„Heute Journal“: Claus Kleber schießt gegen Armin Laschet – „Sie meinen wirklich...“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Claus Kleber im „Heute Journal“ im ZDF.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Claus Kleber im „Heute Journal“ im ZDF.
Foto: Screenshot ZDF

Die momentane Lage lastet schwer auf den Schultern von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Der Politiker wirkt angespannt.

Anders sind Auftritte wie bei Dunja Hayali im ZDF-„Morgenmagazin“ oder erst Sonntagabend im „Heute Journal“ wohl kaum zu erklären.

War es Laschet noch selbst, der im „Morgenmagazin“ Moderatorin Dunja Hayali anfuhr, als diese einen Vergleich mit seinem bayrischen Pendant Markus Söder anstellte, grätschte ihm im „Heute Journal“ Nachrichtenmann Claus Kleber am Sonntagabend ordentlich in die Parade.

„Heute Journal“: Armin Laschet im Gespräch bei Claus Kleber

Es ging um Lockerungen in der Corona-Politik. Die Lockerung der Kontaktsperre. Armin Laschet hatte ein eigenes Gutachten vorgelegt. Oder wie es Kleber - schon dezent im Angriffsmodus - vortrug: „Nun prescht der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen vor. Mit einem eigenen virologischen Gutachten aus dem eigenen Land, mit einem eigenen Beratergremium, und einem eigenen Positionspapier von 15 Seiten, das die Dringlichkeit von Lockerungen betont.“

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Das ist das 'Heute Journal':

  • Das 'Heute Journal' ist ein Nachrichtenmagazin des ZDF
  • Es wird seit 1978 ausgestrahlt
  • Anchorman ist Claus Kleber
  • Seit 2003 ist der 64-Jährige beim 'Heute Journal'

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Ein wichtiger Schritt, wie Armin Laschet betonte. Vor allem aus einem Grund. „Ich möchte mal eines aus unserer Studie erwähnen“, so Laschet. „Das ist ein nicht so bekannter Name. Das ist Monika Kleine vom Sozialdienst katholischer Frauen in Köln, die uns sagt, wir haben bisher immer gesagt, Kindeswohl wird auch durch Kinderärzte, durch Schulen und durch KiTas geschützt. Weil man da die Kinder im Blick hat. Alles diese Kinder, die Kindeswohlgefährdung erleiden, hat zur Zeit niemand im Blick.“

Claus Kleber knallhart: „Sie meinen wirklich...“

Ein Punkt, den Kleber wohl nicht ganz nachvollziehen konnte. „Sie meinen wirklich, die hat niemand im Blick, Herr Laschet?, fuhr er dem Ministerpräsidenten dazwischen. Und weiter: „Dass diese Menschen, über die dauernd gesprochen wird, auch von der Politik, niemand im Blick hat in Berlin?“

Ein Punkt, der Armin Laschet wohl etwas aus der Ruhe brachte. „Herr Kleber, in Berlin hat man die im Blick, aber wir sehen sie nicht. Sie sind in ihren Wohnungen. Sie kommen nicht in die KiTa, sie kommen nicht in die Schule. Sie kommen nicht zu den Ärzten. Und es gibt die große Sorge, wer schaut eigentlich in diesen Wochen auf das Kindeswohl?“

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Ein Missverständnis, so wolle man interpretieren. Es scheint, als hätten Kleber und Laschet in diesem Punkt schlichtweg aneinander vorbei geredet.