Corona: Neuer Höchststand an Neuinfektionen in den USA

Corona: An den vergangenen Wochenenden waren die Ausgehmeilen in Düsseldorf und Köln teilweise völlig überfüllt.
Corona: An den vergangenen Wochenenden waren die Ausgehmeilen in Düsseldorf und Köln teilweise völlig überfüllt.
Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Die Corona-Pandemie beherrscht schon seit Monaten unseren Alltag. Und viele sind sich sicher: Ohne einen Impfstoff wird es Normalität wohl nicht so schnell geben.

Über 10,4 Millionen Menschen weltweit haben sich mit Corona infiziert, mehr als eine halbe Millionen sind gestorben. Allein in Deutschland haben sich über 195.000 infiziert, mehr als 9.000 Menschen starben in der Bundesrepublik an den Folgen von Covid-19.

Vor allem das Bundesland NRW muss einen harten Rückschlag hinnehmen. Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies gibt es nun einen erneuten Lockdown.

Doch das Coronavirus greift auch in anderen Bundesländern um sich.

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Freitag, 3. Juli:

20.58 Uhr: So wollen Düsseldorf und Köln gegen dichte Menschenmassen vorgehen

In der Düsseldorfer Altstadt setzen die Verantwortlichen auf ein Bündel von Maßnahmen, um ein Wiederaufflammen der Corona-Pandemie zu verhindern. In den vergangenen Wochen hatte die Polizei wegen dichter Menschenansammlungen mehrfach Teile der Altstadt räumen müssen. In Köln will man auf Platzsperren vorerst verzichten, die Lage aber im Blick behalten.

In Düsseldorf sollen nun Banner an die Verantwortung der Altstadtgäste appellieren: „Unsere Altstadt - mit Abstand mein Lieblingsort“. Auf der Freitreppe am Burgplatz werden 1,5 Meter breite Streifen aufgemalt und mit Abstandspfeilen versehen, teilte die Stadt am Freitag mit.

Wird die beliebte Treppe dennoch zu stark bevölkert, kann die Polizei sie taghell zu beleuchten, und die Nachtschwärmer so zu vergraulen. In der Kurzen Straße verzichtet eine beliebte Hausbrauerei auf den Außer-Haus-Verkauf von Getränken. Dort war es zu besonders dichtem Gedränge gekommen.

Die Terrassen sollen dafür eine Stunde länger öffnen dürfen: Bis 1.00 Uhr nachts. „Nach den Einschränkungen wegen Corona haben die Menschen ein erhöhtes Bedürfnis nach Geselligkeit“, so Oberbürgermeiser Thomas Geisel (SPD). „Aber das Coronavirus ist noch nicht besiegt, und wenn es nicht zu einem erneuten Lockdown kommen soll, müssen sich alle an gewisse Spielregeln halten.“

Trotz etlicher Verstöße gegen die Corona-Regeln sieht Köln vorerst von weiteren Sperren für beliebte Plätze in der Stadt ab. Dennoch behalte man die Hotspots natürlich im Blick und werde im Zweifel auch noch anders entscheiden, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) nach einer Sitzung des Krisenstabes am Freitag. Sie appellierte an die Bürger, die Abstandsregeln „bitte, bitte“ einzuhalten. „Es verhalten sich immer mehr Menschen so, als wäre die Pandemie schon beendet“, sagte Reker. „Und das ist gefährlich.“

In Köln hatte es unter anderem am Wochenende bei gutem Wetter größere Menschenansammlungen gegeben. Aktuell gilt ein sogenanntes Verweilverbot für den Brüsseler Platz im angesagten Belgischen Viertel. Der Grund: Wiederholt hatten sich so viele Menschen gesammelt, dass es kaum möglich war, die Abstandsregeln einzuhalten.

Weitere Platzsperren seien grundsätzlich möglich. „Wir haben Pläne in der Schublade, um auch den Stadtgarten abzusperren“, sagte der Leiter des Kölner Ordnungsamtes, Wolfgang Büscher. Ähnliches gelte für andere Orte. Zudem richte sich die Behörde darauf ein, notfalls die bei der CSD-Community beliebte Schaafenstraße „im Zweifel“ räumen zu müssen. Am Wochenende hätte eigentlich die Parade zum Christopher Street Day (CSD) stattfinden sollen, sie wurde aber verschoben.

