Mitten in Corona-Krise: Üble Nachrichten – die Grünen sind jetzt ausgerechnet ...

Die Corona-Krise bremst auch den Erfolg der Grünen aus. (Symbolbild)
Die Corona-Krise bremst auch den Erfolg der Grünen aus. (Symbolbild)
Foto: imago images / Action Pictures

Corona-Schock für die Grünen!

Die Partei, die in den letzten Monaten so viele Erfolge verzeichnen konnte, rutscht im Politikbarometer von RTL und ntv gewaltig ab. Der Grund ist einfach erklärt: Wegen des grassierenden Coronavirus ist das bisherige Zugpferd der Grünen, der Klimaschutz, komplett in den Hintergrund geraten.

Corona statt Klimaschutz: Die Grünen im Umfragetief

Wenn in dieser Woche Bundestagswahlen wären, kämen die Grünen auf 17 Prozent der Wählerstimmen. Derart niedrige Umfragewerte hatte die Partei seit September 2018 nicht mehr.

Und zum Vergleich: Anfang März standen die Grünen noch bei 24 Prozent – in lediglich rund drei Wochen büßte die Partei sieben Prozentpunkte ein. Auch in der Frage nach der politischen Kompetenz, aktuelle Probleme lösen zu können, sinkt das Vertrauen der Bundesbürger in die Grünen auf nur noch fünf Prozent.

In der jüngeren Vergangenheit konnten die Grünen von der Klimadebatte profitieren. Greta, „Fridays for Future“, das Klimapaket der Regierung – Umweltschutz war in der Gesellschaft von enormer Bedeutung und die Grünen boten diesen Menschen eine Anlaufstelle.

Doch in Zeiten der Corona-Pandemie sehen laut RTL/ntv-Umfrage 68 Prozent der Deutschen nun das neue Virus als wichtigstes Problem, das es zu bewältigen gilt. Klimaschutz dagegen haben nur noch neun Prozent der Wähler ganz oben auf der Liste.

Union gewinnt an Wählerstimmen

Stattdessen schießen nun die Umfragewerte für die CDU/CSU in die Höhe. Die Union legte vom 7. bis zum 26. März satte zehn Punkte zu und steht aktuell bei 36 Prozent. Manfred Güllner, der Chef des Meinungsinstituts Forsa, das die Umfrage durchgeführt hat, erklärt gegenüber ntv, woher dieser Erfolg kommt.

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Die Ergebnisse der aktuellen Forsa-Umfrage (im Vergleich zur Vorwoche):

  • Union: 36 Prozent (+4)
  • Grüne: 17 Prozent (-3)
  • SPD: 16 Prozent (+1)
  • AfD: 9 Prozent
  • Linke: 8 Prozent (-1)
  • Sonstige: 8 Prozent
  • FDP: 6 Prozent (-1)

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Güllner zufolge erfülle die Union aktuell die Erwartungen der meisten Bürger. „Sie beschäftigt sich nicht mehr in erster Linie mit sich selbst, sondern kümmert sich um das, was die Bürger bewegt und sorgt“, so der Forsa-Chef und spielt damit auf die zuletzt vorherrschende Unruhe innerhalb der Union an, beispielsweise bei der chaotischen Suche nach einem neuen Parteivorsitzenden.

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Dass derartige Konflikte nun in den Hintergrund rücken und stattdessen „die Lösung von Problemen ohne große Berücksichtigung ideologischer Dogmen oberste Priorität hat“, komme laut Güllner ebenfalls gut beim Wähler an.