Trump: Amerikaner fassungslos wegen Foto – weil er DAS während der Corona-Krise macht

Foto: dpa

Der amerikanische Präsident Donald Trump eckt oft und bei vielen Amerikanern an. Das ist während der globalen Corona-Krise nicht anders. Sein Handeln löst bei vielen Amerikanern teilweise Kopfschütteln aus.

Zwar wurde am Mittwoch endlich das sehnlichst erwartete billionenschwere Hilfspaket für die US-Wirtschaft beschlossen, das bei Amerikanern über die tiefen Parteigräben hinweg Anerkennung findet, gleichzeitig sorgen Äußerungen von Trump für Verwunderung.

Trump erhitzt die Gemüter der Amerikaner

Auch ein Foto aus dem Oval Office, dem Machtsitz des Präsidenten, erhitzte zuletzt die Gemüter.

„Mir würde es gefallen, das Land bis Ostern wieder geöffnet und in den Startlöchern zu haben", so die Äußerung von Trump gegenüber Fox News, die daran zweifeln lässt, ob er die Tragweite der Coronavirus-Pandemie richtig überblickt. Ähnliches fragten sich auch einige Nutzer auf Twitter, als sie ein Foto des Präsidenten sahen.

Donald Trump versuchte Impfstoff zu kaufen

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten stieg auch in den USA zuletzt massiv an. Schon vor Wochen hatte Präsident Trump ein Einreiseverbot für mehrere Länder verhängt, unter anderem Deutschland, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Mit mäßigem Erfolg.

Mehr als 100.000 Menschen haben sich inzwischen infiziert, mehr als 1600 sind bereits gestorben. Trumps Handeln in der Corona-Krise wird dabei sehr wahrscheinlich auch über seine Wiederwahl entscheiden. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Trump auch in Sachen Corona sein Credo „America First“ mit allen Mitteln durchsetzen will. So wurde bekannt, dass die US-Regierung wohl versuchte, einen in Deutschland hergestellten Impfstoff exklusiv für die USA zu kaufen.

Mehr dazu hier: Coronavirus: Donald Trump will sich Corona-Impfstoff exklusiv für USA sichern – doch ausgerechnet ER stoppte ihn

Kritik: Trump nimmt Corona nicht ernst genug

Was Kritiker dem Präsidenten vorwerfen: Er nimmt die Krise nicht ernst genug, bisher ergriffene Maßnahmen reichen nicht aus. Trump selbst gehe nicht als entsprechend verantwortungsbewusst als Vorbild voran.

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Eine der wichtigsten Maßnahmen: Soziale Kontakte vermeiden und wenn möglich anderthalb bis zwei Meter Abstand zu anderen Personen halten. Ein Foto aus dem Oval Office vom Freitag zeigt dabei, wie es nicht geht.

Darauf zu sehen ist Donald Trump am Schreibtisch, der das billionenschwere Hilfspaket für die Wirtschaft, in den USA „stimulus bill“ genannt, unterschreibt. Hinter ihm drängen sich Minister und Vertraute. Die meisten stehen nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. „Sozialer Abstand? Nicht bei der Unterzeichnung des „stimulus bill“ im Oval Office“, schreibt CNN-Korrespondent Jim Acosta dazu auf Twitter.

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Für viele ist es ein weiteres Indiz dafür: Donald Trump nimmt die Gefahr einer Coronavirus-Pandemie immer noch nicht ernst genug.

Donald Trump befürchtet mindestens 100.000 Corona-Tote in den USA

Die USA hat weltweit die meisten Corona-Infizierten. Bislang gibt es 130.000 gemeldete Infektionen, 2400 Menschen starben bereits an den Folgen des neuartigen Virus. Doch das Ende scheint noch nicht in Sicht. Das weiß auch US-Präsident Donald Trump.

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus erklärte der 73-Jährige, dass er damit rechnet, dass mindestens 100.000 Amerikaner ihr Leben lassen müssen im Zuge der Corona-Krise. Könne die Zahl auf 100.000 begrenzt werden, so "haben wir alle einen guten Job gemacht", so der Präsident. (dav mit dpa)