Urlaub: Tragödie an Baggersee! Teenager (17) tot – Badegäste verhalten sich unfassbar

Urlaub: Ein Teenager ertrank in einem Baggersee, dabei sorgte das Verhalten anderer Badegäste für Fassungslosigkeit. (Symbolbild)
Urlaub: Ein Teenager ertrank in einem Baggersee, dabei sorgte das Verhalten anderer Badegäste für Fassungslosigkeit. (Symbolbild)
Foto: imago images / 7aktuell

Im hessischen Groß-Rohrheim sorgt derzeit der Tod eines Teenagers für Entsetzen in der Öffentlichkeit. Der 17-Jährige ertrank im Urlaub, für ihn kam jede Hilfe zu spät. Vor allem aber das Verhalten von Badegästen sorgt für Fassungslosigkeit.

Urlaub: Teenager ertrinkt in Baggersee

Es ist ein tragisches Schicksal: Ein 17-jähriger Nichtschwimmer ertrinkt und stirbt im Urlaub. Anwesende Badegäste verhinderten die Rettungsmaßnahmen massiv.

Zahlreiche Einsatzkräfte der Berufs- sowie der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei und Rettungskräfte, Notarzt als auch Helfer der DLRG wurden vergangenen Samstag zu einem Baggersee in Groß-Rohrheim gerufen, weil dort ein 17-Jähriger zu ertrinken drohte.

Die insgesamt mehr als 65 Einsatzkräfte eilten zu dem Baggersee, stießen an der Zufahrtsstraße allerdings auf eine „stark zugeparkte“ Straße, wie die Freiwillige Feuerwehr Groß-Rohrheim auf Facebook schreibt.

Verhalten im Urlaub mit tödlichen Folgen

Rainer Bersch, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Rohrheim und Bürgermeister der Gemeinde, erzählt: „Als wir an den See fuhren, kamen uns viele Leute entgegen und trotz Blaulicht und Martinshorn machten diese keinen Platz.“

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Vielmehr seien blöde Fragen gekommen, wie: „Warum muss denn ausgerechnet an dem schönen Samstag eine Übung hier stattfinden?“ oder: „Wo sollen wir hin?“ „Dabei hätte ein Meter auf die Seite zu gehen, in den angrenzenden Acker, schon ausgereicht“, sagt Bersch.

An der Absperrung haben sich die Badegäste dann versammelt und seien, teilweise ohne auf die Einsatzkräfte Rücksicht zu nehmen, sogar an den stehenden Einsatzfahrzeugen vorbeigefahren.

Das Verhalten der Badegäste brachte fatale Folgen mit sich: „Ein Durchkommen für unsere Fahrzeuge in der Speyrer Straße war kaum möglich“, so die DLRG. Die Rettung des ertrinkenden Teenagers sei schließlich „massivst behindert“ worden. Dabei zähle bei solchen Einsätzen, bei denen ein Menschenleben in Gefahr sei, jede Minute für die Einsatzkräfte.

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Taucher des DLRG bargen den 17-Jährigen schließlich aus dem Wasser und übergaben ihn dem Rettungsdienst. Der Teenager verstarb.

Feuerwehr warnt Öffentlichkeit

Das Verhalten anwesender Badegäste löste daraufhin großes Entsetzen aus. So herrsche an der Zufahrtsstraße zum besagten Badesee ein Halteverbot. Außerdem „handelt es sich bei dem Kiesloch nicht um einen Badesee“, wie die Freiwillige Feuerwehr betont. In den Gewässern gelte ausdrücklich ein Badeverbot und das Baden dort berge „erhebliche Gefahren“:

  • „Durch den aktiven Baggerbetrieb kann es an den Ufern und auch unter Wasser immer wieder zu unvorhersehbaren Abbrüchen der Kanten kommen.“
  • „Es herrschen große Temperaturunterschiede im See, die auch bei erfahrenen Schwimmern bei diesen heißen Temperaturen plötzliche Kreislaufprobleme verursachen können.“
  • „Hohe und plötzliche, nicht vorhersehbare, Niveauunterschiede unter Wasser stellen für Nichtschwimmer eine zusätzliche Todesgefahr dar.“

Bersch sagt deshalb: „Ich wünsche mir, dass die Leute vor den Einsatzkräften mehr Respekt haben und auf die aufgestellten Verbote achten.“ Eine derartige Tragödie gilt es definitiv zu vermeiden.