Immer mehr Corona-Fälle in Deutschland ++ Weltweit schon über 750.000 Todesopfer

Die Zahl der Corona-Infizierten und -Toten steigt weltweit immer weiter an. (Symbolfoto)
Die Zahl der Corona-Infizierten und -Toten steigt weltweit immer weiter an. (Symbolfoto)
Foto: imago images / ZUMA Wire

Rund 20,8 Millionen Menschen weltweit haben sich mit Corona infiziert, über 750.000 sind an den Folgen gestorben. Allein in Deutschland haben sich über 220.000 infiziert, 9.217 Menschen starben in der Bundesrepublik an den Folgen von Covid-19.

Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten
Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten

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Donnerstag, 13. August

22.00 Uhr: Immer mehr Infektionen in Deutschland

Die Zahl der Corona-Infektionen in Berlin ist auf mehr als 10.000 gestiegen. 131 Fälle kamen im Vergleich zum Vortag hinzu, insgesamt sind es jetzt 10.106, wie die Gesundheitsverwaltung am Donnerstagabend mitteilte.

Auch im Saarland ist die Zahl der Infizierten gestiegen, um 13 auf 2.945. Zurzeit werden sechs Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, drei davon intensivmedizinisch, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte.

In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Corona-Infizierten um 30 gestiegen. Wie die Landesregierung am Donnerstag mitteilte, wurden bisher insgesamt 3.744 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben 158 Menschen.

19.45 Uhr: Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg steigt

Die Zahl der Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 38.273 gestiegen. Das sind 108 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium in Stuttgart am Donnerstag mitteilte. Derzeit seien geschätzt 1.193 Menschen im Land infiziert. Die Zahl der Todesfälle lag weiter bei 1.859.

19.00 Uhr: WHO: Mindestens 100 Milliarden Dollar gegen Corona nötig

Die Welt muss nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 100 Milliarden Dollar für neue Instrumente im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie aufwenden. Das sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bruce Aylward, Sonderberater des WHO-Generaldirektors, ergänzt, dass Impfstoffe möglicherweise nicht wirkten. Deshalb seien andere Hilfsmittel wie Medikamente und eine bessere Diagnostik notwendig.

12.01 Uhr: Tui-Chef macht überraschende Ansage

Bei Tui haben die meisten Kunden, die wegen der Corona-Risiken ihre Reise absagten, ihr Geld inzwischen erstattet bekommen. „Bis Ende Juli war weitgehend alles zurückgezahlt“, sagte Konzernchef Fritz Joussen am Donnerstag. Es sei aber erfreulich, dass sich viele Urlauber auch für Umbuchung statt Stornierung entschieden hätten. Oft seien Gutscheine genutzt und Reisen verschoben worden. Darüber hinaus gelte: „Wir haben gute Neubuchungen.“

Wegen der in etlichen Fällen schleppenden Rückerstattung von Anzahlungen oder Ticketpreisen hatte es Kritik an Reise- und Luftverkehrsunternehmen gegeben. Vor allem bei der Lufthansa warten zahlreiche Kunden noch immer auf ihr Geld.

Für Tui berichtete Joussen von rund 1,7 Millionen Neubuchungen seit der schrittweisen Wiederaufnahme des Geschäfts im Juni. „Das ist nicht wenig, das ist ganz schön viel“, meinte er mit Blick auf die insgesamt angespannte Lage der Touristikbranche. Auch die Zahlen für den Sommer 2021 sähen mittlerweile „sehr vielversprechend“ aus. Das Kreuzfahrtgeschäft stabilisiere sich ebenfalls wieder.

Wir wissen nicht, ob es noch mal einen Lockdown geben kann, warnte der Tui-Chef. „Deshalb ist es wichtig, dass wir uns um Kreditlinien nicht noch einmal kümmern müssen.“ Am Mittwoch hatten Tui und das Wirtschaftsministerium eine Aufstockung des staatlichen Milliardendarlehens für die Hannoveraner bekanntgegeben. Ein Einstieg des Bundes wie bei der Lufthansa wäre im Herbst nun denkbar.

8.08 Uhr: Zweite Welle in NRW? Gesundheitsminister Laumann spricht Klartext

Die Zahlen der Neuinfektionen in NRW steigen immer weiter an. Seit Mai waren sie nicht mehr so hoch wie jetzt. 413 Menschen haben sich innerhalb eines Tages mit dem Coronavirus infiziert. Jede vierte Neuinfektion geht auf einen Reiserückkehrer zurück. Zum Vergleich: Bundesweit waren es 1226 Neu-Infizierte.