13.15 Uhr: Wirkstoff Remdesivir zur Coronabekämpfung zugelassen

Der Wirkstoff Remdesivir wurde zur Behandlung schwerer Covid-19-Erkrankungen in der EU zugelassen. Das hat die EU-Kommission am Freitag bekanntgegeben. Das Mittel gilt als eines der wenigen, das Krankenhausaufenthalte wirksam verkürzen kann. Es wird empfohlen, dass Patienten ab dem zwölften Lebensjahr das Mittel erhalten.

12.24 Uhr: Neuer Höchststand an Neuinfektionen in den USA - Über 50.000 Neuinfizierte

Die USA verzeichnen laut Zahlen der Johns-Hopkins-Universität den dritten Tag in Folge einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. Rund 52 300 Menschen sind demnach am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden. Erst tags zuvor hatten die USA erstmals die Grenze von täglich 50 000 Neuinfektionen überschritten. Noch Mitte Juni waren rund halb so viele Fälle gemeldet worden.

Insbesondere die südlichen Bundesstaaten sind derzeit von der Pandemie betroffen. Florida hat mit über 10 000 neuen Fällen einen neuen Rekordwert erreicht, ebenso das nördlich an Florida grenzende Georgia mit 3500 Fällen. Auch in Kalifornien oder Texas bleibt die Infektionslage angespannt. Mindestens 20 Bundesstaaten haben nach Berechnung von US-Medien die phasenweise Wiedereröffnung der Wirtschaft gebremst, pausiert oder Lockerungen gar zurückgenommen.

Insgesamt wurden in den USA mit seinen mehr als 320 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie mehr als 2,7 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Fast 130 000 Menschen starben an oder mit dem Virus.

10.45 Uhr: Dramatischer Ausbruch in Florida

Auch in den USA steigen die Zahlen immer weiter. Besonders der Bundesstaat Florida ist schwer betroffen. Der „Sunshine State“ zählt derzeit 160.000 Infektionen und 3550 Todesopfer. Allein am vergangenen Donnerstag wurden 10.000 neue Fälle registriert.

7.48 Uhr: Zweite Corona-Welle? HIER ist es laut RKI bereits soweit

„Das Schlimmste wird noch kommen“, lautet die Warnung von Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Chef der Weltgesundheitsorganisation. Wie die „WAZ“ berichtet, ist die gefürchtete zweite Infektionswelle in einem Land offenbar schon Realität.

Im Iran gibt es die zweite Corona-Welle laut RKI-Chef Wieler bereits. Die Regierung droht bereits mit einem zweiten Lockdown. Offiziell gemeldet sind mehr als 232.000 Infizierte und über 11.100 Todesfälle. Doch selbst ein Gutachten des iranischen Parlaments geht von Zahlen aus, die zum teil zehnmal so hoch sind.

Donnerstag, 2. Juli:

13.15 Uhr: Frau trägt bei 38-Stunden-Geburt durchgehend Schutzmaske

Über kaum ein Thema wird so gestritten wie über Schutzmasken. Die einen bezweifeln die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen oder beschweren sich darüber, keine Luft zu bekommen, während Mediziner immer wieder auf den Infektionsschutz hinweisen. Eine werdende Mutter in den USA hat nun echtes Durchhaltevermögen bewiesen, wie Good Morning America berichtet.

Während der Geburt ihres Kindes trug sie im Krankenhaus konsequent eine Maske - für 38 Stunden. „Wenn ich während 38 Stunden Wehen, Kaiserschnitt und Genesung eine Maske tragen kann... kannst du das eine Stunde lang tun, während du zum Lebensmittelgeschäft läufst und/oder andere Besorgungen machst“, schrieb Jai Kershner auf Twitter. Den Post versah sie zudem mit dem hashtag #WearADamnMask (Trag eine verdammte Maske).

13.07 Uhr: Österreich nimmt Reisewarnung für NRW-Kreis zurück

Österreich hat die corona-bedingte Reisewarnung für den Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen zurückgenommen. Die am Donnerstag aktualisierten Hinweise des österreichischen Außenministeriums verweisen jetzt nur noch für den Kreis Gütersloh auf „eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5)“ aufgrund erhöhter Infektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies. Eine generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen hatte die österreichische Regierung bereits zu Wochenbeginn aufgehoben.

11.42 Uhr: Bundestag beschließt neue Schulden in Milliardenhöhe für Konjunkturpaket

Der Bundestag hat am Donnerstag den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind für 2020 nun insgesamt neue Schulden in Höhe von 217,8 Milliarden Euro.

