Polizei zerschlagen werden.

Das italienische Innenministerium nimmt die geplante Plünderung sehr ernst und hat mehrere Supermärkte in Palermo unter Polizeischutz gestellt. In Süditalien sollen rund vier Millionen Menschen von Schwarzarbeit leben, ohne staatliche Unterstützung wären sie am Ende. Das Problem: In nur 15 Tagen rutschen viele Sozialbedürftige in Existenzkrisen.

In einem aktuellen Bericht warnt der Geheimdienst vor einer „potenziellen Gefahr von Revolten und Aufständen, spontan oder organisiert, vor allem im Mezzogiorno, wo die untergegangene Wirtschaft und die flächendeckende Präsens der organisierten Kriminalität zwei ganz wesentliche Risikofaktoren sind.“

Weitere Fälle, so Republicca, habe es in Kampanien und Puglia gegeben. Dort hätten Diebe Kunden ihre vollen Einkaufstüten aus der Hand gerissen. Beinahe täglich gäbe es Überfälle in ganz Italien auf Apotheken.

Sonntag, 29. März

22.30 Uhr: Dramatischer Hilferuf von Kreuzfahrtschiff

Trotz der von Heiko Maas (SPD) initiierten Rückholaktion für deutsche Urlauber sitzen noch immer mehrere Zentausend Menschen an ihren Urlaubsorten fest. Sie wenden sich nun verzweifelt an die Öffentlichkeit. Unter ihnen auch ein deutsches Ehepaar, das auf einem Kreuzfahrtschiff vor Panama festhängt. Schon vier Menschen sind dort gestorben. Jetzt wollen sie einfach nur zurück und haben dafür einen dramatischen Hilferuf abgesetzt. Mehr dazu >>> hier.

21.45 Uhr: Urlauber fliehen aus Flughafen-Terminal wegen Quarantäne

Weil sie wohl nicht in Zwangsquarantäne wollten, sind in der Ukraine Passagiere aus einem Flughafenterminal der Hauptstadt Kiew geflohen. Die Reisenden sollten eigentlich für zwei Wochen in Hotels - allerdings sollten sie es selbst bezahlen, wie örtliche Medien am Sonntag berichteten. Über den Verbleib der Menschen war zunächst nichts bekannt.

Wegen bislang fehlender Quarantänemaßnahmen für Heimkehrer hat die Regierung beschlossen: Alle, die seit Samstag einreisen, müssen nun in eine zweiwöchige Quarantäne.

21.28 Uhr: So dreist zocken Betrüger im Netz ab

Die Coronavirus-Krise hat eine Welle der Solidarität losgetreten. Doch einige Menschen versuchen auch, aus der Not anderer Kapital zu schlagen. Besonders dreist ist dabei das Vorgehen einiger Betrüger im Internet. Mehr dazu liest du hier: Coronavirus: Kunden kaufen Klopapier und fallen auf üblen Trick hinein – „Die Ware ist seltsamerweise ...“

20.57 Uhr: Drama im Klinikum Wolfsburg

Corona-Alarm im Klinikum Wolfsburg. Immer mehr Mitarbeiter haben sich nach Angaben der Stadt mit dem Virus infiziert. Zu welchen dramatischen Konsequenzen sich das Krankenhaus gezwungen sieht, liest du hier bei News38 >>>

19.45 Uhr: Luftwaffe im Einsatz – Moskau verhängt Ausgangssperre

Wegen der schwierigen Lage in Italien und teils auch in Frankreich hat die Bundeswehr weitere Corona-Patienten zur Behandlung nach Deutschland geholt. Die Luftwaffe flog mit einem Spezial-Airbus A310 MedEvac am Samstag und Sonntag jeweils sechs Italiener aus dem norditalienischen Bergamo aus. Sie wurden in Deutschland auf Kliniken in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz Niedersachsen und Hamburg verteilt, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.

Unterdessen hat Moskau im Kampf gegen das Coronavirus eine Ausgangssperre verhängt. Von diesem Montag an dürfe man die Wohnung nur unter bestimmten Umständen verlassen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntagabend mit. Sobjanin reagiert damit auf weiter steigende Infektionszahlen. In der Millionen-Metropole haben sich nach offiziellen Angaben bereits mehr als 1000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - Tendenz steigend.