Auch in Duisburg beispielsweise haben sich 25 von 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche pro Tag angesteckt. Steigt die Zahl über 50, droht ein erneuter Lockdown.

Doch der Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht keine zweite Welle. Davon seien wir „meilenweit entfernt“, wie er dem WDR berichtete. „Das ist keine Katastrophe, aber ein Punkt wo wir genau aufpassen müssen“, so der Politiker. Er ist der Meinung, dass sich die Dunkelziffer der Erkrankten derzeit reduziere, weil so viele Menschen nun getestet werden. 150.000 Einwohner würden pro Woche einen Corona-Test machen.

An den NRW-Flughäfen seien rund zwei Prozent aller Rückkehrer positiv getestet worden. Laumann schreibt es auch der „Industriegeschichte“ zu, dass in Nordrhein-Westfalen besonders viele aus dem Risikoland Türkei zurückkehren.

Mittwoch, 12. August

22.30 Uhr: Mehr als 1200 Neu-Infektionen - höchster Wert seit Mai

Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen.

Der Anteil an Kreisen, die keine Neuinfektionen übermittelt haben, sei in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. „Dieser Trend ist beunruhigend“, so das RKI. „Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden.“ Besonders betroffen seien derzeit Nordrhein-Westfalen und Hamburg, wo ein deutlicher Anstieg auffalle.

21.15 Uhr: Panne bei Corona-Tests in Bayern

Rund 900 Menschen sind corona-infiziert, haben sich extra bei der Einreise nach Bayern testen lassen - aber wissen nichts von ihrer Erkrankung. Bei der Übermittlung der Testergebnisse hängen die Zuständigen massiv hinterher. Das wird nun zum Politikum.

Wegen massiver Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern warten Zehntausende Menschen auf ihr Testergebnis. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat aus der am Mittwoch bekanntgewordenen Panne Konsequenzen gezogen und einen für Donnerstag und Freitag geplanten Besuch an der Nordsee abgesagt. „Bayern geht vor“, schrieb Söder am Abend auf Twitter. Zuvor hatte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in München eingestanden, dass rund 44 000 Reiserückkehrer noch kein Testergebnis bekommen haben, darunter auch 900 nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierte. Die Opposition übte scharfe Kritik und verlangte Aufklärung.

Mehr zum abgesagten Besuch an der Nordsee liest du bei unserem Partnerportal .

18.50 Uhr: Rückzieher! Doch noch kein Impfstoff im Herbst laut RKI!

Dicker Fauxpas beim Robert Koch-Institut (RKI)! Das RKI hat nach eigenen Angaben heute versehentlich eine ältere Version seines Strategiepapiers online gestellt, die inzwischen mehrfach überarbeitet wurde.

Im Gegensatz zu dieser Version rechnet das RKI nicht damit, dass ein Impfstoff bereits im Herbst 2020 zur Verfügung stehen wird. Eine aktualisierte Version des Papiers solle in Kürze veröffentlicht werden.

17.43 Uhr: Impfstoff schon ab Herbst 2020?

Das Robert Koch-Institut (RKI) hält die Verfügbarkeit eines Impfstoffs gegen das Coronavirus noch in diesem Jahr für möglich. „Vorläufige Prognosen lassen die Verfügbarkeit eines Impfstoffs (ggf. mehrerer) bis Herbst 2020 möglich erscheinen“, heißt es in einem Positionspapier, das am Mittwochnachmittag im Internet veröffentlicht wurde.

Es sei in jedem Fall unerlässlich, unverzüglich eine bundesweite Impfkampagne für den Zeitpunkt vorzubereiten, zu dem ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht. Gleichzeitig warnt das RKI vor überhöhten Hoffnungen: „Auch wäre es gefährlich zum jetzigen Zeitpunkt darauf zu vertrauen, dass mit einer Impfung ab dem Herbst 2020 die Pandemie beherrschbar wird, da Unwägbarkeiten wie Mutationen oder nur kurze Immunitätszeiten den Nutzen von Impfungen relativieren könnten“, heißt es.

07.15 Uhr: Wenn du ohne Mundschutz in Bus und Bahn unterwegs bist, kommt jetzt DAS auf dich zu

Ab sofort verlangen die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und NRW höhere Strafzahlungen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen.

Wer am Mittwoch ohne Mundschutz unterwegs ist und erwischt wird, muss 150 Euro bezahlen. Des weiteren ist seine Fahrt beendet. Ausstieg, nächste Station.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Bußgelderhöhung auf 150 Euro. Bislang lag diese bei 25 Euro.

