Tatort in Köln: Zuschauer außer sich vor Wut – wegen dieses Details

Freddy Schenk (rechts) ist dafür bekannt, regelmäßig sein Auto zu wechseln.
Freddy Schenk (rechts) ist dafür bekannt, regelmäßig sein Auto zu wechseln.
Foto: WDR/ Martin Valentin Menke

Lieber Tatort-Zuschauer, ist dir dieses Detail aufgefallen?

Wenn du ein aufmerksamer Zuschauer des Kölner Tatort bist, dann vermutlich schon. Doch hat es dich auch so aufgeregt, wie manch anderen Tatort-Fan?

„Oh, neues Auto für Freddy?!“, stellt eine Twitter-Nutzerin überrascht fest. Tatort-Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär) fährt in jeder Folge einen neuen Wagen. Mit Vorliebe amerikanische, alte Schlitten. Das Spektrum reicht dabei von Chevrolets über Opel bis hin zum Cadillac.

Für viele Zuschauer sorgte der Wagen im Tatort „Niemals ohne mich“ allerdings für Stirnrunzeln.

Tatort in Köln: Zuschauer außer sich vor Wut

Diesmal fährt Freddy Schenk mit einem braunen Chevrolet vor. Der Wagen ist schon ordentlich in die Jahre gekommen, hat teilweise Rost angesetzt. Bei einigen Zuschauern kommen da direkt üble Gedanken auf:

  • „Freddy hat wieder ein umweltbewusstes Auto“
  • „Schenks Auto. Feinstaubplakette Minus 10.“
  • „Bitte dem Freddy endlich mal ein zeitgemäßes Auto verpassen.... Weg mit der alten Ami-Dreckschleuder!“
  • „Die Ausstattung sieht sehr nach "ich bin Pleite" aus. Incl dem #GretaThunberg Auto“
  • „Schenks Autos sind aber irgendwie fridays for yesterday“

Tatsächlich handelt sich um einen Chevrolet Suburban aus den 80er Jahren. Länge: Knapp 5,55 Meter, Breite: Gut zwei Meter. Über den Spritverbrauch wollen wir mal besser gar nicht reden.. Wie hoch hingegen der Feinstaubausstoß ist? Unbekannt.

Aber vielleicht wäre es im Zeitalter von Fridays for Future eine Überlegung wert, wenn Freddy Schenk auf einen neueren, umweltschonenden Wagen umsteigt.

Tatort gewohnt sozialkritisch

Die Tatort-Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk ermitteln den Mord an einer Jugendamtsmitarbeiterin – und werden dabei mit grausamen Familienrealitäten konfrontiert.

Der Tatort in Köln bleibt der Tradition treu und behandelt auch in der Sonntags-Episode „Niemals ohne mich“ ein sozialkritisches Thema.

Darum geht's beim Tatort in Köln:

Als die Mitarbeiterin eines Jugendamtes, Monika Fellner, ermordet aufgefunden wird, gibt es eine Vielzahl von Verdächtigen – die meisten aus dem Klientel der Ermordeten. Denn die Tote hatte war in erster Linie für ausstehende Unterhaltszahlungen zuständig, hatte sich dabei offenbar Feinde gemacht.

Die Tatverdächtigen, mit denen sich die Kommissare auseinandersetzen, sind deshalb unter anderem getrennte Eheleute, die sich um die Kinder oder den Unterhalt streiten.

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Fiktion mit bitterer Wahrheit

An dieser Stelle setzt Autor Jürgen Werner an, sagt über den gesellschaftskritischen Hintergrund seiner Geschichte: „Nur ein Viertel aller unterhaltspflichtigen Väter oder Mütter bezahlen regelmäßig den gesetzlich vorgeschriebenen Unterhalt für ihre Kinder. 75 Prozent sagen, sie können es nicht leisten.“ Kein Wunder also, dass auch Fellner im Kölner Tatort viel unternommen hat, die ausstehenden Zahlungen einzutreiben.

„Sie zerstören Leben“

Wieviel Druck sie dabei ausgeübt hat, wird durch den Vorwurf eines verzweifelten Vaters in ihrem Büro deutlich: „Sie zerstören Leben, ist Ihnen das eigentlich klar?“

Doch im Tatort ist es Monika Fellners Leben, das durch einen brutalen Angriff zerstört wird. Und das der Kinder, die im Tatort – und der Realität – am meisten unter den Konflikten ihrer streitenden Eltern leiden. (mit mb)

Den Tatort „Niemals ohne mich“ findest du in der ARD-Mediathek. Am 29. März strahlt „Das Erste“ den neuen Tatort mit Maria Furtwängler in der Hauptrolle aus. Furtwängler ermittelt seit 2019 in Göttingen. An ihrer Seite zu sehen: die Essenerin Florence Kasumba.