„Hart aber fair“ zum Coronavirus: Als Plasberg DAS sagt, rastet der Heinsberger Landrat aus – „Sie als...“

Kontaktverbot: Was bedeutet das genau?

Kontaktverbot: Das darfst du und das nicht.

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Wie bei den meisten Talkrunden derzeit ging es auch bei „Hart aber fair“ um das Coronavirus. Logisch, das öffentliche Leben steht still, andere Themen bieten sich einfach nicht an, wenn nichts passiert.

Besonders stark betroffen vom Coronavirus ist der Kreis Heinsberg, weshalb Landrat Stephan Pusch aus dem NRW-Epizentrum der tückischen Krankheit Covid-19 bei „Hart aber fair“ zugeschaltet wurde.

Zahlreiche Infizierte liegen isoliert in den drei Krankenhäusern des Kreises, die Lage ist äußerst angespannt. Schon in der vergangenen Woche hatte deshalb der Kreis und Landrat Pusch die Bundeswehr um Amtshilfe gebeten, seit Montag sind die Streitkräfte vor Ort, helfen, wo sie nur können.

Hart aber fair/Coronavirus: Landrat Pusch hat China um Hilfe ersucht

Doch selbst das reicht laut Landrat Pusch nicht lange, denn: Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel gehen bald zur Neige, der Kreis braucht dringend Nachschub, den es schlicht noch nicht gibt. Seine Lösung: Ein Hilfeschreiben an die chinesische Regierung um Staatspräsident Xi Jinping und Ministerpräsident Li Keqiang!

Ein äußerst ungewöhnlicher Schritt: Dass ein Landrat direkt der höchsten Führung einer so mächtigen Nation schreibt, vorbei an Bundes- und Landesregierung, hat es so wohl noch nie gegeben.

Plasberg kritisiert Pusch: „Ungeheurer Vorgang“

Das sieht auch Moderator Frank Plasberg so, der Pusch deshalb kritisiert. Plasberg: „Der Landrat von Heinsberg schreibt an Peking, was steckt dahinter?“ Und dann der Satz, der zum Wutausbruch Puschs führt: „Das ist ein ungeheurer Vorgang!“

Pusch lässt die Vorwürfe zunächst auf sich wirken, wird dann richtig sauer. Der CDU-Politiker: „Sie können sich das als Laie nicht vorstellen, wieviele Mengen Sie an Schutzkitteln und Masken verbrauchen, wenn Sie eine bestimmte Anzahl an Infizierten und an Verdachts-Infizierten haben, die Sie abschirmen müssen!“

Landrat wehrt sich: „Gehen durch den Grand Canyon!“

Pusch weiter: „Das geht in die Tausende – pro Tag! Wir hatten in dieser ganzen Zeit nie die Situation gehabt, wo wir mal eine Woche im Voraus die Menge an Schutzmaterial planen konnten. Unser Gesundheitsminister sagte, wir würden durch ein Tal gehen. Ich habe den Eindruck, wir gehen durch den Grand Canyon durch!“

Der 51-Jährige noch immer sauer: „Was wir inzwischen für Einfallsreichtum entwickeln müssen, um an Schutzausrüstung zu kommen... Das macht einen schon sehr betroffen. Wenn wir es nicht schaffen, die Kliniken in Deutschland mit ausreichend Schutzmaterial zu versorgen, werden wir Zustände wie in Spanien oder England haben, wo Mediziner versuchen, sich mit Plastiktüten vor Infektionen zu schützen.“

Punktsieg für den NRW-Politiker

Dann sein Schlusssatz zu dem China-Schreiben: „Wenn ich gedacht hätte, ich schreibe mal den Staat China an, um an Schutzkleidung zu kommen, dann hätte ich vor paar Wochen noch gesagt: 'Du bist bekloppt!' Man muss in solchen außergewöhnlichen Situationen auch außergewöhnliche Wege gehen.“

Dazu hatte Plasberg nichts mehr sagen können, nur gefragt: „Haben Sie schon eine Antwort bekommen?“ Dazu Pusch: „Zu meiner großen Freude hat sich heute der chinesische Generalkonsul im Auftrag des Botschafters gemeldet und mir mitgeteilt, dass wir sagen sollen, was wir brauchen, damit man uns helfen könne.“

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Das Coronavirus in NRW, Deutschland und weltweit:

++ Coronavirus in NRW: Kreis Heinsberg bittet China um Hilfe – Kontaktverbot! So hoch ist die Mindeststrafe ++

++ Coronavirus: Über 16.400 Tote weltweit – 118 Todesfälle in Deutschland – Mehr als 370.000 Infizierte ++

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Klarer Punktsieg für den Heinsberger Landrat also...