Eine Mehrheit der Bundesbürger befürwortet die seit Mittwoch in NRW geltende Bußgeld-Regelung bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Dazu wurden zwischen dem 7. und 10. August insgesamt 2018 Menschen online befragt. Wer in Nordrhein-Westfalen in Bus und Bahn auf die Maske verzichtet, soll ab Mittwoch sofort mit 150 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten werden. Dies sieht die am Dienstag veröffentlichte Neufassung der Coronaschutzverordnung vor.

Dienstag, 11. August:

21.50 Uhr: Reisewarnung für Regionen in Spanien

Das Auswärtige Amt warnt wegen der Corona-Pandemie nun auch vor Reisen in Spaniens Hauptstadt Madrid und ins spanische Baskenland. Das Ministerium begründete dies am Dienstagabend in Berlin mit „erneut hohen Infektionszahlen“. Bereits seit Ende Juli gilt eine Warnung vor Reisen in drei andere spanische Regionen, darunter Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und die Strände der Costa Brava. Die beliebte Urlauberinsel Mallorca und auch die Kanaren sind weiterhin nicht betroffen.

Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Betroffen sind neben den Gebieten in Spanien auch Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen sowie Regionen in Bulgarien und Rumänien. Zur Neueinstufung von Madrid und dem spanischen Baskenland heißt es nun auf der Webseite des Auswärtigen Amts, Spanien sei von Covid-19 stark betroffen. Derzeit gebe es „neue regionale Infektionsherde in Aragón, Katalonien, Navarra, dem Baskenland sowie in der Hauptstadtregion Madrid“.

20.40 Uhr: Weltweit 20 Millionen Infizierte

Weltweit nahm die Zahl der bekannten Corona-Infektionen zuletzt weit drastischer zu als in Deutschland: Innerhalb von sechs Wochen verdoppelte sie sich seit Ende Juni von etwa zehn Millionen auf rund 20 Millionen, innerhalb der vergangenen drei Wochen stieg sie von gut 15 auf die jetzigen 20 Millionen, wie aus am Montag veröffentlichten Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorgeht.

Etwa die Hälfte der bestätigten Infektionen entfielen demnach auf nur drei Länder: die USA mit mehr als fünf Millionen Infektionen, Brasilien mit über drei Millionen und gut zwei Millionen in Indien. Weltweit sind der Universität zufolge bislang mehr als 730 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Opfer stieg zuletzt unter anderem infolge besserer Behandlungsmöglichkeiten deutlich langsamer an als die Zahl der Neuinfektionen.

20.30 Uhr: Fast 1000 Neuinfektionen

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 966 neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit nähert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen. Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag über der Schwelle von 1000 gelegen – erstmals seit Anfang Mai wieder. Global betrachtet entwickelte sich die Zahl bekannter Corona-Fälle unterdessen zuletzt weit drastischer. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die lebensgefährlich sein kann.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 11.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,97 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

14.53 Uhr: Polizist spricht auf Anti-Corona-Demo - jetzt ist er suspendiert

Ein Polizist aus Hannover ist nach seiner Rede bei einer Demonstration gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen in Dortmund vorerst vom Dienst entbunden worden. Das teilte die Pressestelle der Polizeidirektion Hannover am Dienstag mit. Der Mann hatte sich bei der Kundgebung „Querdenken“ am vergangenen Sonntag in Dortmund mit seinen vollen Namen als Kriminalhauptkommissar vorgestellt und die aktuellen Corona-Regeln hinterfragt.

Dabei forderte er seine Kollegen auf, sich in der aktuellen Corona-Situation mehr ihrem Gewissen als dem Gehorsam verpflichtet zu fühlen. Der Polizist zog dabei auch Parallelen zur Nazizeit, wie in einem auf Youtube veröffentlichen Mitschnitt der Rede zu hören ist. „Im dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte haben Regierende ihre Sicherheitskräfte schon einmal bedingungslosem Gehorsam unterworfen und sie für die abscheulichsten Verbrechen missbraucht, die anderen Menschen je angetan wurden.“ Er habe Angst, denn „mein Bauch sagt mir, dass sich gerade alles wieder in dieselbe Richtung entwickelt“, sagte der Polizist. Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete am Dienstag, der Kriminalhauptkommissar sei seit Jahren bei der Zentralstelle technische Prävention der Polizei Hannover tätig.

Der Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums, Philipp Wedelich, sagte, Beamte, die nicht auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stünden, hätten keinen Platz in der niedersächsischen Polizei. Dem Innenministerium sei aktuell kein vergleichbarer Fall eines Polizeibeamten aus der jüngsten Zeit bekannt.

