Coronavirus: Krankenpfleger schlägt Alarm! „Wir sind am Ende!“

Corona Deutschland (13.3.)
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Die Lage ist ernst. Das Coronavirus breitet sich immer weiter in Deutschland aus. Mehr als 3.600 Menschen haben sich bundesweit bereits infiziert, acht von ihnen sind gestorben (Stand: 14.03.).

Um die Coronavirus-Pandemie unter Kontrolle zu bekommen, wird das öffentliche Leben nach und nach heruntergefahren. Veranstaltungen werden abgesagt, Schulen und Kitas geschlossen. Oberste Priorität hat, dass die medizinische Versorgung gewährleistet ist.

Doch jetzt kommt ein Hilferuf aus Deutschlands Krankenhäusern. Ein Krankenpfleger warnt: „Wir können nicht mehr!“

Coronavirus: Krankenpfleger schlägt Alarm!

Bei dem Krankenpfleger handelt es sich um Alexander Jorde, der in der Vergangenheit immer wieder öffentlich vor Missstände in der Pflege warnte.

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Zur aktuellen Entwicklung twittert er: „Ich höre in den letzten Tagen immer wieder, wir hätten im Vergleich zu anderen Ländern viele Intensiv und Beatmungsplätze. Aber keiner fragt nach den Menschen, die die darin liegenden Patienten versorgen sollen.“

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Das Problem: Die Bettenplätze seien eigentlich aufgrund von Personalmangel gesperrt. Doch die Sperre würde nun aufgehoben, ohne dass mehr Personal zur Verfügung wäre.

„Wir können nicht mehr“

Somit müsste das ohnehin überlastete Pflegepersonal noch mehr Patienten versorgen „und das bei gleichzeitig höherem Aufwand bei Schutzausrüstung und Hygiene“, so Jorde.

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Seit Jahrzehnten würde die Pflege vor einem solchen Szenario wie einer Pandemie warnen. Jetzt scheint sie einzutreten. Dafür seien jedoch nach Ansicht des Krankenpflegers keine Ressourcen vorhanden. „Wir sind am Ende. Wir können nicht mehr!“, warnt er.

Krankenpfleger stellt Forderungen

Vor dem Hintergrund, dass sich auch aus Reihen der Pflege mehr Personal infizieren könne und wegen fehlender Betreuungsmöglichkeiten ausfallen könnte, stellt Alexander Jorde unter anderem folgende Forderungen:

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  • Einhaltung von arbeitsrechtlichen Grundlagen, wie Ruhezeiten, maximale Wochenarbeitszeit
  • tägliche Abstriche von Mitarbeitern mit längerem direkten Kontakt zu Corona-Patienten
  • sofortige Gefahrenzulage für alle in der direkten Versorgung eingebunden MitarbeiterInnen

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Das ist Alexander Jorde

Alexander Jorde war 2017 als Pflege-Azubi in der ARD-Wahlarena bekannt geworden. Dort hatte er Kanzlerin Angela Merkel mit den Missständen in der Pflege konfrontiert.

„Die Pflege ist so überlastet und Sie sind seit zwölf Jahren an der Regierung und haben in meinen Augen nicht viel für die Pflege getan“, klagte er damals. Später saß er auch bei Markus Lanz. Vor laufenden Kameras stellte er eine krasse Forderung >>>