19 Uhr: Sanitäter attackiert

Eine unfassbare Attacke erlebte ein Sanitäter in England: Als er zu Hilfe gerufen wurde, hustete ihn ein anderer Corona-Patient einfach mitten ins Gesicht. Die Attacke blieb jedoch nicht ohne Folgen. Mehr dazu liest du >>> hier.

18.30 Uhr: Hunderte Tote in Europa

In Italien und Spanien sind in den vergangenen 24 Stunden wieder mehrere hundert Menschen am Coronavirus verstorben. Spanien hat am zweiten Tag in Folge den Tod von mehr als 800 Corona-Patienten binnen 24 Stunden beklagen müssen. Die Zahl der Todesopfer sei um 838 auf mehr als 6500 geklettert, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Ein neuer, trauriger Rekord in dem von der Pandemie schwer betroffenen Land.

Auch in Italien ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten am Sonntag erneut deutlich gestiegen. Wie der Zivilschutz am Abend mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Corona-Toten am Sonntag um 756 auf 10 779. Dies ist der höchste Zahl weltweit.

18 Uhr: Coronavirus wütet in Pflegeheimen

Wenn in Pflegeheimen das Coronavirus ausbricht, ist die Gefahr besonders groß. Viele Bewohner zählen zur Risikogruppe. In Pflegeheimbewohner in Halle und Jessen gab es nun zwei Todesfälle. Besonders heftig hat es ein Heim in Wolfsburg getroffen. Dort sind innerhalb von knapp einer Woche 15 Menschen in dem Alters- und Pflegeheim, in dem viele demente Menschen leben, nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Am Sonntag waren es drei Menschen.

17.30 Uhr: Große Sorgen bei Mitarbeitern von Galeria Karstadt Kaufhof

Der Zusammenschluss von Galeria Kaufhof und Karstadt im vergangene Jahr war für Mitarbeiter von Unsicherheiten geprägt. Nun herrscht wieder Sorge um die Jobs. Denn Galeria Karstadt Kaufhof hat Staatshilfe beantragt - bisher jedoch noch ohne Erfolg. Um das Warenhausunternehmen mit seinen 28.000 Mitarbeitern und rund 170 Standorten zu retten, ist Eigentümerin Signa offenbar auch selber bereit, „signifikante finanzielle Unterstützung“ zu leisten.

Mit Blick auf die erzwungenen Ladenschließungen wegen Corona heißt es: „Jede Woche verlieren wir mehr als 80 Millionen Euro Umsatz, während wesentliche Kosten weiterlaufen.“

Es geht einem Konzern-Papier zufolge nicht nur um die 28.000 Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof selbst, sondern auch um zehntausende Arbeitsplätze etwa bei Lieferanten, sowie um die Innenstädte in Deutschland. Corona sei eine „sehr, sehr große Herausforderung“ für Galeria. Für viele Mitarbeiter musste der Konzern bereits Kurzarbeit beantragen.

17.00 Uhr: Experte mit dramatischer US-Prognose: „Millionen Infizierte“

Anthony Fauci, Virologe und Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, rechnet mit einer dramatischen Entwicklung in den USA: Es könnte zu Millionen von Corona-Infizierten kommen. Ausgehend von der aktuellen Lage bestehe die Möglichkeit, dass 100 000 bis 200 000 Menschen in Folge der Pandemie sterben, so Fauci am Sonntag gegenüber dem amerikanischen TV-Sender CNN.

Aktuell liegt die Zahl der Infizierten in den USA bei 125.000. So hoch wie in keinem anderen Land auf der Welt. Fast 2200 Menschen sind bereits gestorben.

16.30 Uhr: Ganze Flüchtlingsunterkunft in Quarantäne

Wegen mehrerer Coronavirus-Infektionen ist in Unterfranken eine Einrichtung für Flüchtlinge unter Quarantäne gestellt worden. Sieben von insgesamt rund 600 Bewohnern sowie ein externer Beschäftigter sind mit dem Coronavirus infiziert. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt wurde demnach die gesamte Einrichtung unter Quarantäne gestellt.