07:28 Uhr: Ehepartner sterben wenige Minuten nacheinander nach Corona-Infektion

Zwischen den gigantischen Zahlen von Corona-Infizierten und Toten gehen die traurigen Einzelschicksale immer wieder verloren. Denn hinter jeder Zahl steht natürlich auch ein ganz eigenes Leben, eine eigene Geschichte. Einen besonders traurigetrauriger Moment hat sich zuletzt in Texas abgespielt.

Dort starben eine Ehemann und seine Frau (79 und 80 Jahre) nur wenige Minuten nacheinander am Coronavirus. Beide waren auf der Intensivstation und hatten sich gegen Beatmungsgeräte entschieden. Kurz vor ihrem Ableben stellten die Krankenschwestern die Betten der beiden zusammen und legten ihre Hände zusammen. Der Mann habe daraufhin "seine Augen geöffnet, seine Augenbrauen hochgezogen und versucht, zu ihrer Seite zu schauen". 20 Minuten später starb die 80-Jährige, eine halbe Stunde später ihr Ehemann. 53 Jahre waren beide verheiratet.

Mittwoch, 1. Juli:

22.19 Uhr: 460 Neuinfektionen in Deutschland - nur DIESES Bundesland bleibt verschont

Am Mittoch sind in Deutschland 460 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der Gesamtinfektionen auf 194.795. Akut infiziert sind den Behörden nach derzeit 7597 Personen. Das vermeldet „ntv“. Das einzige Bundesland, das am Mittwoch keine Neuinfizierung meldete war Mecklenburg-Vorpommern.

17.53 Uhr: Wegen Coronaausbruch werden in Österreich wieder Schulen und Kitas geschlossen

Fast zeitgleich mit neuen Lockerungsschritten kommt es in Österreich wegen eines Corona-Clusters zu regionalen Einschränkungen. Im Raum Linz in Oberösterreich würden von Freitag an für eine Woche die Schulen, Kindergärten und Horte wieder für eine Woche geschlossen, sagte Ministerpräsident Thomas Stelzer (ÖVP) am Mittwoch in Linz. Außerdem werde eindringlich an alle Bürger in der Region appelliert, in geschlossenen Räumen wieder Masken zu tragen und Veranstaltungen möglichst zu meiden.

Das Bundesland reagiert damit auf einen deutlichen Anstieg der Coronainfektionen. Der Cluster sei nach bisherigen Erkenntnissen auf das Umfeld einer Freikirche zurückzuführen, so Stelzer. Einige Großfamilien mit mehreren Kindern hätten das Coronavirus verbreitet. Sie seien in Quarantäne. Die Polizei werde bei der Suche nach Kontaktpersonen helfen, hieß es.

Insgesamt wurden in Österreich binnen 24 Stunden laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) 107 neue Coronafälle gemeldet. Das ist die höchste Zahl seit Mitte April. Die meisten gingen auf das Konto des Clusters in Oberösterreich. Es sei ein regionales Feuer und kein Flächenbrand, so Anschober. In Österreich sind aktuell rund 680 Menschen infiziert, etwa 60 sind in Kliniken, sechs davon auf der Intensivstation.

16.47 Uhr: Impfstoff-Hammer! Erste Test zeigen...

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer haben erste Ergebnisse ihrer Tests in den USA für einen Impfstoff gegen das neue Coronavirus als „ermutigend“ bezeichnet. Bei allen 24 Probanden, denen bei jeweils zwei Injektionen der Wirkstoffkandidat verabreicht worden war, seien nach vier Wochen Antikörper gegen Sars-CoV-2 festgestellt worden, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit. Schwerwiegende Nebenwirkungen seien bei dem Wirkstoff nicht festgestellt worden. Biontech-Mitbegründer und -chef Ugur Sahin nannte die vorläufigen Daten sehr ermutigend. Sie zeigten, dass der Impfstoffkandidat „eine Immunantwort mit neutralisierenden Antikörpern im Menschen induzieren kann“.

Außer in den USA testet Biontech auch potenzielle Impfstoffe in Deutschland. Es hatte hierzulande als erstes Unternehmen die Genehmigung des Paul-Ehrlich-Instituts bekommen.

