Markus Lanz: Jens Spahn mit schrecklicher Prognose zum Coronavirus – „In den nächsten Tagen wird...“

Markus Lanz: Jens Spahn war im ZDF zugeschaltet.
Markus Lanz: Jens Spahn war im ZDF zugeschaltet.
Foto: Screenshot ZDF

Das Thema Coronavirus lässt Deutschland nicht los. Markus Lanz hatte am Dienstagabend Gesundheitsminister Jens Spahn per Videoschalte in seiner Show. Und der CDU-Mann hatte keine wirklich guten Nachrichten für die besorgten Zuschauer.

So bereiten auch ihm die aktuellen Coronavirus-Zahlen Sorgen. „Wir nennen das eine dynamische Lage“, so Spahn und bereitet die Zuschauer schon einmal vorsichtig darauf vor, dass das, was nun folgt, keine besonders gute Nachricht sein wird.

Markus Lanz: Jens Spahn mit erschreckender Prognose

„Die Zahl der Infektionen steigt weiter stark“ so Spahn. Dazu müsse jedoch auch gesagt werden, dass dies noch die Infektionen von letzter und vorletzter Woche seien. Spahn: „Die Maßnahmen, etwa die Schließung von Kindergärten und Schulen, die Absage von Großveranstaltungen. Die Maßnahmen jetzt im öffentlichen Raum, die ja auch teilweise starke Grundrechtseingriffe sind, all diese Maßnahmen können in der Statistik noch gar nicht sehbar sein.“

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Markus Lanz: Die Gäste am Dienstagabend

  • Jens Spahn, Politiker
  • Karl Lauterbach, Politiker
  • Dr. Bernadett Erdmann, Ärztin
  • Prof. Matthias Lemke, Psychiater

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Dies sei wichtig zu betonen, so der Gesundheitsminister. Gleichzeitig sei aber auch wahrzunehmen, dass Deutschland im Hinblick auf die Todesfälle noch recht am Anfang der Kurve ist. Dies würde Zeit bringen, sich besser auf die kommende Entwicklung einzustellen.

Unklar, ob die Maßnahmen Erfolg bringen

Ob die Maßnahmen wirklich Erfolg bringen, wird erst in zehn bis 14 Tagen zu sehen sein. Und doch, die Zahlen aus den anderen europäischen Ländern bereiten Sorgen. So verzeichnete allein Spanien mehrere Hundert Tote in nur wenigen Stunden.

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Der Grund sei klar, so Spahn: „Wir sind in der Entwicklung noch sehr früh. Wir hatten letzte Woche bis zu 300.000 Tests auf Corona in Deutschland. Das ist mehr als in allen anderen Ländern der Welt. Das heißt, wir hatten sehr früh unsere Sensorik auf das Geschehen gerichtet.“

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So habe man sehr früh viele Tests gemacht, ein großer Unterschied zu anderen Ländern, betont Spahn. Dadurch sehe man: „Wir haben viele Infizierte, wahrscheinlich noch mehr als in der Statistik sind, aber vergleichsweise wenige Todesfälle zu beklagen. Zur Wahrheit gehört auch, das wird sich in den nächsten Tagen noch dynamischer entwickeln. Wir werden sicher mit mehr Todesfällen zu rechnen haben. Mit schweren und schwersten Verläufen. Aber diese Überforderung des Gesundheitssystems [...] wollen wir durch die drastischen Maßnahmen, die wir gerade ergreifen, verhindern.“