Die infizierten Bewohner würden in einem gesonderten Gebäude untergebracht. Der externe Beschäftigte befinde sich in häuslicher Quarantäne. Für die Einrichtung gilt den Angaben zufolge ein Aufnahmestopp, Bewohner dürfen die Einrichtung nicht verlassen.

16 Uhr: Weitere Schock-Zahlen aus Italien

Die, die im Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front stehen, bringen jeden Tag große Opfer und riskieren ihr Leben. In Italien haben nach aktuellen Zahlen bereits 50 Mediziner und Medizinerinnen ihren Einsatz mit dem Leben bezahlen müssen. Beim Versuch, das Coronavirus zu stoppen, hatten sie sich selbst infiziert und erlagen dem Virus.

15.30 Uhr: „The Masked Singer“ wird in die Pause geschickt

Wegen zwei Corona-Erkrankungen im Team pausiert die ProSieben-Show „The Masked Singer“ bis auf weiteres. Der nächste Termin der Gesangsshow findet nach aktuellen Plänen erst Mitte April statt. Hier kannst du mehr lesen: Coronavirus bei „The Masked Singer“: Show muss in Zwangspause – Infektion bei...

14.30 Uhr: Missachtung des Kontaktverbots: Polizei Berlin meldet sogar Festnahmen

Am Samstag wurden wegen des Frühlingswetters überwiegend Parks und Grünflächen kontrolliert, ob die Menschen sich an das Kontaktverbot halten. Das taten nicht alle Berliner: Unter anderem versammelten sich mehr als 200 Menschen am Kottbusser Tor in Kreuzberg. Es gab mehrere Festnahmen, wie die Polizei auf Twitter mitteilte.

PolB

13 Uhr: Viele weitere Tote, aber auch gute Nachrichten aus Spanien

Im besonders schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 838 neue Todesopfer gezählt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntag mit. Das ist die absolut höchste Tageszahl seit Ausbruch der Krise. Insgesamt kletterte die Zahl der Todesopfer auf mehr als 6500. Die Zahl der Infizierten stieg ebenfalls an: Am Sonntag lag sie bei knapp 79 000 - gut 6500 mehr als am Vortag.

Es gibt aber gute Nachrichten: Die Anstiegsraten gehen weiterhin deutlich zurück. Bei den Todeszahlen betrug sie am Sonntag knapp 15 Prozent, nach gut 17 Prozent am Samstag. Bei den Infektionszahlen ging sie im Vergleich zum Vortag sogar um fast vier Prozentpunkte auf neun Prozent zurück.

12.15 Uhr: Indiens Premier entschuldigt sich bei den Armen

Indiens Premierminister Narendra Modi hat sich bei den armen Menschen in der Bevölkerung entschuldigt, weil sie wegen der Ausgangssperre besondere Notlagen erleiden. „Ich entschuldige mich für diese harten Maßnahmen, die eure Leben erschweren, insbesondere bei den armen Menschen“, sagte Modi am Sonntag in einer Radioansprache. Im Kampf gegen das Coronavirus habe er keine andere Wahl gehabt.

11.30 Uhr: RKI-Chef Wieler: „Müssen mit Zuständen wie in Italien rechnen“

Ersten zaghaften Fragen nach Entwarnungen erteilt Lothar Wieler eine herbe Absage. Der Chef des Robert-Koch-Instituts sagte der FAZ nun deutlich: „Wir stehen immer noch am Anfang der Welle, und ich kann nur alle auffordern, die Pandemie sehr ernst zu nehmen.“

Wieler malt ein düsteres mögliches Szenario: Zustände, wie sie derzeit im vom Coronavirus am schlimmsten gebeutelten Land Italien herrschen, seien auch in Deutschland weiterhin nicht auszuschließen.