13.19 Uhr: NRW stellt 185 Millionen Euro für Künstler- und Kulturszene bereit

Das Land NRW hat ein „Kultur-Stärkungspaket“ in Höhe von 185 Millionen für Künstler und Kultureinrichtungen im Bundesland beschlossen. Das Millionenpaket teilt sich in ein Stipendien- und ein Kulturstärkungsfonds auf. Das gaben Ministerpräsident Armin Laschet und Kulturministerin Yvonne Pfeiffer-Poensgen auf einer Pressekonferenz bekannt. Demnach ist das Stipendienprogramm 105 Millionen Euro schwer – das soll rund 15.000 Stipendien in Höhe von 7000 Euro entsprechen. So sollen Künstler „ihre Arbeit auch unter aktuellen Bedingungen fortführen können“, so CDU-Politiker Armin Laschet.

Denn es handele sich bei den Künstlern um Menschen, die ihre kreative Arbeit weiter der Gesellschaft bereitstellen wollen – wenn diese entsprechende Pläne vorlegen, könne sie in das Programm falllen. 80 Millionen Euro sollen den Kultureinrichtungen zu Gute kommen, die zum Beispiel hohe Einbuße bei den Ticket-Verkäufen verzeichen mussten. Der Ministerpräsident betonte, dass in einer Zeit, in der die Gesellschaft vor einer Spaltung steht, Kultur wichtiger denn je sei. Wie konkret die Ausschreibung und Beantragung der Gelder aussehen soll, wird laut Pfeiffer-Poensgen „mit Hochdruck“ von der Landesregierung erarbeitet.

10.20 Uhr: Arbeitslosigkeit steigt weiter an

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist wegen der Folgen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren 2,853 Millionen Menschen ohne Job, 40 000 mehr als noch im Mai und 637 000 mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Normalerweise sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Juni am Ende der Frühjahrsbelebung saisonbedingt.

Im April sei der höchste jemals erreichte Stand an Kurzarbeitern in der Bundesrepublik erreicht worden, so die Bundesagentur bei der Vorlage ihrer Monatsstatistik. Demnach waren im April 6,83 Millionen Menschen in Kurzarbeit, nach 2,49 Millionen, die noch im März gemessen wurden. Insgesamt haben in der Corona-Krise inzwischen Betriebe für mehr als 12 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet.

7.10 Uhr: Trump kauft der Welt Corona-Medikament weg

Wie der britische „Guardian“ berichtet, haben die USA die weltweiten Bestände des möglichen Corona-Medikaments Remdesivir aufgekauft. Für die nächsten drei Monate wird es demnach keinem anderen Land möglich sein, an das Mittel zu gelangen.

Remdisivir war das erste Medikament, dass von den US-Behörden beim Einsatz gegen Corona lizensiert wurde. Es hilft Menschen mit Corona-Erkrankung, sich schneller wieder davon zu erholen. Ursprünglich war Remdisivir als Ebola-Medikament entwickelt worden.

Dienstag, 30. Juni:

21.00 Uhr: Über 18.000 Neuinfektionen in Indien – innerhalb von 24 Stunden!

Heftiger Corona-Ausbruch in Indien! Die Zahl der Neuinfektionen hat sich innerhalb von 24 Stunden um über 18.500 erhöht. Laut Gesundheitsministerium liegt jetzt die Gesamtzahl der Infizierten bei etwa 550.000. Nur die USA, Brasilien und Russland haben mehr Corona-Fälle auf der Welt.

18.30 Uhr: Touristen aus Gütersloh werden in Österreich von Mobil-Teams kontrolliert

Das österreichische Gesundheitsministerium hat am Dienstag erklärt, dass Reisende aus dem Kreis Gütersloh durch mobile Teams kontrolliert würden. Die regionalen Gesundheitsbehörden kontrollierten gemeinsam mit der Polizei in Grenznähe und an Flughäfen die Einhaltung der Einreisebestimmungen. Für Menschen aus dem Kreis Gütersloh ist für die Einreise nach Österreich dringend ein negativer Corona-Test vorgeschrieben.


Liege kein Gesundheitszeugnis vor, müsse die Person in 14-tägige selbstüberwachte Quarantäne, die selbst zu organisieren sei und deren Kosten selbst zu tragen seien, hieß es. Wenn jemand keine Möglichkeit zur selbstüberwachten Quarantäne in einer geeigneten Unterkunft habe, dürfe er nicht einreisen.

