Corona: Lockdown im Kreis Warendorf aufgehoben! Laschet: „Zahlen stimmen zuversichtlich“

NRW-Behörden ordnen Corona-Lockdown in Kreisen Gütersloh und Warendorf an

Erstmals sind in zwei deutschen Landkreisen die Corona-Lockerungen der vergangenen Wochen wieder in weiten Teilen zurückgenommen worden: Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh und gestiegenen Infektionszahlen auch im Nachbarkreis Warendorf gelten in beiden Kreisen nun erneut weitgehend Beschränkungen des öffentlichen Lebens wie zuletzt im März.

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Die Gefahr ist immer noch nicht gebannt. Die Corona-Pandemie beherrscht seit Monaten unseren Alltag – trotz vieler Lockerung, trotz vergleichsweise geringer Infektionszahlen in Deutschland. Normalität wird es wohl ohne einen Impfstoff nicht geben.

Über zehn Millionen Menschen weltweit haben sich mit Corona infiziert, in Deutschland über 190.000. Beinahe 9.000 Menschen starben durch Covid-19 in der Bundesrepublik. Ein neuer Hotspot der Infektionen ist beim Fleischbetrieb Tönnies in NRW entstanden. Doch das Coronavirus greift auch in anderen Bundesländern um sich.

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Montag, 29. Juni

15.30 Uhr: Laschet warnt vor Stigmatisierung von Güterslohern: „Dürfen uns nicht spalten lassen“

Laschet hat zudem vor einer Stigmatisierung von Menschen aus dem Kreis Gütersloh. Laschet am Montag: „Dafür gibt es überhaupt keinen Grund, weil das Virus kaum in der Bevölkerung verbreitet ist. Wir dürfen uns nicht spalten lassen. Ich habe auch mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz über seine Reisewarnung für NRW gesprochen, er wird sie in Kürze aufheben.“

15.00 Uhr: Lockdown im Kreis Warendorf aufgehoben!

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat am Montag in Düsseldorf die Corona-Situation in den Kreisen Gütersloh und Warendorf erörtert. Die bisherigen Testergebnisse würden zuversichtlich stimmen. Laschet: „Es ist uns durch unsere schnellen Eindämmungen gelungen, den Ausbruch des Virus örtlich zu begrenzen.“

So sei im Kreis Warendorf kein Eintrag des Virus in die Bevölkerung festzustellen, im Kreis Gütersloh laut Laschet „nur klein“. Dort sei das im Wesentlichen auf den Ausbruch in der Tönnies-Fleischerei zurückzuführen. Deshalb werde der Lockdown im Kreis Gütersloh „aus Vorsicht“ um eine Woche verlängert bis zum 6. Juli verlängert.

Dagegen werde der Lockdown im Kreis Warendorf nicht verlängert, dort läuft er planmäßig am 30. Juni aus.

Donnerstag, 25. Juni

10.00 Uhr: Aus Gütersloh und Warendorf in den Urlaub? – Dann brauchst du DAS

Wegen des Corona-Ausbruchs beim Fleischproduzenten Tönnies schließen am Donnerstag die Schulen im Kreis Warendorf. Im benachbarten Kreis Gütersloh sind sie schon seit einigen Tagen zu. Auch Kitas sind nun geschlossen. In den Urlaub können viele Menschen aus den Gebieten auch nicht so leicht entfliehen: In mehreren beliebten Regionen im In- und Ausland werden negative Tests von ihnen gefordert. Aus einigen Ländern hieß es hingegen, Touristen aus ganz Deutschland seien willkommen.

Der Andrang auf die Corona-Testzentren dürfte in beiden Kreisen wie schon am Mittwoch deswegen am Donnerstag groß sein. Wer keine Corona-Symptome hat, kann sich zudem ab sofort auch bei seinem Hausarzt auf das Virus testen lassen. Das hatte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf den Weg gebracht. Bevorzugt getestet werden sollen Menschen, die bald verreisen wollen.

Beschränkungen für Touristen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf sprachen beispielsweise Niedersachsen, Bayern und Schleswig-Holstein aus. So wird in der Regel ein aktueller negativer Corona-Test benötigt, um ganz normal dort zu übernachten.

So beschloss das Landeskabinett in Schleswig-Holstein am Mittwoch Quarantäneregeln für Reisende aus Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh. Diese treten ab Donnerstag in Kraft. Die Betroffenen müssen unverzüglich nach der Einreise in ihre Wohnung oder in eine andere geeignete Unterkunft, um sich dort 14 Tage lang zu isolieren - oder einen negativen Coronatest vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

(DER WESTEN mit dpa)

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