10.30 Uhr: Baby-Tod in USA löst Erschütterung aus

Mehr als 2100 Menschen in den Vereinigten Staaten starben an der Lungenkrankheit Covid-19. Unter ihnen ist auch ein Säugling aus Chicago. Der Gouverneur des Bundesstaats Illinois, J.B. Pritzker, äußerte sich am Samstag erschüttert über den Tod des Babys, das nach Angaben der Gesundheitsbehörden noch kein Jahr alt war. Es ist äußerst selten, dass die Krankheit bei jungen Menschen einen schweren Verlauf nimmt. Als Hauptrisikogruppe gelten Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen.

9 Uhr: Gericht verbietet brasilianischer Regierung ihre Anti-Beschränkungs-Kampagne

Ein brasilianisches Gericht hat es der Regierung des rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro untersagt, Empfehlungen gegen Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus zu verbreiten. Die Richter in Rio de Janeiro ordneten am Samstag die Einstellung der Regierungskampagne „Brasilien darf nicht stillstehen“ an. Trotz steigender Infektionszahlen in Brasilien lehnt Bolsonaro strenge Eindämmungsmaßnahmen gegen das neuartige Coronavirus ab.

Die Richter ordneten zudem an, dass Regierungsvertreter und mit ihnen in Verbindung stehende Menschen es unterlassen müssen, Informationen zum Coronavirus ohne wissenschaftliche Grundlage zu verbreiten oder „agitatorisch“ einzusetzen. Binnen 24 Stunden muss die Regierung gemäß der richterlichen Verfügung eine offizielle Erklärung abgeben, in der klargestellt wird, dass die Kampagne „Brasilien darf nicht stillstehen“ wissenschaftlichen Kriterien nicht standhält.

7.30 Uhr: Anwalt bestätigt Tod von Jörn Kubicki

Jörn Kubicki, der Ehemann von Berlins ehemaligem regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, ist nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das bestätigte nun Wowereits Anwalt. „Ich kann Ihnen als Anwalt von Klaus Wowereit bestätigen, dass Jörn Kubicki heute verstorben ist“, sagte Schertz. „Weitere Erklärungen werden hierzu nicht erfolgen und wir bitten, die Privatsphäre von Herrn Wowereit zu respektieren.“

Samstag, 28. März

23.01 Uhr: Trump erwägt „Quarantäne“ für New York

Donald Trump denkt offenbar über eine Abriegelung von New York und anderen stark betroffenen Corona-Gebieten in den USA nach. „Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist“, so der US-Präsident. Er wolle darüber „ziemlich bald“ entscheiden.

Andrew Cuomo zeigt sich irritiert über Trumps Aussagen. „Ich habe nicht mit ihm über irgendeine Quarantäne gesprochen“,so der Gouverneur des Bundesstaates New York. „Ich weiß nicht einmal, was das bedeutet.“ Er wisse auch nicht, wie eine solche Regelung rechtlich durchgesetzt werden solle.

New York hat sich zum Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA entwickelt. Die Anzahl der Infizierten stieg am Samstag auf 62.000. Das ist mehr als die Hälfte aller Fälle in den USA. Allerdings wurde hier deutlich mehr getestet als in anderen Landesteilen.

22.46 Uhr: Mehr als 100 Tote in der Türkei

Die Zahl der Corona-Toten ist jetzt auch in der Türkei auf über 100 angestiegen. Behörden haben bislang 108 Menschen gezählt, die an den Folgen von Covid-19 gestorben sind. Am Freitag waren es noch 92 Opfer. Außerdem haben sich innerhalb der letzten 24 Stunden 1.700 weitere Menschen mit dem Virus infiziert.

Weltweit gibt es mittlerweile mehr als 30.000 Todesopfer.

21.50 Uhr: Till Lindemann meldet sich zurück

Till Lindemann (57) gibt sich nach einer Nacht auf der Intensivstation kämpferisch: „Das Virus, das mich erobern will, ist noch nicht erschaffen“, schrieb der Rammstein-Sänger am Samstagabend bei Instagram.

Der 57-Jährige war am Donnerstag vom Arzt der Berliner Band in ein Krankenhaus eingewiesen worden. „Till hat eine Nacht auf der Intensivstation verbracht und wird heute auf eine andere Station verlegt, weil es ihm besser geht“, hieß es zuvor auf der Homepage der Band. Der Corona-Test sei negativ gewesen.

