Corona: Grobe Panne auf Mallorca! Corona-Zahlen deutlich höher als angenommen ++ 260.000 (!) neue Infektionen nach Mega-Event

Die Fallzahlen auf Mallorca sind deutlich höher als in den letzten Tagen angenommen. (Symbolbild)
Die Fallzahlen auf Mallorca sind deutlich höher als in den letzten Tagen angenommen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Chris Emil Janßen

Das Ende der Corona-Pandemie ist weiter nicht in Sicht. Ende Januar wurde der erste Corona-Fall in Deutschland identifiziert. Seitdem bestimmt das Coronavirus unseren Alltag. Über 27 Millionen Menschen weltweit haben sich mit Corona infiziert, mehr als 890.000 sind an den Folgen gestorben.

Allein in Deutschland gibt es laut der John-Hopkins Universität mehr als 250.000 Infizierte, über 9.400 Menschen starben in der Bundesrepublik an den Folgen von Covid-19.

Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten
Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten

Corona: Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus und Covid-19 in unserem Newsblog

In unserem Newsblog halten wir dich über alle Corona-News in Deutschland, Europa und weltweit auf dem Laufenden.

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Was du aktuell zum Coronavirus wissen solltest:

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Die Corona-Karte mit aktuellen Fallzahlen aus Deutschland:

Aktuelle Corona-News in unserem Blog

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Sonntag, 13. September

10.25 Uhr: Grobe Panne auf Mallorca - Corona-Zahlen tagelang falsch angegeben

Wegen einer fehlerhaften Übertragung von Corona-Daten der Balearen an das spanische Gesundheitsministerium in Madrid sind die Infektionszahlen einem Pressebericht zufolge tagelang zu niedrig ausgewiesen worden. So wurde die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner für die vergangenen sieben Tage aufgrund der Übertragungsfehler mit deutlich unter 50 angegeben, obwohl sie tatsächlich wesentlich höher lag, wie die „Mallorca Zeitung“ am Samstag unter Berufung auf Eugenia Carandell, Direktorin im balearischen Gesundheitsministerium, berichtete.

Nach den Daten der lokalen Gesundheitsbehörde ergebe sich eine Zahl von 120 bis 170 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Für ganz Spanien wird der Wert derzeit mit etwa 113 angegeben.

Die Grenze von 50 ist ein entscheidendes Kriterium für die Bundesregierung , eine Region oder ein Land als Risikogebiet einzustufen oder die Einschätzung auch wieder aufzuheben. Die Balearen mit der beliebten Urlauberinsel Mallorca sind seit Mitte August Risikogebiet und das Auswärtige Amt warnt vor Reisen dorthin wie auch in den Rest Spaniens.

Am Vortag war die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in ganz Spanien auf einen neuen Rekordwert von 12 183 geklettert. Es sei der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie, schrieb die Zeitung „El País“. Das Gesundheitsministerium in Madrid teilte mit, es handele sich um 4708 positive Testergebnisse der vergangenen 24 Stunden sowie nachgemeldete Fälle.

07.29 Uhr: DAS darfst du bei der Kommunalwahl in NRW auf keinen Fall vergessen

Gleich geht es los: Du darfst ab 8 Uhr dein Kreuzchen bei der Kommunalwahl NRW machen. Doch dabei gibt es ein paar Änderungen wegen Corona. Wie immer musst du an deinen Personalausweis denken. Doch wegen der Pandemie gilt auch die Maskenpflicht im Wahllokal. Außerdem musst du - um das Infektionsrisiko zu senken - diesmal deinen eigenen Stift mitbringen, um deine Kreuzchen zu machen. Alles zur Kommunalwahl in NRW in unserem Ticker >>>

Samstag, 12. September

14.54 Uhr: 260.000 neue Infektionen nach Mega-Event

Die USA geben in der Corona-Krise ein besonders schlechtes Bild ab. Die nächste Horror-Story erreicht uns aus dem Bundesstaat South Dakota. Dort fand in der zweiten August-Woche die "Sturgis Motorcycle Rally" statt. Das riesige Motorrad-Event zog fast eine halbe Million Biker aus den ganzen USA an.

