Coronavirus: Firmen fürchten um ihre Existenz – aber HIER wird kräftig an der Krise verdient

Corona Deutschland (13.3.)
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Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in Deutschland mittlerweile im Griff. Die Politik hat die Maßnahmen verschärft, damit sich der Erreger nicht weiter so schnell ausbreitet.

Erst wurden Großveranstaltungen wegen des Coronavirus verboten. Mittlerweile ist beinahe jede öffentliche Veranstaltung abgeblasen. Schulen und Kitas werden dicht gemacht. Berlin will Kneipen und Clubs schließen. Die Einschränkungen des sozialen Lebens haben erheblich Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Viele kleine und mittelständische Unternehmen fürchten die Pleite. Doch es gibt auch einzelne Wirtschaftszweige, die stark von der Corona-Krise profitieren.

Coronavirus: HIER wird kräftig an der Krise verdient

Dass Desinfektionsmittel und Mundschutz wie geschnitten Brot über die Ladentheke gehen, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Doch nicht nur das.

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Auch an den Supermarktkassen reihen sich die Menschen in lange Schlangen ein. Gefragt sind vor allem bestimmte Produkte. Und das hat auch seinen Grund und lässt sich mittlerweile sogar beziffern.

Diese Produkte sind besonders gefragt

So ist in den Supermärkten insbesondere die Nachfrage nach frischen Produkten gestiegen wie Obst, Gemüse und Fleisch, aber auch Fertiggerichten, weil vermehrt zu Hause gekocht wird“, sagte der Einzelhandelsexperte der Boston Consulting Group (BCG), Markus Hepp.

Außerdem extrem gefragt im Vergleich zur Vorwoche:

  • Fertigsuppen (+112 Prozent)
  • Fisch- und Obstkonserven (+70 Prozent)
  • Teigwaren (+73 Prozent)

Der gesamte Lebensmittelhandel hat nach Rechnung des Nürnberger Forschungsinstituts GfK in der letzten Woche 14 Prozent mehr Umsatz gemacht.

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Das liegt zum einen an dem ein oder anderen Hamsterkauf. Aber auch daran, dass immer mehr Menschen aus dem Homeoffice arbeiten. Daher fallen etwa Kantinen- oder Restaurant-Besuche weg. Es wird mehr zuhause gekocht. Daher gibt es auch mehr Bedarf.

Dieses Phänomen kann in Italien schon länger beobachtet werden, dort wo das Coronavirus den Alltag der Menschen schon länger bestimmt. Dort verzeichnen die Supermärkte zehn bis zwanzig Prozent mehr Wachstum in dieser Sparte. Doch es gibt auch große Verlierer.

Hier drohen massive Einbrüche

Neben etwa Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften fürchten Experten auch immense Auswirkungen auf den Gastro-Bereich. In Restaurants und Hotels drohe ein Nachfrage-Einbruch bis zu 30 Prozent. Die sinkende Nachfrage von Hotels, Kitas, Restaurants und Kantinen müssten letztlich die Großhändler ausbaden.

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Sollte das Coronavirus zahlreiche Gastronomen in die Insolvenz treiben, drohen auch dramatische Folgen für Großhändler, fürchtet Marcus Schwenke, Geschäftsführer des Großhandelsverbandes Foodservice. (ak mit dpa)