Tui: Paar will nach Griechenland fliegen – kurz vor dem Abflug erlebt es eine schlimme Überraschung

Tui: Paar erlebt am Flughafen München einen absoluten Albtraum.
Tui: Paar erlebt am Flughafen München einen absoluten Albtraum.
Foto: Imago images / Montage: DER WESTEN

München. Eigentlich sollte es ein entspannter Sommerurlaub werden. Hans Keil und seine Frau buchten bei Tui eine Reise nach Griechenland. Doch schon am Flughafen München erlebt das Paar eine bitterböse Überraschung.

Das Paar aus Forchheim (Oberfranken) hatte im Reisebüro einen Urlaub mit Tui nach Santorin gebucht. Tage vorher hatte sich Keil beim Tui-Portal angemeldet, um per SMS-Service immer auf dem Laufenden gehalten zu werden. Dass es am Ende ein Wettlauf mit der Zeit wird, hat das Paar nun wirklich nicht erwartet.

Tui: Paar will nach Griechenland reisen und erlebt schlimme Überraschung am Flughafen

Deswegen erheben die Urlauber jetzt Vorwürfe gegen Tui - und der Reiseveranstalter hat auch schon reagiert.

Vier Tage vor der Reise bekommt er eine Nachricht, dass die griechische Regierung wegen Covid-19 ein ausgefülltes Formular bei der Einreise verlangt, das im Internet runtergeladen werden kann.

Zwei Tage später: Kommando zurück. Man könne das auch im Flugzeug machen, schildert Hans Keil im Gespräch mit dieser Redaktion. Von Forchheim macht er sich mit seiner Frau Anfang Juli dann also auf zum Flughafen München.

Am 3. Juli soll der Flieger ins Urlaubsparadies gehen. Sie stellen sich in die Schlange der Wartenden. „Eine Dame verteilte dort Zettel und fragte nach einem QR-Code“, erzählt Keil. „Ich habe ihr noch gesagt: 'Brauchen wir nicht, das machen wir im Flugzeug.'“

Tui-Urlaub: Dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt

Doch dort sollten Keil und seine Frau nie ankommen. Denn am Check-In-Schalter angekommen, hieß es plötzlich, dass sie ohne QR-Code nicht einchecken könnten. 80 Minuten vor Abflug beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

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Denn nachdem er alle Daten in der App eingetragen hatte, kam die im Portal angekündigte Mail nicht. Erst beim zweiten Versuch klappte es. Doch Einchecken konnte Keil immer noch nicht. Denn auch wenn er seine Frau in der App als mitreisende Familienangehörige hinterlegen konnte, hieß es, dass sie ihre Daten separat hinterlegen muss.

Doch wieder spinnt die App. Wieder kommt keine Mail. Und dann ist es auch zu spät. Der Flieger nach Santorin geht ohne die beiden. Und sie sind längst nicht die einzigen. „Auch Urlauber aus Salzburg konnten nicht fliegen.“

Ersatzflug am nächsten Tag von Tui verwehrt

Doch was Keil genauso ärgert wie der verpasste Flug, ist das Krisenmanagement des Reiseveranstalters. „Das Reisebüro, in dem ich die Reise gebucht hatte, hatte einen Flug mit Lufthansa am nächsten Tag gefunden. Doch Tui wollte die Kosten nicht übernehmen.“ Tui bot stattdessen eine kostenlose Stornierung oder eine Umbuchung an. Keil wählte die Umbuchung, vor allem den befreundeten Reisebüro-Betreibern zuliebe.

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Was mit den 400 umsonst gefahrenen Kilometern und den zusätzlichen Kosten ist, hat er Tui in einer Schreiben gefragt. Auf Antwort wartet er noch.

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Urlaub – So bewertet das Auswärtige Amt die Lage:

  • Grundsätzlich sind die Reisewarnungen aufgehoben für: alle EU-Mitgliedsstaaten, die Schengen-assoziierten Staaten, Großbritannien, Andorra, Moncao, San Marino und den Vatikanstaat. Doch das bedeutet noch nicht automatisch ein normales Tourismusgeschehen.
  • Finnland, Norwegen und Schweden können weiterhin Einreisen beschränken oder eine Quarantäne bei der Einreise anordnen.
  • Von Reisen nach Großbritannien, Irland und Malta rät das Auswärtige Amt ab.
  • Für alle anderen Länder gelten Reisewarnungen bis einschließlich 31. August 2020.

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So reagiert Tui auf den Fall

Wir haben bei Tui zu dem Fall nachgefragt. Pressesprecherin Stephanie Holweg kann die Verärgerung von Hans Keil verstehen. Sie erklärt, wie es zu dem Vorfall kommen konnte: „Die Informationen und Entscheidungen bezüglich der Einreisebestimmungen waren seitens der griechischen Behörden zum genannten Zeitpunkt sehr dynamisch, teilweise wurden diese stündlich geändert. Dies führte zu den Unstimmigkeiten zwischen unserer Kommunikation und der Airline. Wir bitten dafür um Entschuldigung.“ Neben der Entschuldigung hat Tui jedoch auch etwas anderes angekündigt.

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Tui kündigt an, den Differenzbetrag zwischen der neugebuchten Reise und der ursprünglich gebuchten Reise erstatten zu wollen und auch den Mehraufwand ausgleichen zu wollen. „Unser Kundenservice wird sich mit Herrn Keil dazu kurzfristig in Verbindung setzen“, kündigte die Sprecherin an.

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