Weil dort große Menschenmassen dicht aneinander gedrängt mehrere Tage ohne Masken ausgelassen feierten, gilt das Biker-Treffen als Superspreader-Event. Wissenschaftler des Center für Health Economics & Policy Studies der Universität San Diego haben nun ausgerechnet, dass die "Sturgis Motorcycle Rally" für insgesamt etwa 260.000 Infektionen verantwortlich sein soll. Den Schaden beziffern die Forscher auf 12 Milliarden Dollar (10,13 Milliarden Euro).

07.32 Uhr: Junge Amerikanerin löst Infektionswelle in Garmisch-Partenkirchen aus

Obwohl eine US-Amerikanerin mit dem Coronavirus infiziert war zog sie in der vergangenen Woche durch Lokale und Bars im bayrischen Ort Garmisch-Partenkirchen. Damit hat die 26-Jährige nun eine starke Infektionswelle in dem Ort ausgelöst.

Von diesem unglaublichen Fall berichtet die „Bild“.

Allein am Freitag seien 33 Menschen positiv getestet worden. Der überwiegende Teil gehe auf die junge Frau zurück, erklärte Landkreis-Sprecher Stephan Scharf gegenüber der Zeitung.

Allein in dem Hotel, in dem die Amerikanerin untergebracht war, steckte sie laut Scharf 23 andere Menschen an. Außerdem zog die Frau auf jeden Fall am Dienstagabend durch Lokale und Bars im bekannten Urlaubsort. Nicht auszuschließen sei, dass sie auch Montag und Mittwoch unterwegs gewesen sei.

Am Freitag zog der Kreis erste Konsequenzen. „Wir müssen das Nachtleben herunterfahren“, erklärte Sprecher Scharf gegenüber „Bild“. Ab Samstag gilt in der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen vorerst für eine Woche:

  • Alle Gaststätten müssen um 22 Uhr schließen. Maximal fünf Gäste dürfen an einem Tisch sitzen.
  • Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch höchstens fünf Personen treffen.
  • Zu privaten Feiern dürfen drinnen höchstens 50 Menschen kommen, draußen 100.

Der Ort Garmisch-Partenkirchen wird den Besuch dieser Amerikanerin so schnell nicht vergessen.

Freitag, 11. September

15.04 Uhr: Gute Nachrichten! Mehrere tausend Zuschauer in Stadien möglich

Gute Nachrichten für Sportfans in Nordrhein-Westfalen. Bald dürfen wohl mehr als die bisher erlaubten 300 Zuschauer in ein Stadion. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte das nach einem Sport-Gipfel, mit Vertretern aus verschiedenen Sportarten.

„Im Fußballstadion können es auch ein paar tausend Zuschauer sein. Das werden wir über das Wochenende in die Coronaschutzverordnung für jede Sportart umsetzen“, sagte Laschet, wie der WDR berichtet.

NRW werde demnach am Dienstag die Verordnung anpassen, die neue Obergrenze richte sich dabei nach Sportstätte und Hygienekonzept, hieß es.

Für Sportarten, wie Basketball, Eishockey oder Handball bräuchte es allerdings noch weitere Verhandlungen mit anderen Bundesländern.

Gleichzeitig sicherte der Ministerpräsident ein weiteres Hilfspaket für Vereine in Nordrhein-Westfalen zu. In diesem werden 15 Millionen Euro bereitgestellt. Es ist das zweite Hilfspaket der Landesregierung, nachdem bereits im Frühjahr 10 Millionen Euro bereitgestellt wurden.

Donnerstag, 10. September

06.55 Uhr: Corona: Reisewarnung für DIESE beliebten Reiseziele ausgesprochen!

Das Auswärtige Amt hat Reisewarnungen für weitere Regionen in Europa ausgesprochen. Davon betroffen sind unter anderem auch die Städte Genf (Schweiz), Prag (Tschechien), Dubrovnik (Kroatien) oder die Insel Korsika (Frankreich).

