Neuer Bußgeldkatalog: Härtere Strafen – SO schnell bist du deinen Führerschein jetzt los

Am Dienstag tritt der neue Bußgeldkatalog in Kraft.
Am Dienstag tritt der neue Bußgeldkatalog in Kraft.
Foto: imago images / Rene Traut

Falls du gerne mal etwas zu schnell fährst, solltest du dir das in Zukunft lieber zwei Mal überlegen. Ab Dienstag tritt der neue Bußgeldkatalog 2020 in Kraft. Und der hat es in sich. Denn Tempo-Sünder werden jetzt noch härter bestraft.

Wie „Focus Online“ berichtet, werden Radfahrer zukünftig bevorzugt behandelt. Der neue Bußgeldkatalog 2020 wurde bereits im Februar vom Bundesrat der Straßenverkehrsnovelle verabschiedet. Ab Dienstag gelten die Änderungen.

Wo du demnächst mehr zahlen musst, siehst du hier:

Neuer Bußgeldkatalog 2020: DAS sind die Strafen

1. Führerschein weg

Bist du 21 km/h oder mehr innerorts zu schnell unterwegs, ist der sprichwörtliche „Lappen“ für einen Monat weg. Außerdem kannst du mit einem Bußgeld von 80 Euro und zwei Punkten in Flensburg rechnen. Außerorts gilt: ab 26 km/h zu schnell zahlst du 95 Euro und musst auch einen Monat auf deinen Führerschein verzichten.

Bist du inner- und außerorts 16 km/h zu schnell, gibt es auch schon einen Punkt. 70 Euro sind in Orten und 60 außerhalb geschlossener Ortschaften fällig.

2. Keine Rettungsgasse? Das wird richtig teuer

Bildest du keine Rettungsgasse und wirst zur Gefahr oder Behinderung für Dritte, musst du zahlen. So war es bisher. Jetzt wird es schon teuer, wenn du keine Gefahr für andere bist. Folgen: bis zu 320 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat lang keinen Führerschein.

Auch gut zu wissen: Nutzt du die Rettungsgasse widerrechtlich, sind mindestens 240 Euro fällig. Außerdem darfst du dich auf zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot freuen.

3. Falsch geparkt – Geld her

Gemeinden dürfen sich freuen. Bis zu 100 Euro dürfen sie bei Parkverstößen kassieren. Auch ein Punkt ist drin. So viel musst du zahlen

  • Parken an unübersichtlicher Stelle: 35 Euro (statt bisher 15 Euro)
  • Parken in einer Feuerwehrzufahrt: 55 Euro (statt 35)
  • Rettungsfahrzeuge behindern: 100 Euro und einen Punkt
  • Parken auf einem Schwerbehinderten- E- oder Carsharing-Parkplatz: 55 Euro
  • Parken oder Anhalten in zweiter Reihe: 55 Euro

4. Radfahrer profitieren

Was Autofahrer auf die Palme bringt, ist jetzt ausdrücklich erlaubt. Radfahrer dürfen ab dem 28. April nebeneinander fahren, so lange sie den Verkehr nicht behindern. Wer sie überholen will, muss 1,5 Meter Abstand halten. Außerorts zwei Meter. Das gilt bei allen Verkehrsteilnehmern.

------

Unsere Top-News:

Lotto: Deutsche knacken den Millionen-Jackpot – doch ihre Freude ist schnell getrübt

Lena Meyer-Landrut und Mark Forster: Überraschung für die Fans – „Wir sind...“

Coronavirus aktuell: Schock-Meldung aus Italien

------

5. Blitzer-App auf dem Handy? Besser nicht

Blitzer-Apps sind verboten. Trotzdem werden sie gerne genutzt. Erwischt man dich während der Fahrt damit, sind 75 Euro fällig. Außerdem erwartet dich ein Punkt in Flensburg.

+++ „Bares für Rares“: Horst Lichter mit klarer Ansage – „So kann es nicht weitergehen!“ +++

6. Poser werden bestraft

Du zeigst gerne, was du hast? Zumindest, was deine Karre hat? Besser nicht. Poser, die unnötigen Lärm verursachen, Abgase ausstoßen und sinnlos hin- und herfahren müssen laut „Focus Online“ bis zu 100 Euro blechen.

Mit der geänderten Straßenverkehrsordnung soll vor allem der Verkehr für Radfahrer und Fußgänger sicherer werden. Auch für Carsharing, also gemeinsam genutzte Autos, und Autos mit Elektro-Antrieb soll es Vorteile geben. Für sie können etwa Parkplätze künftig einfacher ausgewiesen werden.

(ldi)