21.14 Uhr: Klaus Wowereits Mann nach Corona-Infektion gestorben

Fast drei Jahrzehnte waren Klaus Wowereit und Jörn Kubicki ein Paar. Jetzt ist der Partner von Berlins ehemaligem Bürgermeister verstorben. Nach einer Lungenerkrankung habe sich der Neurlologe zuletzt mit dem Coronavirus infiziert. Jetzt ist er tot. Das berichtet die „Bild“.

Bein einem seiner letzten öffentlichen Auftritte hatte Kubicki mitgeteilt, dass er an einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leide, die ihn sehr stark einschränke. Bei der nicht heilbaren Krankheit haben Patienten mit einer dauerhaften Verengung der Atemwege zu kämpfen. Diese resultiert aus entzündlichen Prozessen der Atemwege und Zerstörung des Lungengewebes.

Die zusätzliche Infektion mit dem Coronavirus sollte der Arzt nicht überleben.

20.55 Uhr: Zwölf Tote in Wolfsburger Pflegeheim – überraschender Krankheitsverlauf

Dramatische Zustände in einem Wolfsburger Pflegeheim. Zwölf Bewohner sind dort innerhalb von nur wenigen Tagen verstorben, teilte das Gesundheitsamt mit. Dabei hatten viele einen überraschenden Krankheitsverlauf. Mehr dazu liest du hier bei News38 >>>

19.45 Uhr: Spanien verschärft Ausgangssperre

Neue drastische Maßnahme im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Spanien. Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die Ausgangssperre erneut verschärft. Ab Montag sollen aller Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben, so der Ministerpräsident am Samstagabend in einer Fernsehansprache.

Die Spanier dürfen bereits seit zwei Wochen nur noch in Ausnahmefällen aus dem Haus, etwa zum Einkaufen und nur alleine. „In Spanien stehen wir vor den schwersten Stunden, das Virus trifft uns mit erbarmungsloser Gewalt“, betonte Sánchez.

Erst am Mittag war bekannt geworden, dass allein seit Freitag 832 Covid-19-Patienten gestorben waren - das war der bisher höchste Anstieg überhaupt. Insgesamt sind knapp 5.700 Menschen an dem Virus gestorben.

19.07: Erschreckende Zahlen aus Großbritannien

Auch in Großbritannien nimmt die Krise einen immer drastischeren Verlauf. Hier starben von Freitag auf Samstag 260 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet waren. So viele Corona-Tote hatte Großbritannien innerhalb von 24 Stunden bislang noch nicht zu beklagen. Die Gesamtzahl stieg auf 1.019 Opfer.

Ingesamt sind europaweit jetzt über 20.000 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben.

18.41 Uhr: Zahl der Toten in Italien steigt auf über 10.000

Die erschreckenden Meldungen aus Italien reißen nicht ab. Der Zivilschutz meldet am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Toten auf in Italien 10.023.

18.13 Uhr: Kreuzfahrt-Schiff in Quarantäne - vier Menschen tot

In Panama ist wegen der Corona-Krise das Kreuzfahrtschiff „Zaandam“ unter Quarantäne gestellt worden. Zwei Passagiere waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mittlerweile teilte die betroffene Reederei Holland America Line mit, dass vier ältere Passagiere gestorben seien. Woran die Menschen gestorben sind, ist unklar. Mehr als hundert Passagiere und Mitarbeiter an Bord klagen über grippeähnliche Symptome.

17.42 Uhr: Amazon-Bote spuckt auf Paket

Ekel-Vorfall in den USA: Dort hat eine Kamera in einem Hauseingang einen Amazon-Kurier bei einer unfassbaren Tat gefilmt. Die Bilder zeigen, wie der Mann sich in die Hand spuckt und seinen Speichel auf dem Paket verteilt. Welche Konsequenzen das hat, erfährst du hier >>>

17.10 Uhr: DAZN klagt über brutale Kündigungswelle

DAZN trifft die Corona-Krise extrem hart. Den Live-Sport-Streaming-Portal rennen die Kunden aktuell weg, weil keine Events mehr stattfinden. Das Problem: DAZN ist monatlich kündbar. Viele Kunden kündigen daher derzeit ihre Abos. Wie hoch die Zahl der Kündigungen ist,liest du hier >>>

