Coronavirus: Stadt greift zu drastischem Mittel in Corona-Krise – und verbietet Sex!

Corona Deutschland (13.3.)
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Stuttgart. Das Coronavirus zwingt die Menschen in Deutschland derzeit zu zahlreichen Kompromissen. Das soziale Leben ist aufgrund zahlreicher politischer Anordnungen derzeit extrem eingeschränkt.

Schulen und Kitas werden wegen des Coronavirus geschlossen, Großveranstaltungen abgesagt, Grenzen geschlossen. Bald sollen die ersten Kneipen und Clubs schließen. Doch nicht nur das. Die erste Stadt hat nun auch käuflichen Sex verboten. Das berichtet die „Bild“.

Coronavirus: Erste Stadt macht Bordelle dicht

Demnach hat die Stuttgart verfügt, dass Prostituierte in allen Bordellen und Laufhäusern der Stadt bis auf Weiteres ihre Dienste nicht mehr anbieten dürfen.

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Die Maßnahme zum Infektionsschutz trifft alle Beteiligten hart und unerwartet. „Für uns bedeutet das einen Schaden von monatlich 100.000 Euro“, sagte Bordellbetreiber John Heer (53) gegenüber der „Bild“. Ein Teil seiner festangestellten 45 Prostituierten bekomme nun Urlaub.

„Fühlen uns vor den Kopf gestoßen“

Viele der vorwiegend aus Rumänien stammenden Damen hätten kaum eine Möglichkeit, woanders hinzugehen. „Sie dürfen vorerst in den Zimmern kostenlos wohnen. Sie sind durch die Verfügung wie vor den Kopf gestoßen“, beschwert sich Heer.

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Auch in anderen Städten wächst die Unsicherheit, wie etwa in Hamburg.

„Ich weiß gar nicht, wie ich mich verhalten soll“

Ein generelles Verbot der Sexarbeit durch die Stadt gibt es hier allerdings noch nicht. Viele Betreiber wollen ihr Geschäft deshalb vorerst nicht schließen.

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„Ich weiß gar nicht, wie ich mich verhalten soll. Aber wenn ich heute zumache, gehen die Damen woanders hin. Damit ist auch niemanden geholfen“, sagt der Betreiber eines der größten Etablissements auf der Reeperbahn gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Betreiber beklagen sinkende Nachfrage

Man würde allerdings alles tun, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren und daher noch extremer als sonst auf Hygiene achten. Türklinken putzen, noch häufigeres Hände waschen, auch nach Kontakt mit Geld. Trotzdem ist klar: Ein Risiko ist bei Prostitution nicht zu vermeiden.

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Das wissen auch die Kunden. So klagt etwa das „Paradise“ auf dem Kiez nach eigenen Angaben über etwas weniger Kundschaft. Noch sei das aber kein Grund für eine Schließung. „Wir warten ab, was passiert“, hieß es aus dem Bordell. (ak mit dpa)