Bayern-Wahl in Corona-Krise: Comedian stinksauer – „Schäme mich für Regierung“

Eine Wahlhelferin in Bayern arbeitet mit Handschuhen.
Eine Wahlhelferin in Bayern arbeitet mit Handschuhen.
Foto: picture alliance/dpa

Bayern. Trotz Coronavirus geht das politische Leben in Bayern weiter. Am Sonntag standen die Kommunalwahlen an – und obwohl die Menschen möglichst zu Hause bleiben sollen, wurde die Bayern-Wahl durchgeführt. Die Entscheidung führt zu heftiger Kritik.

Bayern-Wahl macht Comedian sauer

Am Sonntag fanden die Kommunalwahlen in Bayern statt. Millionen Menschen waren aufgefordert, zur Wahlurne zu gehen – trotz einer Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus.

Der bayrische Comedian Addnfahrer findet das verantwortungslos. In einem Video wählt er drastische Worte: „Ich muss das einfach los werden: Ich finde es eine absolute Sauerei, was unsere Politiker in diesem Land veranstalten.“

„Alle Politiker in einen Sack, würde keinen Falschen treffen“

Man solle „das Ganze“ nicht auf die leichte Schulter nehmen, „ so wie das die Politiker in unserem Land tun.gehörten die alle in einen Sack rein, da würde es keinen Falschen treffen.“

Aus Sicht des Comedians sollten sich die deutschen Politiker ein Vorbild am „Frontmann“ in Österreich nehmen:„Die stehen alle zusammen und aktivieren alle Maßnahmen, damit es so schnell wie möglich rund läuft. Und bei uns? Da ziehen sie die Wahlen noch durch.“

Sein Fazit: „Das ist so unfassbar, ich muss mich so schämen für diese Regierung in Deutschland.“

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Die klaren Worte kommen gut an, Menschen loben den Mann dafür, seine Meinung auszusprechen.

Wahlbeteiligung durch Briefwahl gestiegen

Trotz der Angst vor dem Coronavirus war die Wahlbeteiligung laut ersten Prognosen höher als bei der letzten Kommunalwahl vor sechs Jahren. Ein wesentlicher Grund ist die gestiegene Anzahl von Briefwahlen.

In den Wahllokalen standen Waschbecken oder Desinfektionsmittel bereit, außerdem war der Abstand zwischen den Wahltischen größer.

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