„Hartz 4“-Empfänger mit peinlichen Aussagen – er glaubt ernsthaft...

Thor ist obdachlos.
Thor ist obdachlos.
Foto: Screenshot RTL ZWEI

Er ist noch jung. Groß, breite Schultern, ein bunter Iro auf dem Kopf. Er nennt sich Thor. Ein Name voller Kraft, voller Energie. So stark wie der Donnergott scheint der „Hartz 4“-Empfänger, den „RTL Zwei“ bei „Armes Deutschland“ mit der Kamera begleitet, aber eher nicht. Ganz im Gegenteil.

Hartz 4“-Empfänger Thor scheint nach kurzer Betrachtung so gar nichts mit der germanischen Gottheit zu tun zu haben. Der „Hartz 4“-Empfänger lebt in den Tag hinein. Seine besten Freunde: Alkohol und Drogen. Von Arbeit hält der 28-jährige Heilbronner dagegen wenig bis gar nichts.

„Hartz 4“-Empfänger denkt, Schnorren sei Arbeit

Thor ist obdachlos, eine eigene Wohnung besitzt er nicht, schläft bei Freunden oder Bekannten. Im Monat bekommt er den „Hartz 4“-Satz von 424 Euro vom Jobcenter überwiesen. Einem 'normalen' Brot- bzw. in Thors Fall Biererwerb strebt der 28-Jährige jedoch nicht an.

„Ich finde Arbeiten scheiße. Der Staat kann mich mal. Arbeiten macht einfach nur den Körper kaputt. Man lebt nur einmal“, sinniert der Heilbronner über sein Leben. Dass andere Menschen ihn mitfinanzieren, scheint ihm dabei egal oder einfach nicht bewusst.

„Hartz 4“-Empfänger verrät, warum Schnorren für ihn Arbeit ist

Und so ganz untätig ist er ja schließlich auch nicht. Denkt er. Er hat schließlich bereits einen Job, der ihn völlig auslastet. Thor sitzt in der Fußgängerzone und bettelt.

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„Schnorren ist Arbeit“, erklärt der 28-Jährige ungerührt in die Kamera. Er meint das ernst. Seine absurde Begründung: „Das ist psychische Arbeit. Erst recht, wenn man das mehrere Stunden macht. Das geht auf die Psyche, erst recht, wenn es mal 'ne Zeit lang gar nicht läuft. Wenn man es sich einredet, dann sieht man es irgendwann auch einfach als Beruf. (...) Ich hänge ja nicht nur ein, zwei Stunden hier, sondern teilweise sechs, sieben, acht, neun Stunden.“

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Das ist „Hartz 4“:

  • „Hartz 4“ heißt eigentlich Arbeitslosengeld II
  • Es wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt
  • Es ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch
  • Es soll Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht
  • Allerdings kann es durch zulässige Sanktionen gekürzt oder ganz gestrichen werden
  • Die gesetzliche Grundlage für das ALG II bildet das Zweite Buch Sozialgesetzbuch

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Und seinen Anteil am Allgemeinwohl leistet Thor auch. Glaubt er zumindest. „Ich verschönere die Stadt.“

Bei „Armes Deutschland“ begleitet „RTL Zwei“ häufig arbeitsunwillige Menschen. Einer von ihnen ist Pierre. Seine Begründung ist besonders dreist.

Wenn sich ein Hartz 4-Empänger durchgehend gegen Arbeiten fährt, passiert ihm übrigens DAS.