Paypal: Riesige Betrugsmasche – SO kannst du dich schützen

Paypal: Eine perfide Betrugsmasche geht im Netz um. Wenn du den Online-Bezahldienst Paypal verwendest, solltest du HIER aufpassen!
Paypal: Eine perfide Betrugsmasche geht im Netz um. Wenn du den Online-Bezahldienst Paypal verwendest, solltest du HIER aufpassen!
Foto: imago images / ZUMA Press

Leider ist es schon fast zur Gewohnheit geworden, dass Online-Bezahlmethoden wie Paypal gerne von Betrügern für ihre eigenen perfiden Zwecke missbraucht werden.

Aktuell macht eine neue Masche auf Verkaufsplattformen wie Ebay Kleinanzeigen die Runde. Wenn du selbst Paypal-Kunde bist, solltest du aufpassen – denn dieser fiese Trick könnte ganz schön teuer für dich werden.

Paypal: Betrugsmasche beim Online-Bezahldienst

In den sozialen Netzwerken warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen ausdrücklich vor der neuen Masche. „Leider bekommen Sie als Verkäufer immer wieder Anfragen von Cyberkriminellen, die es lediglich auf Ihr Geld abgesehen und keinerlei Interesse an Ihrem Produkt haben“, schreibt das LKA auf seiner Website.

Doch wie läuft die Masche ab? Wenn du ein Produkt auf Ebay Kleinanzeigen verkaufst, kontaktieren dich die Betrüger mit einer freundlichen, aber auch sehr vage formulierten Mail. Auf seiner Webseite nennt das LKA Beispielsätze wie „Ich interessiere mich wirklich für den sofortigen Erwerb des Produktes“ oder „Ich werde diese Informationen gerne bald erhalten, damit wir diese Transaktion so bald wie möglich abschließen können“.

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Diese austauschbaren und grammatikalisch hier und da unsauber klingenden Sätze sind bereits ein erstes Indiz für eine Betrugsmail. Doch antwortet man auf die Nachricht und stellt sein Verkaufsprodukt genauer vor, beginnt die eigentliche Masche.

Täter bitten um Produktversand – und verlangen dann DAS von dir

Denn dann gibt der Betrüger an, dass er das Produkt nicht selbst abholen kann und den Käufer via Paypal bezahlen möchte. In einer Beispiel-Mail auf der LKA-Webseite nennt der Verfasser den absurden Grund, dass er als Archäologe in Irland arbeite und sich bezüglich des Versandes mit einer zuverlässigen Schifffahrtsgesellschaft in Verbindung setzen möchte. „Worte wie Reederei und Schifffartsgesellschaft sind typisch für diese mittels Übersetzer generierten Schreiben“, warnt das LKA hierbei.

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Das ist Paypal:

  • Paypal ist ein Online-Bezahldienst
  • Es wurde 1998 gegründet
  • Damit können Händler aber auch Privatpersonen bezahlt werden
  • Mitgründer ist Elon Musk, der Erfinder des Tesla
  • 277 Millionen Menschen weltweit nutzen Paypal

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Wenn du jedoch darauf hereinfällst und dem Betrüger deine Paypal-Daten übermittelt, kannst du sehr schnell sehr viel Geld loswerden. Denn kurz darauf erhältst du eine gefälschte Bestätigungsmail von Paypal, in der behauptet wird, dass die Zahlung erfolgt sei – aber nun müsstest du das Transportunternehmen, das dein Produkt zum Kunden bringt, ebenfalls bezahlen.

Hierzu bekommst du Daten eines Bankkontos zugeschickt, an das du die entsprechende Summe überweisen sollst. Im Beispielfall auf der LKA-Seite sind es ganze 390 Euro.

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Doch diese 390 Euro landen direkt beim Täter – und du hast und wirst das Geld für dein verkauftes Produkt nie erhalten. „Leider sind die Chancen, das Geld wiederzubekommen, gering“, schreibt das LKA Niedersachsen. „Ist das Geld einmal überwiesen, so werden die Täter dieses relativ zügig auch weiterverwenden. Den Auftrag in heutigen Zeiten zu stornieren, ist sehr schwer. Dennoch sollte versucht werden, die eigene Bank so schnell wie möglich zu kontaktieren.“

So kannst du dich schützen

Das LKA Niedersachsen nennt mehrere Tipps, wie man solche Betrugsmails erkennt und sich vor der Masche schützen kann:

  • Die Täter nutzen in der Regel Textbausteine, die universell verwendbar sind und sich selten konkret auf ein Produkt beziehen
  • Sie sprechen von einem Arbeitsplatz im Ausland und dem Versand dorthin, weswegen sie das Produkt nicht selber abholen und anschauen können.
  • Die Täter sind immer mit dem Produkt zufrieden, geben aber letztendlich den angeblichen Versandweg mittels Schifffahrt oder Reederei (gern EMS) vor.
  • Die Sprache/Wortwahl klingt nach dem Ergebnis eines Übersetzungsprogrammes, obwohl der Name der Kunden deutsch klingt.
  • Angeblich wurde (mehr) Geld übermittelt, damit der Verkäufer mit der Differenz den Transportdienst bezahlen soll.

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Im Idealfall solle man die Ware immer vor Ort verkaufen und eine Barzahlung fordern, schlägt das LKA vor. (at)