Markus Lanz: Klinik-Chef mit dramatischen Worten – „Es macht keinen Sinn...“

Bei Markus Lanz war der Chef der Essener Uni-Klinik, Professor Jochen Werner.
Bei Markus Lanz war der Chef der Essener Uni-Klinik, Professor Jochen Werner.
Foto: Screenshot ZDF

Auch Markus Lanz beschäftigt weiterhin das Thema Coronavirus. Am Dienstagabend hatte der Talkmaster auch Besuch aus dem Ruhrgebiet. Der ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, war im ZDF zu Gast.

Und der Klinik-Chef zeichnete ein erschreckendes Bild der größten Klinik im Ruhrgebiet. So haben ihn die letzten Wochen schockiert. Der Auslöser war jedoch nicht nur das Virus selbst. Vielmehr waren es die Umstände und Auswirkungen, die das Virus auf die Menschen hat.

Markus Lanz: Essener Uni-Klinik-Chef im ZDF-Talk

Werner: „Auch bei uns ist viel Material gestohlen worden, es sind Desinfektionsspender abgebaut oder abgebrochen worden. Menschen kommen in eine öffentliche Eingangshalle und füllen das Desinfektionsmittel in Flaschen ab. Entweder sie werden gestört, oder sie nehmen so viel sie kriegen können und laufen wieder weg.“

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Das ist Markus Lanz:

  • Markus Josef Lanz wurde am 16. März 1969 in Bruneck, Südtirol geboren
  • Er ist Moderator und Produzent
  • Seit 2008 moderiert er im ZDF seine nach ihm benannte Talkshow Markus Lanz
  • Die 75-minütige Sendung wird dienstags bis donnerstags am späten Abend ausgestrahlt
  • Meistens wird die Sendung einige Stunden vor der Ausstrahlung in einem TV-Studio in Hamburg-Altona aufgezeichnet, mitunter gibt es auch Live-Übertragungen
  • In jeder Ausgabe der Show empfängt Markus Lanz vier bis fünf (meist prominente) Talk-Gäste, mit denen er zu einem pro Sendung jeweils neuen Thema spricht

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Daraufhin musste die Klinik eine harte Entscheidung treffen, die so gar nicht im Sinne der Hygiene eines Krankenhauses sein kann. „Daraufhin haben wir die Automaten abgebaut, weil es einfach keinen Sinn macht“, so Werner weiter.

Derzeit liege die größte Aufgabe der Uniklinik darin, sich auf das vorzubereiten, was noch bevorstehen kann. „Wir planen seit 14 Tagen den Ernstfall“, erklärt Werner. „Wie gehen wir im Krankenhaus mit dieser Situation um? Wie bekommen wir es dort hin? Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es noch ganz viele andere Kranke gibt.“

Eingriffe werden verschoben – Mitarbeiter müssen geschützt werden

So wurden zwar nicht zwingend akute Eingriffe verschoben, jedoch könne sich die Uniklinik auch nicht nur auf das Coronavirus konzentrieren. Das sei gerade die größte Herausforderung, so der Klinik-Chef.

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Zudem müsse er auch an seine Mitarbeiter denken. Auch diese hätten Sorgen, müssen vor Überlastung geschützt werden. Eine schwierige Aufgabe, die nun vor der Essener Uniklinik und ganz Deutschland steht.