16.05 Uhr: EU hebt Einreiseverbot für 15 Drittstaaten auf

Die EU-Staaten haben sich auf eine Aufhebung der wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreiseverbote für 15 Drittstaaten vom 1. Juli an verständigt. Wie der EU-Rat am Dienstag mitteilte, gilt bei China allerdings als zusätzliche Bedingung, dass das Land seinen Einreisestopp für EU-Bürger beendet. Bestehen blieben die Einreiseverbote für Staaten mit weiter hohen Infektionszahlen wie die USA, Brasilien und Russland.

13.46 Uhr: Corona-Home-Office sorgt für Probleme bei Internetriese

Seit Monaten arbeiten Millionen Menschen in Europa im Home Office. Gut Möglich, dass sich diese Auslastung nun auf das technische Angebot vom Internetriesen Microsoft ausgewirkt hat. Beim Kommunikationsangebot „Microsoft Teams“ gab es am Dienstagmittag nämlich massive Störungen. Auch andere Dienste von Microsoft sind betroffen.

Viele Nutzer meldeten am Dienstagmittag Probleme über die Webseite „allestörungen.de". Aktuell scheint Microsoft Teams mit massiven Problemen zu kämpfen. Auch die Microsoft-Dienste Outlook und Office 365 sind betroffen. „Bei allestörungen.de" werden die Probleme bundesweit vermeldet.

11.53 Uhr: Landesbürgschaft für Schalke 04? Laschet stellt klar: „Erwäge keine Landesbürgschaft“

Auf der Pressekonferenz der NRW-Landesregierung hat Ministerpräsident Armin Laschet jetzt auch deutlich dementiert, dass er die Bürgschaft für einen millionenschweren Kredit des FC Schalke 04 übernehmen will.

11.27 Uhr: Armin Laschet mit drastischen Ansagen zur Masken- und Abstandspflicht

„Ich würde Stand jetzt sagen, dass die Masken- und Abstandspflicht über den 15. Juli hinaus bleibt", sagt Ministerpräsident Armin Laschet auf der Landespressekonferenz. Das sei die wichtigste Vorkehrung, die man derzeit treffen könne. Alle weiteren Entscheidungen zu Großveranstaltungen müsse man später diskutieren. Aber "Masken- und Abstandspflicht bleiben“.

10.04 Uhr: WHO warnt! Corona-Pandemie noch längst nicht vorbei

Sechs Monate nach ersten Meldungen über das neue Coronavirus im chinesischen Wuhan - und weltweit inzwischen mehr als 10 Millionen Infektionen - ist die Pandemie nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch lange nicht beendet. „Wir alle wollen, dass dies vorbei ist, wir alle wollen mit unserem Leben weitermachen. Aber die harte Realität ist: Es ist noch nicht einmal annähernd vorbei“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf einer Pressekonferenz am Montagabend.

Mit Blick auf das Ausmaß der Pandemie mit inzwischen mehr als 500 000 Todesfällen sagte er: „Dies hätte mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden können.“ Tedros forderte die Länder auf zu testen, soziale Kontakte zurückzuverfolgen und Quarantäneregeln zu verhängen.

Verantwortlich für das Ausmaß der Corona-Pandemie sind nach Tedros Einschätzung Versäumnisse bei der Umsetzung grundlegender Gegenmaßnahmen sowie eine mangelnde Einheit innerhalb und zwischen Ländern. „Das Schlimmste wird noch kommen“, sofern dieses politische Problem nicht angegangen wird, sagte der WHO-Chef. „Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln und dieses gefährliche Virus gemeinsam bekämpfen.“

07.18 Uhr: USA macht Lockerungen teilweise rückgängig

Während hierzulande in einigen Bundesländern die Ferien bereits begonnen und sich Familien auf den Weg in den Sommerurlaub gemacht haben, sind die Zahlen der Neuinfektionen in den USA wieder gestiegen. Das hat Konsequenzen: Zahlreiche US-Bundesstaaten machen die Lockerungen wieder rückgängig, Bars, Kinos und Strände werden vielerorts geschlossen.

Unter anderem Kalifornien und Arizona sind betroffen - ausgerechnet am langen Wochenende des 4. Juli, dem Nationalfeiertag in den USA.

Montag, 29. Juni:

15.58 Uhr: Maskenpflicht in NRW verlängert

Die aktuellen Regelungen der Coronaschutzverordnung in NRW werden um weitere zwei Wochen bis mindestens zum 15. Juli 2020 verlängert. Das teilte die Landesregierung am Montag mit. Dazu gehört unter anderem die Maskenpflicht für bestimmte Bereiche. Zudem dürfen sich im öffentlichen Raum nur zehn Menschen treffen, wenn das Abstandsgebot nicht eingehalten wird.