16.40 Uhr: Angela Merkel bittet aus Homeoffice um Geduld

Angela Merkel hat sich am Samstag mit ihrem wöchentlichen Podcast aus der häuslichen Quarantäne gemeldet. Die Kanzlerin dankte allen Menschen, die sich in überwiegender Mehrheit an die Einschränkungen im Alltag halten würden. Einem schnellen Ende der strengen Regeln erteilte sie dabei eine Absage: „Niemand kann heute mit gutem Gewissen sagen, er wisse, wie lange diese schwere Zeit anhält.“

Noch gebe es keinen Grund, die Regeln zu lockern. „Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig.“ Derzeit verdopple sich die Zahl der Neuinfektionen etwa alle fünfeinhalb Tage. Dieser Zeitraum müsse in Richtung von zehn Tagen gehen, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. „Jeder, der die Regeln befolgt, kann jetzt ein Lebensretter sein.“

15.47 Uhr: Klopapier-Alarm bei Aldi

Beim Thema Klopapier kennen die Deutschen langsam keinen Spaß mehr. Viele Supermärkte bitten in den letzten Tagen immer wieder um Verständnis und appellieren an die Kunden, nicht zu hamstern. Auch Discounter Aldi hat jetzt für Solidarität, „besonders mit Älteren und Erkrankten“ geworben. Doch der Aldi-Appell kam wegen des aktuellen Klopapier-Mangels wie ein Bumerang zurück. Wie deutlich die Kunden dabei wurden, liest du hier >>>

15.03 Uhr: Berliner Polizei muss beliebten Platz räumen

Das gute Wetter lockt am Wochenende viele Menschen vor die Tür. Das ist grundsätzlich nicht verboten. Auf beliebten Plätzen kann dann teilweise der Mindestabstand nicht eingehalten werden. So etwa am Samstagmittag am Boxhagener Platz in Berlin-Friedrichshain. Auf der relativ kleinen Parkfläche tummelten sich nach Polizeiangaben am Samstag rund 150 Menschen. Die Polizei bat die Personen per Lautsprecherdurchsage um ein Einsehen. Nach drei vergeblichen Versuchen räumten die Beamten letztlich den „Boxi“ und sperrten ihn mit Absperrband ab.

13.30 Uhr: Rückholaktion von Nicht-Infizierten auf Corona-Kreuzfahrtschiff soll starten

Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien, soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten. Der Aktion stehe nach Angaben der Behörden nichts im Wege, sagte der Geschäftsführer des Bonner Reiseveranstalters Phoenix, Benjamin Krumpen, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag: „Personen, die positiv getestet sind, bekommen einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Krankenhaus in Australien.“ Alle anderen der 832 Passagiere könnten mit eigens dafür gecharterten Maschinen am Nachmittag des nächsten Tages lokaler Zeit nach Hause.

11.30 Uhr: Trump storniert 80.000 Beatmungsgeräte

Über 100.000 Corona-Fälle hat die USA bereits, hat Italien als Epizentrum der Pandemie abgelöst. Die Krankenhäuser haben ihre Belastungsgrenzen erreicht und der Andrew Cuomo, Bürgermeister der am schwersten betroffenen US-Stadt New York, erklärt: „Fast jede vorstellbare Entwicklung wird das Gesundheitssystem überfordern.“

30.000 bis 40.000 Beatmungsgeräte fehlen laut Cuomo dringend. Dennoch hat Präsident Donald Trump nun eine Bestellung über 80.000 Beatmungsgeräte storniet. Der Grund: Die lebenserhaltenden Maschinen sind ihm zu teuer und überflüssig. „Ich habe das Gefühl, dass viele Zahlen, die in manchen Gegenden genannt werden, höher sind als die tatsächlichen Zahlen“, sagte er dem TV-Sender Fox. „Ich glaube nicht, dass man 40.000 oder 30.000 Beatmungsgeräte braucht.“

10.45 Uhr: Verstörende Bilder aus Indien

Die Inder setzen das Ausgangsverbot auf ihre ganz eigene Weise um. TV-Sender zeigen, wie Menschen, die die Sperre missachten, auf offener Straße mit Stockschlägen, Ohrfeigen und erniedrigenden Sportübungen bestraft werden.