Ebenfalls wurden bereits bestehende Reisewarnungen für Teile Frankreichs ausgeweitet. Demnach wird nun wegen der hohen Infektionszahlen auch vor Reisen nach Korsika sowie in die Regionen Île-de-France, Provence-Alpes-Côte-d’Azur, Auvergne-Rhônes-Alpes, Occitanie und Nouvelle-Aquitaine gewarnt.

Auch warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in die Schweizer Kantone Waadt und Genf.

Außerdem kamen weitere Gebiete in Kroatien hinzu: Dubrovnik-Neretva und Požega-Slawonien.

Mittwoch, 9. September

13.16 Uhr: Reisewarnung für zirka 160 Länder wird aufgehoben

Die pauschale Reisewarnung für fast alle gut 160 Länder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums wird am 30. September enden.

Vom 1. Oktober an soll es nach einem Beschluss des Bundeskabinetts dann auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr.

08.30 Uhr: Herber Rückschlag für eine Impfstoff-Studie

Gesundheitliche Probleme bei einem Teilnehmer sorgen dafür, dass der britische Konzern AstraZeneca seine klinische Studie für einen Impfstoff im Kampf gegen das Coronavirus stoppen muss. Der Impfstoff befindet sich derzeit unter anderem in den USA in der letzten Studien-Phase. Dabei wird er an mehreren zehntausend Menschen getestet.

Das Unternehmen sagte dazu: „In großen Versuchsreihen treten Erkrankungen zufällig auf, müssen aber von unabhängiger Seite untersucht werden, um das gründlich zu überprüfen.“ Nun werde überprüft, ob der Impfstoff die gesundheitlichen Probleme bei dem Teilnehmer ausgelöst hat.

Dienstag, 8. September

19.35 Uhr: Kellner ging trotz Corona arbeiten - Corona-Verdacht bei 400 Gästen

Ein Kellner, der trotz eines positiven Corona-Tests arbeiten gegangen ist, beschäftigt derzeit das Frankfurter Gesundheitsamt. Mehr als 400 Kontakte des Mannes müssten nun angerufen werden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsdezernats am Dienstag. Er müsse mit einer Strafe rechnen, da er gegen die Quarantäneregelung verstoßen habe. Das Risiko, dass er Gäste der betroffenen Bar angesteckt habe, werde allerdings als gering eingestuft, da sich der Mann an die Abstandsregeln gehalten und eine Mund-Nase-Bedeckung getragen habe. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ online über den Fall berichtet.

Eine Kollegin, die den Kellner ohne eine Maske begrüßt habe, sei positiv getestet worden. Sicherheitshalber gelte nun auch für alle anderen Mitarbeiter der zwei Abende, an denen der Kellner arbeitete, eine Quarantäneregelung - nicht aber für die Gäste. Diese würden ermahnt, sich mit Kontakten zurückzuhalten und vorsichtig zu sein, sagte die Sprecherin. Die Bar sei gründlich gereinigt worden und inzwischen wieder geöffnet.

11.15 Uhr: Dozentin stirbt während einer Online-Vorlesung an den Folgen des Coronavirus'

Wie die argentinische Zeitung „MDZ“ berichtet, verlor eine Dozentin der „Universidad Argentina de La Empresa“ während einer Online-Vorlesung in Argentinien, welche via Zoom übertragen wurde, plötzlich das Bewusstsein. Zuvor hatte sie wohl keine Luft mehr bekommen. Die Studenten sollen sie noch nach ihrer Adresse gefragt haben, um einen Krankenwagen zu rufen, aber da habe sie bereits nicht mehr antworten können. Etwa 40 Studierende mussten live bei tragischen Vorfall zusehen, so die „MDZ“. Für sie kam leider jede Hilfe zu spät.

Die Dozentin hatte sich öffentlich zu ihrer Infektion mit dem Coronavirus bekannt. Selbst vier Wochen nach der Infektion habe sie noch Symptome gehabt. Trotzdem habe sie sich dazu entschieden weiterhin Vorlesungen zu geben.