15.30 Uhr: Laschet warnt vor Stigmatisierung von Güterslohern: „Dürfen uns nicht spalten lassen“

Laschet hat zudem vor einer Stigmatisierung von Menschen aus dem Kreis Gütersloh. Laschet am Montag: „Dafür gibt es überhaupt keinen Grund, weil das Virus kaum in der Bevölkerung verbreitet ist. Wir dürfen uns nicht spalten lassen. Ich habe auch mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz über seine Reisewarnung für NRW gesprochen, er wird sie in Kürze aufheben.“

15.00 Uhr: Lockdown im Kreis Warendorf aufgehoben!

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat am Montag in Düsseldorf die Corona-Situation in den Kreisen Gütersloh und Warendorf erörtert. Die bisherigen Testergebnisse würden zuversichtlich stimmen. Laschet: „Es ist uns durch unsere schnellen Eindämmungen gelungen, den Ausbruch des Virus örtlich zu begrenzen.“

So sei im Kreis Warendorf kein Eintrag des Virus in die Bevölkerung festzustellen, im Kreis Gütersloh laut Laschet „nur klein“. Dort sei das im Wesentlichen auf den Ausbruch in der Tönnies-Fleischerei zurückzuführen. Deshalb werde der Lockdown im Kreis Gütersloh „aus Vorsicht“ um eine Woche verlängert bis zum 6. Juli verlängert.

Dagegen werde der Lockdown im Kreis Warendorf nicht verlängert, dort läuft er planmäßig am 30. Juni aus.

12.52 Uhr: Werden die Coronamaßnahmen in NRW verlängert?

Noch gelten die aktuellen Coronaverordnungen in NRW bis zum 30. Juni. Ab 1. Juli könnten neue Regeln in Kraft treten. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird am Montagnachmittag über neue Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus' informieren.

Wie RP online bereits im Vorhinein berichtet, könnte die bisherige Verordnung unverändert beibehalten werden. Dann solle auch die Maskenpflicht weiterhin gelten.

8.16 Uhr: Reiselockerung für den Kreis Gütersloh - Österreich erlaubt jetzt DAS

Bürger aus dem nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh dürfen bis auf Weiteres nur mit einem negativen Coronavirus-Test nach Österreich einreisen. Das kündigte der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Sonntagabend im ORF-Fernsehen an. Der Test dürfe nicht älter als 48 Stunden sein.
Dagegen brauchen nach Angaben der österreichischen Regierung Bürger aus dem an Gütersloh angrenzenden Kreis Warendorf für die Einreise keinen negativen Corona-Test, da sich dort die Zahl der Infektionsfälle deutlich besser entwickelt habe.
Zugleich hob Österreich seine allgemeine Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen mit Wirkung zu Mitternacht in der Nacht zum Montag auf, wie die für Tourismus zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger in der Internetsendung „Bild live“ sagte. Die Warnung gilt nach ihren Angaben nur noch für den Kreis Gütersloh.
Wegen des massiven Coronavirus-Ausbruchs unter Mitarbeitern des Fleischkonzerns Tönnies gelten seit Mittwoch für die insgesamt rund 640.000 Menschen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf wieder verschärfe Corona-Auflagen. Zuletzt stieg im Kreis Gütersloh auch die Zahl der positiven Tests unter Menschen, die nichts mit Tönnies zu tun haben.
Zwischen dem 20. und 27. Juni wurden 107 Menschen positiv auf den neuartigen Erreger getestet, die keinen Bezug zu dem Fleischunternehmen haben, wie der Kreis am Sonntagabend mitteilte. Die Mehrzahl dieser Menschen hat den Angaben zufolge keine Symptome. Der Anstieg der verzeichneten Ansteckungsfälle sei vermutlich durch die starke Ausweitung der Tests bedingt.

07.18 Uhr: 500.000 Tote weltweit

Weltweit haben sich mittlerweile mehr als zehn Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, eine halbe Million Menschen ist an den Folgen der Infektion gestorben. Das ergaben Zählungen der Nachrichtenagentur AFP. In Deutschland hat das RKI 262 Neuinfektionen gezählt.

(DER WESTEN mit dpa)

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