Die Sprecherin der Polizeidirektion Hannover erläuterte, es werde nun geprüft, ob der Mann gegen die gebotene Neutralität und die sogenannte Wohlverhaltenspflicht verstoßen habe. Bis dies geklärt sei, sei es dem Beamten verboten, seine Dienstgeschäfte auszuüben. „Das Verbot erlischt, wenn nach drei Monaten kein Disziplinarverfahren eingeleitet wird“, teilte die Sprecherin mit.

14.19 Uhr: Fast zwei Drittel der Gastronomen in NRW kämpfen ums Überleben

Die Coronakrise hat die Gastronomie-Branche und die Hoteliers hart getroffen. Fast zwei Drittel (66 Prozent) kämpfen nach eigener Aussage ums Überleben in NRW. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA. 7200 Unternehmen haben abgestimmt. 826 davon stammen aus NRW.

Durchschnittlich musste das Gewerbe 62 Prozent Umsatzeinbußen hinnehmen. Trotz der Lockerungen sind es immerhin nun nur die Hälfte der üblichen Einnahmen. „Das Bedrohungsszenario für unsere Betriebe ist real: Der Geschäftsreiseverkehr kommt nicht in die Gänge, Großveranstaltungen wie Messen, Sportveranstaltungen oder Konzerte finden weiterhin nicht oder nur sehr eingeschränkt statt, Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen, die Corona-Regelungen führen zu vermindertem Platzangebot und erhöhten Kosten, viele Gäste sind immer noch verunsichert“, resümiert Bernd Niemeier, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen.

Was der Verband als positiv bewertet: „Nur“ 34 der Gastronomien und Hotels mussten Mitarbeiter entlassen. Mit Sorge blicken die Verantwortlichen aber in die Zukunft. Es bleibt ungewiss, ob im Winter weiterhin mehrere Menschen kommen werden, wenn sie nicht mehr draußen im Biergarten sitzen können. Auch der Ausfall von Messen und anderen Veranstaltungen bereitet den Betreibern Sorge.

11.59 Uhr: Durchbruch in der Corona-Forschung? Wissenschaftler aus dem Ruhrgebiet untersuchen Mundspülungen

Wissenschaftler aus dem Ruhrgebiet haben nun Mundspülungen genauer unter die Lupe genommen und sind zu einem interessanten Ergebnis gekommen. Wie die Ruhr-Universität Bochum in einer Mitteilung verkündet, könnten Mundspülungen dabei helfen, das Ansteckungsrisiko mit Coronaviren zu senken. Das haben Labortest von Zellkulturen in Zusammenarbeit von den Universitäten in Jena, Duisburg-Essen, Bremen, Nürnberg und Ulm gezeigt.

Demnach verringern die acht getesteten Mundspülungen, die es in Drogerien oder Apotheken zu kaufen gibt, die Anzahl der Sars-Cov-2-Viren. „Dies könnte beispielsweise vor zahnärztlichen Behandlungen nützlich sein“, so die Forscher. Sie warnen aber auch: „Mundspülungen eignen sich jedoch nicht, um eine Covid-19-Infektion zu behandeln oder um sich selbst vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen.“

Die Studie ist gerade neu erschienen. Unklar ist deshalb noch, ob die Mundspülungen den Test auch in der Praxis bestehen würden oder ob sie den Viren im Mundraum doch nichts anhaben können.

11.03 Uhr: Russland lässt Impfstoff gegen das Coronavirus zu

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Dienstag die weltweit erste staatliche Zulassung eines Impfstoffs gegen das Corona-Virus bekanntgegeben. „Das russische Vakzin gegen das Coronavirus ist effektiv und bildet eine beständige Immunität“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Die Registrierung sei am Dienstagmorgen erfolgt, hieß es. Eine seiner beiden Töchter habe sich schon impfen lassen, sagte Putin.

Der Impfstoff wurde vom staatlichen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt. Erst wenige Menschen haben ihn im Rahmen einer Studie erhalten. Eine Zulassung vor dem Vorliegen der Ergebnisse großer klinischer Studien widerspricht dem international üblichen Vorgehen. So stellte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Vorfeld klar: „Jeder Impfstoff muss natürlich alle Versuchsreihen und Tests durchlaufen, bevor er genehmigt und ausgeliefert wird.“ Es gebe klare Richtlinien für die Entwicklung von Impfstoffen.

Eine reguläre Zulassung ohne die umfangreichen Daten aus einer Phase-III-Prüfung mit mindestens mehreren Tausend Probanden erscheine riskant, erklärte auch Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. In der Etappe könnten unter anderem mögliche seltene Nebenwirkungen detektiert werden. Die Zahl der Probanden betrage in der Regel mehrere Tausend bis Zehntausende. In Deutschland gibt es eine Zulassung erst nach Abschluss der letzten Phase.