Montag, 7. September

22.30 Uhr: „WAZ“: NRW erlaubt Martinsumzüge

In NRW sollen laut die diesjährigen Martinsumzüge grundsätzlich stattfinden dürfen. Die traditionellen Umzüge seien „grundsätzlich zulässig“, wird aus einem Schreiben des NRW-Gesundheitsministeriums an die Kommunalen Spitzenverbände zitiert. „Wir wollen den Kommunen, den Veranstaltern und den Teilnehmern der Martinsumzüge Sicherheit geben“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der Zeitungen. Die Umzüge seien zulässig, wenn sich das Infektionsgeschehen bis dahin nicht maßgeblich verschlechtern sollte.

22.00 Uhr: Schwesig will mehr Zuschauer bei Sport-Events

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, plädiert dafür, mehr Zuschauer bei Sport-Veranstaltungen zuzulassen. Schwesig hat im „Spiegel“ gesagt: „Ich kann die Kritik der Kollegen Söder und Kretschmann nicht nachvollziehen. Wenn sie in ihren Ländern niedrige Infektionszahlen hätten und der Osten hohe, hätten die beiden längst wieder die Stadien geöffnet.“ Am Dienstag entscheidet die Landesregierung in Schwerin über die Zulassung von mehr Zuschauern.

17.15 Uhr: Corona-Gedenkstunde: Schäuble zurückhaltend

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat auf die Idee einer Gedenkstunde für die Corona-Opfer zurückhaltend reagiert. „Den angekündigten Gesprächen will ich in der Öffentlichkeit nicht vorgreifen“, sagte Schäuble dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). Er sei sich aber sicher, dass sich die Verfassungsorgane darüber verständigen könnten – „wenn die Anregung des Bundespräsidenten im Zusammenwirken mit der Bundesregierung erst einmal konkretisiert wurde.“

15.00 Uhr: Biontech testet Impfstoff-Kandidaten in Deutschland

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer dürfen ihren Corona-Impfstoff auch in Deutschland testen. Das Paul-Ehrlich-Institut habe die Erlaubnis dazu erteilt, teilte Biontech mit. Bis Montag haben sich den Angaben zufolge bereits 25 000 Testpersonen an der Studie beteiligt.

8.12 Uhr: Heute startet die Auszahlung des Kinderbonus

Heute ist es soweit. Der im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets beschlossene Kinderbonus wird ab heute ausgezahlt. Pro Kind werden an die Familien je 300 Euro überwiesen. Allerdings wird diese Summe nicht direkt vollständig ausgezahlt. 200 Euro gibt es im September und nochmal 100 Euro im Oktober. Der Kinderbonus muss nicht beantragt werden.

In Deutschland gibt es etwa 18 Millionen Kinder und Jugendliche, für welche die Familien den Kinderbonus erhalten. Dieser wird zwar auf den Kinderfreibetrag aber nicht auf Hatz IV oder andere Sozialleistungen angerechnet.

Sonntag, 6. September

08.08 Uhr: Expertin mit düsterer Prognose

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigen - und das wird sich auch in den nächsten Monaten vermutlich nicht ändern. Dr. Ute Teichtert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, erklärt der „Bild“: „Wir beobachten gerade ein breit verteiltes Infektionsgeschehen, nicht mehr nur einzelne Ausbrüche. Ich fürchte, dass in den nächsten Monaten, wenn wieder mehr gesellschaftliches Leben in Innenräumen stattfindet, die Neuinfektionen zunehmen.“

Mehrere tausend Fälle pro Tag würden das Gesundheitsämter in Deutschland überlasten, sagt die Expertin weiter. Sie fordert: „Die Digitalisierung der Kontaktverfolgung muss – wie mehrere Testpannen zeigen – dringend vorangetrieben werden“

Samstag, 5. September:

21.20 Uhr: Corona-Impfstoff: So teuer soll er werden

Der künftige Corona-Impfstoff des französischen Pharmakonzerns Sanofi soll weniger als zehn Euro pro Dosis kosten. Ein endgültiger Preise stehe aber noch nicht fest, sagte der Präsident von Sanofi France, Olivier Bogillot, am Samstag im Radiosender France Inter. Mehrere Hersteller arbeiten an Impfstoffen. „Es müssen Millionen, um nicht zu sagen Milliarden Menschen geimpft werden“, so der Sanofi-Topmanager. Zum Preis sagte er: „Wir werden bei weniger als zehn Euro sein.“

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte im Juni ein Werk des Herstellers im Südosten des Landes besucht. Sanofi kündigte damals an, 610 Millionen Euro für die Impfstoffforschung und -produktion im Land zu investieren. Im Juli teilten Sanofi und der britische Konkurrent GlaxoSmithKline dann mit, mit der US-Regierung einen Milliardendeal zur Weiterentwicklung eines potenziellen Corona-Impfstoffs vereinbart zu haben.

19.50 Uhr: Wieder mehr als 1300 Neuinfektionen

nnerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Samstagmorgen 1378 neue Corona-Infektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9324. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Samstag bei 1,0 (Vortag: 0,85). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt.

Die gute Nachricht: Bis Samstagmorgen hatten etwa 222 900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

15.00 Uhr: Spahn mit eindringlicher Bitte

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie eindringlich aufgerufen, Herbstferien und Weihnachtsurlaub in Deutschland zu verbringen. Man habe beim Winterurlaub in Ischgl und im Sommerurlaub gesehen, dass „zumindest bestimmte Arten von Reisen und Urlaub Risiken mit sich bringen und Infektionen mit zurück nach Deutschland bringen, sagte Spahn am Samstag in Berlin.

Zugleich appellierte Spahn an die Menschen: „Aber vielleicht schaffen wir es ja auch alle zusammen, mal für den Herbsturlaub und vielleicht auch gleich für den Weihnachtsurlaub mit, nicht so weit zu fahren. Sondern einfach mal die Schönheit Deutschlands zu genießen.“ Der Minister fügte hinzu: „Das macht's uns allen, übrigens auch den Gesundheitsämtern vor Ort, deutlich leichter.“

Spahn machte erneut klar, dass er nicht mit einem raschen Ende der Corona-Pandemie rechnet. Er sei aber zuversichtlich, dass man in sechs Monaten noch besser damit umgehen könne, eine Balance zu finden zwischen bestmöglichem Infektionsschutz und soviel Alltag wie möglich.

9.35 Uhr: Bizzare Bestrafung für Maskenverweigerer!

Bizarre Corona-Strafe in Indonesien: In der Hauptstadt Jakarta werden Maskenverweigerer neuerdings zum Probeliegen in einem Sarg gebeten. Bürger, die man ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt hat, können Berichten zufolge wählen, ob sie gemeinnützige Arbeit verrichten, eine Geldstrafe zahlen oder sich eine Minute in einen Sarg legen wollen. Den Behörden in Jakarta zufolge sollen Maskenverweigerer dadurch auf die möglicherweise tödlichen Konsequenzen ihres Handelns hingewiesen werden.

>>>Hier geht es zu dem bizarren Video<<<

„Denk darüber nach, was passiert, wenn Du Covid-19 bekommst“, sagte ein Beamter zu einem der Maskenverweigerer im offenen Sarg. Ein Video der Szene wurde am Donnerstag auf Youtube verbreitet. Abdul Syukur war einer von denen, die sich in die blumengeschmückte Holzkiste legen mussten. Der Nachrichtenseite „Tribun News“ sagte er, er habe nicht genug Geld gehabt, um die Strafe in Höhe von rund 14 Euro zu zahlen.

Freitag, 4. September

21.20 Uhr: Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt FÜR Weihnachtsmarkt-Öffnung

Reiner Haseloff (CDU) hat sich für die Öffnung von Weihnachtsmärkten ausgesprochen. Deren Betrieb solle ermöglicht werden, „soweit die pandemische Lage dem nicht zwingend entgegensteht“, sagte er der FUNKE Mediengruppe, der auch DER WESTEN angehört. Haseloff begründete dies mit der hohen traditionellen und kulturellen Bedeutung der Märkte.

