München/Corona: Frau ermahnt dreiste Polizistin in ICE – doch die pfeift darauf

München: Die Frau traute ihren Augen nicht, als sie eine Polizistin im ICE sah. (Symbolbild)
München: Die Frau traute ihren Augen nicht, als sie eine Polizistin im ICE sah. (Symbolbild)
Foto: imago images / Jochen Eckel

München. Im Zug erlebt man durchaus Dinge, die man möglicherweise nur dort sieht. Wenn man ausgerechnet auch noch eine Polizistin sieht, die sich völlig unangemessen verhält, ist es umso erschreckender.

Journalistin Luisa Hommerich, die für die Wochenzeitung Die Zeit schreibt, hat während der ICE-Fahrt nach München eine Polizistin beobachtet und fiel vom Glauben ab. Entsetzt berichtete sie auf Twitter von dem Vorfall.

München: Frau beobachtet Polizistin in ICE, der Coronavirus-Regel egal ist

Hommerich saß gerade in dem Zug und fuhr nach München, da sah sie plötzlich eine Polizistin. Doch die uniformierte Beamtin soll ihre Maske unterhalb der Nase getragen haben.

Als Hommerich die Polizistin nach dem Grund für das falsche Tragen der Maske gefragt habe, habe sie die Antwort bekommen: „Masken bringen nichts.“ Und: „Corona ist nicht schlimm.“

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Dann habe die Journalistin der Beamten angeboten, ihr Studien zu schicken. Von der Polizistin sei schließlich ein „Ach“ gekommen und: „Sie werden mich nicht überzeugen.“ Auf ihren Tweet mit dem Hashtag „Postfaktische Vorbildfunktion“ folgten Hunderte Kommentare. Twitter-Nutzer schreiben zum Beispiel:

  • „Da werden wohl Schulungen nötig sein.“
  • „Da die Polizei ja irgendwie einen Querschnitt der Bevölkerung bildet, gibt es natürlich auch da Covidioten.“
  • „Hm. In Uniform repräsentiert sie - auch wenn sie in der Freizeit Bahn fährt - ihren Arbeitgeber. Nach Dienstnummer und/oder Name fragen oder so würde mich glaube ich in der Situation schon reizen.“
  • „Aber mir dann eine Strafe aufhalsen, wenn ich keine Maske trage? Oder was macht sie?“
  • „Zwischen uniformiert und uninformiert ist nur ein kleiner Buchstabe...“
  • „Nicht diskutieren, anzeigen.“

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Die Polizistin verstieß damit - den Schilderungen der Journalistin zufolge - gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Dabei schreibt die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eine Pflicht zum Tragen der Schutzmaske vor. Ein Verstoß wird mit Geldstrafe von 150 Euro bestraft. Sich selbst und andere Menschen zu schützen, war der Polizistin aber offensichtlich auch egal.

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Das ist die Stadt München:

  • erstmals 1158 urkundlich erwähnt
  • Landeshauptstadt von Bayern, wird zu den Weltstädten gezählt
  • mit rund 1,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands
  • besteht aus 25 Stadtbezirken
  • Oberbürgermeister ist Dieter Reiter (SPD)

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Dabei hatte die Deutsche Bahn noch am Mittwoch ein Foto auf Twitter veröffentlicht, das Bahnmitarbeiter des sogenannten Präventionsteams mit Bundespolizisten zeigt.

In der gemeinsamen Aktion haben sie Fahrgäste darüber informiert, „wie wichtig die Mund-Nasen-Bedeckung für den Schutz aller ist“.