Supermarkt: Dieses Produkt wird es SO bald nicht mehr bei Rewe und Co. geben – aus einem wichtigen Grund

Uncle Ben's ändert sein Logo. Die Produkte wirst du so also nicht mehr wie gewohnt im Supermarkt finden. (Symbolbild)
Uncle Ben's ändert sein Logo. Die Produkte wirst du so also nicht mehr wie gewohnt im Supermarkt finden. (Symbolbild)
Foto: imago images / Panthermedia

Historische Änderung bei Uncle Ben's! Es ist ein Logo, das die meisten sicher schon aus ihrer Kindheit kennen. Ein freundlicher älterer Mann lächelt von einer Reispackung direkt ins Gesicht des Kunden. Doch so wird „Uncle Ben's“ bald nicht mehr aussehen.

Offenbar sieht das Logo der beliebten Reismarke im Supermarkt bald ganz anders aus. Denn angesichts der aktuellen Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA hat sich der US-Lebensmittelkonzern Mars, dem „Uncle Ben's“ seit 1946 gehört, entschieden, dass die Marke in ihrer aktuellen Form nicht mehr zeitgemäß sei.

Supermarkt: Reismarke Uncle Ben's soll zeitgemäßer werden

Am Mittwoch teilte Mars mit, dass man die Reismarke Uncle Ben's „weiterentwickeln“ wolle. Der Konzern erklärte, dass er beim Bemühen, rassistische Vorurteile und Ungerechtigkeiten zu beenden, Haltung zeigen wolle. Als globaler Konzern habe man schließlich eine große Verantwortung.

Was genau an der Marke geändert werde, sei noch nicht klar. Mars ziehe alle Möglichkeiten in Betracht. „Rassismus hat keinen Platz in der Gesellschaft“, so der Konzern.

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Seit den 1980er-Jahren verkauft „Uncle Ben's“ seinen Reis in Kochbeuteln. Ein Jahrzehnt später wurden auch Saucen unter dem Markennamen angeboten. Seit einigen Jahren gibt es zudem auch Fertiggerichte von „Uncle Ben's“.

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Das ist Uncle Ben's:

  • Früherer Lebensmittelhersteller
  • Heute eine Marke des Konzerns Mars Incorporated
  • Uncle Ben's war lange auf Reis spezialisiert
  • Seit den 1990er Jahren kamen Saucen zur Produktpalette hinzu

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Auch Pepsi verändert in der aktuellen Rassismus-Debatte einige Produkte

Auch der US-Getränke- und Lebensmittelriese Pepsi gibt seiner Marke „Aunt Jemima“ nach Rassismus-Vorwürfen einen neuen Anstrich. Die Produktpalette von „Aunt Jemima“ umfasst vor allem Backmischungen für Frühstückspfannkuchen und Sirup. Die Ursprünge der über 130 Jahre alten Marke basierten auf Rassen-Stereotypen, räumte Marketingchefin Kristin Kroepfl von der Pepsi-Tochter Quaker Foods am Mittwoch ein. Kritiker stören sich vor allem am Logo, das in ihren Augen klischeehaft eine schwarze Frau als Maskottchen im Stil einer freundlichen Dienerin abbildet.

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Protestwelle gegen Rassismus setzt Unternehmen unter Druck

Pepsi will nun die Verpackung und den Markennamen ändern. Der Neustart mit verändertem Logo und Namen soll im vierten Quartal erfolgen. Angesichts der aktuellen Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA geraten auch Unternehmen stärker unter Druck, sich dem gesellschaftlichen Wandel anzupassen.

„Wir müssen einen intensiven Blick auf unsere Marken werfen und sicherstellen, dass sie unsere Werte widerspiegeln und die Kundenerwartungen erfüllen“, so Quaker-Managerin Kroepfl. (at, mit dpa)