20.00 Uhr: EU plant Verkürzung der Quarantänezeit

In der EU soll die Quarantäne-Zeit nach Reisen aus Risikogebieten auf bis zu zehn Tage verkürzt werden. Die EU-Gesundheitsminister hätten sich auf einen Zeitraum von mindestens zehn Tagen verständigt, sagte Gesundheitsminister Spahn nach einer Konferenz. Geprüft werde auch, ob sie bei einem negativen Corona-Test auch auf fünf Tage zu reduzieren wären.

17.00 Uhr: WHO kontert USA: Impfmittel nicht vor Mitte 2021

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet nicht vor Mitte 2021 mit einer breit angelegten Impfung gegen Corona. Bislang habe keiner der Kandidaten für einen Impfstoff in klinischen Tests einen „deutlichen Hinweis“ darauf gegeben, dass die von der WHO angestrebte Wirksamkeit von mindestens 50 Prozent erreicht werde, sagte eine Sprecherin der Organisation. Die US-Gesundheitsbehörden hatten dagegen erklärt, ein Impfstoff könne bereits Ende Oktober und damit kurz vor der US-Präsidentenwahl zur Verteilung bereitstehen.

11.24 Uhr: Experten sicher – Impfstoff reicht nicht für alle

Die ganze Welt wartet auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Doch nun erklärt Thomas Mertens, Kommissionsvorsitzender am Robert-Koch-Institut: Der Impfstoff wird nicht für alle reichen. Im Interview mit RTL und n-tv erklärt er: „Wenn wir jetzt eine Impfung für die gesamte Bevölkerung empfehlen würden, dann würden wir sozusagen Impfstoff absauegn und die Gruppe, die eigentlich geimpft werden soll, hätte nicht genug.“ Nur Risikogruppen sollen zunächst geimpft werden.

Sie gehören zur Risikogruppe:

  • Menschen ab 60 Jahren
  • Schwangere
  • Pflegeheim-Bewohner
  • Pflegekräfte
  • Medizinisches Personal

09.16 Uhr: Bald nur noch fünf statt 14 Tage Quarantäne?

Besteht der Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus, müssen Betroffene 14 Tage lang in die Quarantäne. Virologe Christian Drosten machte in seinem NDR-Podcast den Vorschlag, die Zeit auf fünf Tage zu verkürzen. Er scheint Anklang zu finden: Politiker der SPD, FDP und der Grünen. Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, erklärte der „Welt“: „Ich halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen. Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der PCR-Test noch ein positives Ergebnis ausweist.“

Donnerstag, 3. September

18.30 Uhr: Umfrage zeigt: Mehrheit der Deutschen will....

Die Mehrheit der Deutschen ist dafür, dass Karnevalsfeiern in dieser Session 2020/2021 abgesagt werden. Laut einer Unfrage vom infratest diimap vom ARD Deutschland Trend unter 1.027 Menschen am Montag und Dienstag sind 86 Prozent der Befragten dafür, dass eine Absage im Herbst und Frühjahr nächsten Jahres in die richtige Richtung weist.

Etwa zwei Drittel (64 Prozent) wollen auch Teilnehmerobergrenzen bei privaten Feiern beibehalten und hätten nichts dagegen, wenn Weihnachtsmärkte abgesagt werden. Anders sieht es im Osten aus: Da lehnen etwa die Hälfte der Menschen solche Einschränkungen ab.

Die Maskenpflicht an Schulen lehnt die Mehrheit ab (66 Prozent). 31 Prozent finden die Maßnahme sinnvoll. Auch am Arbeitsplatz wollen 55 Prozent keine Maske tragen. 38 Prozent sind dafür.

Generell sei die Angst vor dem Coronavirus abgeschwächt. 73 Prozent machen sich keine oder wenig Gedanken sich zu infizieren. 26 Prozent sind weiterhin in Sorge. Im August waren es noch 34 Prozent.