Russlands Gesundheitsminister Michael Muraschko erklärte, das Gamaleja-Institut und die Firma Winnopharm sollten das Medikament produzieren. Zuerst sollen Lehrer und Ärzte geimpft werden. Nach Behördenangaben beginnt die Impfung noch im August oder im September. Der Stoff solle auch ins Ausland exportiert werden. Unabhängig von der Zulassung läuft in Russland eine dritte Testphase.

9.51 Uhr: Armin Laschet spricht über neue Corona-Regeln

Armin Laschet verkündet bei einem Pressetermin Neuigkeiten zu den Coronaregeln. Abstand, Hygieneregeln und die Maskenpflicht bleiben demnach bestehen.

In der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, die am Dienstag vorgelegt werden soll, wird es laut Ministerpräsident Armin Laschet „keine weiteren Öffnungen geben“.

Der CDU-Politiker appellierte an alle Reiserückkehrer, sich „zeitnah“ testen zu lassen, besonders, wenn man in einem Risikogebiet war. Die neue Verordnung soll laut Landesregierung zunächst bis zum 31. August gelten.

7.34 Uhr: Zalando macht deutlich mehr Gewinn in Coronakrise

Der Modehändler Zalando hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg von 45,5 Millionen auf 122,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) wurde mit 211,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Zalando profitierte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie von deutlich mehr Bestellungen der Kunden über das Internet. Der Umsatz stieg daher um 27,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro. Die Prognose für 2020 bekräftigte das Unternehmen.

Montag, 10. August

21.15 Uhr: NRW trifft wegweisende Entscheidung vor Schulstart für die Oberstufe

Das nordrhein-westfälische Schulministerium lockert wegen des heißen Sommerwetters die Hitzefrei-Regelung an Schulen. „Die derzeitigen Hitzefrei-Regelungen werden angesichts der hohen Außentemperaturen und der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II vorerst ausgeweitet“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Rheinischen Post“ (Dienstag).

Dem „Stadt-Anzeiger“ zufolge gilt die neue Regelung ab Schulstart am Mittwoch. Dann könne auch für Oberstufenschüler der Unterricht von der Schulleitung abgesagt werden, wenn die Temperaturen in den Räumen auf mehr als 27 Grad steigen. Zuvor hatten etwa der Städtetag NRW und die Landesschülervertretung eine Lockerung gefordert. „Wir schaffen damit für die Schulleitungen, die über Hitzefrei entscheiden, in Corona-Zeiten Handlungsspielräume und zusätzliche Flexibilität“, sagte Gebauer der „Rheinischen Post“. Ebenfalls ab Mittwoch gilt in NRW eine Maskenpflicht in allen Schulgebäuden und auf dem Gelände - in weiterführenden und berufsbildenden Schulen sogar im Unterricht.

18.46 Uhr: Sein Auftritt auf einer Corona-Leugner-Demo sorgt für heftige Kritik

Nach der Rede eines Polizisten auf einer Corona-Demonstration in Augsburg wird ein dienstrechtliches Fehlverhalten des Beamten geprüft. Die Polizei habe Videoaufnahmen der Demonstration sichergestellt, die nun gesichtet und bewertet werden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Montag. Während der Prüfung werde der Beamte nicht mehr als Führungskraft oder im Dienst mit Bürgerkontakt eingesetzt. Der Bayerische Rundfunk (BR) berichtete über den Fall. In dem Bericht heißt es, dass der Beamte intern versetzt wurde. Der Polizeisprecher bestätigte dies auf Nachfrage nicht. Zunächst müsse die Bewertung des Auftritts, an der auch Juristen beteiligt sind, abgeschlossen sein, bevor Maßnahmen ergriffen würden.

Der Polizist nahm am Samstag am „Fest für Freiheit und Frieden“ in Augsburg (Bayern) teil, auf dem Menschen gegen staatliche Maßnahmen zum Eindämmen des Corona-Virus protestierten. Ein Youtube-Video zeigt, wie der Beamte die Rede mit „Achtung, Achtung - hier spricht die Polizei!“ beginnt und sich der applaudierenden Menge als Dienstgruppenleiter einer Polizeiinspektion vorstellt. In der Rede wirft der Beamte der Politik und den „Leitmedien“ unter anderem vor, Angst und Schrecken zu verbreiten. Deutschland habe sich in einen „Denunzianten-Staat“ verwandelt, was ihn sehr bedrücke. Die Presse unterdrücke wesentliche Informationen - er bezeichnete sie daher als „Lückenpresse“. Der Beamte forderte seine Kollegen auf, sich dem Protest anzuschließen.