Coronavirus: „Hartz 4“-Empfänger besonders schlimm betroffen – aus DIESEM traurigen Grund

Corona Deutschland (13.3.)
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Das Coronavirus hält Deutschland und die Welt in Atem. Auch auf Empfänger von „Hartz 4“ hat die Krise immense Auswirkungen – aus einem traurigen Grund.

Immer mehr Menschen legen sich derzeit einen Notfallvorrat an – als Vorbereitung auf eine mögliche Quarantäne. In eine solche häusliche Quarantäne muss mittlerweile nicht nur, wer positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Jetzt reicht schon der bloße Verdachtsfall.

Coronavirus: „Hartz 4“-Empfänger vor Problemen

Sogar das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät zu einem solchen Notfallvorrat. Demnach sollte jeder Menschen etwa 20 Liter Flüssigkeiten und 14 Kilo an Nahrungsmitteln vorrätig haben.

Doch genau dort liegt für viele Empfänger von „Hartz 4“ sowie Geringverdiener oder Rentner das Problem. Ihnen fehlt das Geld, um einen solchen Vorrat anzulegen. Speziell „Hartz 4“-Empfänger sind betroffen. Wie sollen sie von ihrem monatlichen Regelsatz von rund 150 Euro einen großen Vorrat anlegen?

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Zuschuss? Fehlanzeige!

Auf einen Zuschuss in ihrer Notlage können Hartz-IV-Empfänger nicht hoffen. Vor drei Jahren bestätigte bereits das Sozialgericht Konstanz ein Urteil, dass „Hartz 4“-Empfänger keinen Anspruch auf Bezüge für Anschaffungen von Notfallvorräten haben.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg hatte die Entscheidung scharf kritisiert. Das Urteil sei „zynisch“ und „menschenunwürdig“ hieß es damals: „Wenn die Regierung diese Vorschläge ernst meint und möchte, dass sie von der Bevölkerung ernst genommen werden, dann muss sie dafür Sorge tragen, dass auch jeder Mensch sie umsetzen kann.“

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Können Freunde helfen?

Daher sind viele „Hartz 4“-Empfänger auf die finanzielle Unterstützung von Freunden oder Familienmitgliedern angewiesen.

Diese müssen zudem dabei helfen, einen solchen Vorrat einzukaufen, wenn die betroffene Person unter häuslicher Quarantäne steht.

Gute Nachrichten für „Hartz 4“-Empfänger

Immerhin: Der Zugang zu Sozialleistungen soll jetzt erleichtert werden. Im Zuge der Coronakrise müssen „Hartz 4“-Empfänger zur Zeit nicht mehr persönlich vorsprechen. Selbst eine Arbeitslosenmeldung könne telefonisch erfolgen. „Ein Antrag auf Grundsicherung kann formlos in den Hausbriefkasten der Dienststelle eingeworfen werden“, teilte die Bundesagentur für Arbeit für Arbeit am Montag mit.

„Wenn jetzt Termine entfallen oder persönlicher Kontakt nicht möglich ist, entstehen für unsere Kundinnen und Kunden keine finanziellen Nachteile. Wir agieren so gut es geht in diesen schwierigen Zeiten unbürokratisch und flexibel, so dass die Versorgung aller Menschen, die auf die Geldleistungen von Jobcenter oder Arbeitsagentur angewiesen sind, sichergestellt ist“, verspricht das Amt.