Maischberger: Markus Söder bekommt heikle Frage gestellt – seine Antwort zeigt, dass...

Markus Söder war bei Sandra Maischberger zu Gast.
Markus Söder war bei Sandra Maischberger zu Gast.
Foto: imago images

Einmal die Woche bittet Sandra Maischberger in der ARD zum Talk. In den letzten Wochen und Monaten war das beherrschende Thema - wie konnte es anders sein - das Coronavirus. Das sollte sich auch am Mittwochabend nicht ändern.

Genausowenig wie die Einstellung von Markus Söder. Der bayrische Ministerpräsident war Sandra Maischberger live aus Nürnberg zugeschaltet und kannte wie gewohnt nur ein Thema: Bayern und seine (angebliche) Vormachtstellung vor dem Rest Deutschlands.

Maischberger: DIESE Frage entlarvt Markus Söder

Besonders eine Frage entlarvte Markus Söder in seiner Bayern-Lobhudelei.

So fragte Sandra Maischberger, warum denn immer noch ein Überbietungswettbewerb zwischen den Bundesländern stattfinden muss. Eine klare Anspielung auf die Differenzen Söders mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

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Die Gäste bei „Maischberger – die Woche“:

  • Markus Söder, CSU (Ministerpräsident Bayern)
  • Claus Ruhe Madsen (Oberbürgermeister Rostock)
  • Jörg Meuthen, AfD (Bundesvorsitzender)
  • Lamya Kaddor (Autorin und Kolumnistin, t-online)
  • Werner Bartens (Wissenschaftsjournalist)
  • Christiane Hoffmann („Spiegel“-Autorin)

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Markus Söder hätte staatsmännisch antworten können, aber...

Nun ist wohl allseits bekannt, dass es die Aufgabe eines Ministerpräsidenten ist, sein eigenes Land würdig zu vertreten. Kaum einer beherrscht das so wie Markus Söder. Für ihn scheint Bayern Gottes Geschenk an die Menschheit, der Himmel auf Erden, das Land, in dem jeder einmal (oder besser öfter) Urlaub machen sollte, und auch das Bundesland, das mit der Krise am besten umgehe.

Und begab sich mit dieser Einstellung wieder einmal auf Konfrontationskurs zu den Kollegen nördlich der bayrischen Hemisphäre.

„An dieser Stelle müssten sie jemand anderen einladen als mich. Dann müssten sie Ministerpräsidenten einladen, die das recht rasch und auch viel schneller als Bayern gemacht haben“, nörgelte er sich in Rage.

Markus Söder will einzig und allein...

„Bei uns sind die Freibäder eben nicht geöffnet. Ich habe genau diesen konsequenten Ansatz verfolgt. Mir war wichtig, eines nach dem anderen zu machen. Genauso haben wir es getan. Wir haben deutlich später als alle anderen Garten- und Baumärkte geöffnet. Wir haben Geschäfte später geöffnet, wir haben Biergärten später geöffnet, zum Teil zwei Wochen als andere. Die Innengastronomie erst nächste Woche. Auch Hotels später als andere.

Wir gehen genau diesen Schritt, sodass wir immer beobachten können: Führt eine Lockerung zu einem dramatischen Anstieg, den wir auf keinen Fall wollen, oder zu einer Überlastung des Gesundheitssystems? Deswegen ist der Weg, den wir gehen, auch einige andere Länder wie Baden-Württemberg in der Situation vertretbar. Das überstürzte Vorgehen ist falsch, da haben sie recht, aber den Schuh müssen wir uns nicht anziehen.“

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Söder schießt erneut gegen Laschet

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Markus Söder moralisch über andere Ministerpräsidenten stellt, vermutlich wird es auch nicht das letzte Mal sein.

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Und auch wenn Markus Söder es nicht direkt ausspricht. Der Konflikt mit Armin Laschet sticht klar heraus. Dessen Umgang mit der Krise ist Markus Söder schon seit Wochen ein Dorn im Auge. Er nannte das Vorgehen des NRW-Oberhaupts „überstolpert“, warf ihm sogar „Experimente mit der Gesundheit“ vor. Söders Antwort zeigt aber auch, dass er klar hinter seinem, dem bayrischen Weg steht.

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Die Umfragen geben ihm Recht. Eine große Mehrheit sehen ihn als den Gewinner der Krise. Vielleicht sogar als neuen Kanzlerkandidaten?