Indien Corona

In Indien sind 1,3 Milliarden Menschen von der Ausgangssperre betroffen. Stockhiebe wurden offiziell von der Regierung als Strafe für die Missachtung der Regeln angekündigt.

10 Uhr: Schweden für Corona-Umgang in der Kritik

Während in den meisten vom Coronavirus betroffenen Ländern das öffentliche Leben lahmliegt, hat sich Schweden für einen anderen Weg entschieden. Kindergärten und Grundschulen bis zur neunten Klasse sind weiter offen. Gleiches gilt für Restaurants, Kneipen und Cafés, die ihre Gäste seit kurzem aber nur noch am Tisch bedienen dürfen. Die Skigebiete sind ebenfalls weiter geöffnet, die Staatsgrenzen für Nicht-EU-Bürger dicht, nicht aber für Europäer. Und durch Stockholm fahren weiter mit Pendlern ge- oder überfüllte Busse.

Damit ist Schweden im Grunde das letzte EU-Land ohne extrem scharfe Maßnahmen gegen Covid-19 – und erntet dafür reichlich Kritik.

9 Uhr: Virologe warnt vor falschem Symptom-Gerücht

Vier von fünf Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, haben laut Robert-Koch-Institut milde Verläufe. Die häufigsten: Husten (54 Prozent) und Fieber (40 Prozent). Das ergaben Befragungen von 22.000 Erkrankten in Deutschland. Martin Witzenrath von der Charité Berlin warnt dabei vor einem kursierenden Gerücht um Corona-Symptome: „Es ist ein Gerücht, dass eine Sars-CoV-2-Infektion definitiv keinen Schnupfen hervorruft.“

7.30 Uhr: Angst vor zweiter Corona-Welle in China

In China ist die Zahl „importierter Fälle“ mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, wurden 54 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist waren. Insgesamt zählt China damit bereits mehr als 600 solcher Fälle. Darüber hinaus starben drei weitere Menschen an Covid-19.

Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik am Donnerstag angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen. Ebenfalls angekündigt wurde eine starke Reduzierung der Flugverbindungen. Ab Sonntag soll jede chinesische Fluggesellschaften nur noch eine Verbindung pro Woche in jedes Land anbieten dürfen. Das gleiche gilt für ausländische Airlines, die nach China fliegen.

7 Uhr: Corona-Therapie gestartet

Die in Brandenburg ansässige Firma Pentracor hat eine Therapie entwickelt, welche C-Reaktives Protein (CRP) aus dem Blut von Patienten entfernt. Nach dem Studium der Krankheitsverläufe von Corona-Patienten wurde den Wissenschaftlern der Pentracor schnell klar, dass sich diese Therapie bei Corona-Patienten mit den einhergehenden Schädigungen der Lunge einsetzen lässt.

Eine erste mehrtägige Therapie wird derzeit in Bayern durchgeführt. Hochrangige Mediziner in den USA werden mit der Therapie bei Corona-Patienten auch umgehend beginnen. Das Ziel ist es, Patienten so früh zu behandeln, dass eine Lungenschädigung möglichst verhindert wird und damit eine Beatmung sowie der Einsatz von Herz-Lungenmaschinen unnötig werden. Die US-amerikanischen Mediziner erbitten derzeit die Zulassung des Produktes.

Freitag, 27. März

22.11 Uhr: Waliser stirbt zehn Tage nach Geburt seines Sohnes

Schreckliche Nachricht aus Großbritannien! Thomas Davies aus Bangor (Wales) ist an den Folgen des Coronavirus gestorben – nur zehn Tage nach der Geburt seines Sohnes! Das berichtet „itv“.

