Vorwerk: Hersteller blamiert sich bei eigenen Mitarbeitern – weil er DAS verlangt

Vorwerk hat seinen Mitarbeitern während der Coronakrise ein erschütterndes Angebot gemacht.
Vorwerk hat seinen Mitarbeitern während der Coronakrise ein erschütterndes Angebot gemacht.
Foto: imago images/Jan Huebner

Der Hersteller Vorwerk ist bekannt für seinen Thermomix. Doch Vorwerk vertreibt auch Staubsauger – vor allem per Verkäufer an der Haustüre.

Genau an die hat Vorwerk jetzt ein peinliches Schreiben geschickt.

Vorwerk: Peinliche Aufforderung an Mitarbeiter

Persönliche Hausverkäufe während der Corona-Krise scheinen für die Geschäftsleitung von Vorwerk kein Problem zu sein. In Zeiten, in denen jeder Mensch den Kontakt zu anderen möglichst vermeiden soll, fordert der Wuppertaler Konzern seine Mitarbeiter sogar dazu auf.

Laut einer internen Email bot Deutschland-Chef Martin Eckert seinen Verkäufern eine Sonderprämie von 50 Euro an – pro verkauftem Staubsauger. Die Prämie soll bis 29.März erhältlich sein. Das berichtet „Chip“.

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Ein unverschämtes Angebot, sind die meisten Vertreter bei Vorwerk selbstständig angestellt, müssen sich also eigenverantwortlich um Aufträge und Verkäufe kümmern – und haben durch das Coronavirus aktuell eine schwere Auftragslage, weil viele Menschen die Termine für Staubsauger-Vorführungen absagen.

Vorwerk entschuldigt sich

Doch anstatt den Angestellten unter die Arme zu greifen und die Prämie bedingungslos auszuzahlen, bietet Eckert sogar noch einen Anreiz, die eigene Gesundheit und die von Mitmenschen in Gefahr zu bringen.

Vorwerk gegenüber DER WESTEN: „Es handelt sich weder um eine 'Corona-Prämie' noch einen aktiven Aufruf zum persönlichen Kundenbesuch, sondern lediglich um eine Anerkennung der herausfordernden Arbeit, die unsere Kundenberater derzeit leisten.“ Mittlerweile habe man die Unterstützung zurück gezogen, und andere Maßnahmen ergriffen, „die unseren Kundenberatern auch in dieser Zeit die Existenz sichern können.“

Und: „Es tut uns sehr leid, falls wir hier ein missverständliches Signal gesendet haben – dies war zu keinem Zeitpunkt unsere Absicht.“

Änderung im Verkaufssystem

Damit die Kunden auch während der Corona-Krise Staubsauger und Thermomix kaufen können, können die Produkte ab sofort auch per Email und Telefon bestellt werden.

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Eine persönliche Präsentation und Einführungen in die Geräte kann dann zu einem späteren Zeitpunkt durch einen Mitarbeiter geschehen. (kv)