Laut seiner Mutter habe er sich in häusliche Quarantäne begeben, als er erste Symptome aufgewiesen hatte. Seine Partnerin hatte ihn am Donnerstag leblos in der gemeinsamen Wohnung aufgefunden. Er soll laut Familie keinerlei Vorerkrankungen oder Herzprobleme gehabt haben.

14.45 Uhr: Auch britischer Gesundheitsminister infiziert

Auch der britische Gesundheitsminister Matt Hancock ist mit dem Coronavirus infiziert. Er sei positiv getestet worden und habe milde Symptome, teilt Hancock über Twitter mit, und sei zu Hause isoliert.

14.15 Uhr: Sorge um die Queen wegen Johnson-Infektion?

Königin Elizabeth II. (93) hat den mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierminister Boris Johnson zuletzt vor mehr als zwei Wochen persönlich getroffen. Das teilte der Buckingham-Palast am Freitag in London mit. Sie sei weiterhin bei guter Gesundheit. „Die Queen hat den Premierminister zuletzt am 11. März gesehen und und befolgt die entsprechenden Ratschläge hinsichtlich ihres Wohlergehens“, hieß es in der Mitteilung. Johnson hatte zuvor mitgeteilt, dass er positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden sei, aber nur milde Symptome habe.

12.33 Uhr: Boris Johnson positiv auf Corona getestet

Jetzt hat es auch den britischen Premierminister erwischt. Boris Johnson wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilte er soeben bei Twitter mit. Er habe bislang milde Symptome entwickelt und sei nun in Quarantäne. Seinen Regierungsgeschäften wolle er allerdings weiter über Video-Konferenzen nachgehen.

12 Uhr: Till Lindemann auf Intensivstation

Drama um Till Lindemann! Der Sänger der weltberühmten Metalband Rammstein soll sich mit dem Coronavirus infiziert haben und liegt auf der Intensivstation eines Berliner Krankenhauses. Das berichtet die „Bild“. Demnach bestand sogar Lebensgefahr! Lindemann leide unter extrem hohem Fieber und einer Lungenentzündung.

Mittlerweile soll es dem Sänger wieder etwas besser gehen. Er schwebe nicht mehr in Lebensgefahr.

11.11 Uhr: Virologe erklärt: Darum ist die Todesrate in Deutschland so niedrig

Das Coronavirus hat in Deutschland bislang 247 Menschen das Leben gekostet. Gemessen an der Zahl der registrierten Infektionsfälle (45.000) ist die Todesrate allerdings gering - zumindest im Vergleich zu anderen Ländern. Zum Vergleich: Italien beklagt über 8.200 Todesfälle bei rund 80.000 Infektionen.

Einen Erklärungsansatz für die niedrige Todesrate hat Christian Dorsten: „Wir haben so wenige Todesfälle, weil wir extrem viel Labordiagnostik machen“, so der Virologe an der Berliner Charité. Deutschland habe im Vergleich zu anderen Ländern viel früher damit begonnen und würde derzeit pro Woche eine halbe Million Test durchführen.

Die Tests an sich senken nicht die Todesrate. Aber eine hohe Dunkelziffer von Infizierten verzerrt das Bild der Todesrate. Das Bild könne sich jedoch schnell verschieben, wenn mehr Patienten mit schweren Symptomen getestet werden. Es müsse damit gerechnet werden, dass die Zahl der schwer Erkrankten zunehme.

6.45 Uhr: Neues Covid-19-Symptom entdeckt

Ein deutscher Virologe scheint ein neues Symptom von Covid-19, der Coronavirus-Krankheit, entdeckt zu haben. Hendrik Streeck, Professor für Virologie und Direktor des Virologie-Instituts der Universität Bonn, berichtet der FAZ: „Fast alle Infizierten, die wir befragt haben, und das gilt für gut zwei Drittel (von 100 Infizierten der Uniklinik Bonn, Anm. d. Red.), beschrieben einen mehrtägigen Geruchs- und Geschmacksverlust.“

„Das geht so weit, dass eine Mutter den Geruch einer vollen Windel ihres Kindes nicht wahrnehmen konnte“, beschreibt Streeck das Ausmaß des Sinnesverlusts.

(ms, ak, mg, jg, dso, mb)

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