09.47 Uhr: Peking erlaubt wieder internationale Flüge - nicht aus Deutschland

Nach einer halbjährigen Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie sind am Donnerstag erstmals wieder internationale Flüge aus wenigen ausgewählten Ländern zum Pekinger Flughafen aufgenommen worden. Anfangs wurden acht Länder ausgesucht, in denen die Ansteckungszahlen vergleichsweise gering sind. Deutschland zählt nicht dazu, aus Europa aber Österreich, Dänemark, Schweden und Griechenland. Als weitere Länder wurden Thailand, Kambodscha, Pakistan sowie Kanada ausgewählt.

Die Passagiere müssten auch aus diesen Ländern stammen, betonte der Sprecher der Pekinger Stadtregierung laut Tageszeitung „China Daily“. Vor dem Abflug müssen sie einen negativen Covid-19-Test vorlegen. In Peking müssen die Reisenden nach der Ankunft in Quarantäne in eine zentrale Einrichtung und dann in siebentägige Isolation daheim. Zunächst werden täglich nur fünf Flüge und maximal 500 Passagiere zugelassen. In einer zweiten Phase sollen es 1000 werden.

Es sind die ersten Flüge seit dem 23. März, als Chinas Hauptstadt alle internationalen Flüge eingestellt hatte. Zuvor hatte China noch die USA und andere Länder nach dem Ausbruch des Coronavirus wegen deren Beschränkungen für chinesische Reisende kritisiert. Doch machte China Ende März selbst die Grenzen für Ausländer dicht, indem auch bestehende Einreise-Visa nicht mehr anerkannt wurden.

In den vergangenen Monaten wurden die Beschränkungen nur etwas gelockert, indem beispielsweise Reisende aus Deutschland auf einigen Sonderflügen der deutschen Handelskammer in China mit besonderer Genehmigung und Quarantäne zugelassen wurden. Die Hauptstadt war aber besonders geschützt worden, so dass bisher noch keine internationalen Flüge nach Peking erlaubt waren.

China, wo die ersten Infektionen Ende Dezember in Wuhan entdeckt worden waren, hat die Atemwegserkrankung mit strengen Maßnahmen weitestgehend in den Griff bekommen, so dass sich das Leben normalisiert hat. Seit Tagen werden keine lokalen Ansteckungen mehr gemeldet, sondern nur noch importierte Fälle.

Mittwoch, 2. September:

22.45 Uhr: „New York Times“: USA will ab November mit Impfungen starten

Paukenschlag aus den USA! Wie die „New York Times“ berichtet, habe die C.D.C., eine Behörde des US-Gesundheitsministeriums, alle 50 Bundesstaaten darüber informiert, dass ab November die Impfungen beginnen sollen! Alle Bundesstaaten sollen sich demnach auf die Verteilung eines Corona-Impfstoffs an Mitarbeiter des Gesundheitswesens und andere Hochrisikogruppen vorbereiten.

19.20 Uhr: Kanarische Inseln jetzt auch Risikogebiet!

Wegen der gestiegenen Zahl von Neuinfektionen hat die Bundesregierung auch die Kanarischen Inseln und damit ganz Spanien als Risikogebiet eingestuft. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete.

11.34 Uhr: USA lehnen Teilnahme an internationaler Initiative für Corona-Impfstoff ab

Die USA wollen sich nicht an die weltweite Initiative Covax anschließen, die einen fairen Zugang zum einem Covid-19-Impfstoff garantieren soll. Aus dem Weißen Haus heißt es, die USA ließe sich nicht durch multilaterale Projekte einschränken, die unter dem Einfluss „der korrupten Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Chinas“ stünden. Im Juli waren die Vereinigten Staaten aus der WHO ausgetreten.

Präsident Donald Trump warf der Organisation vor, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben. Er macht die WHO mitverantwortlich für die hohe Zahl der Corona-Toten in den USA.

10.36 Uhr: Corona: Spahn mit knallharter Aussage!

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich während des NRW-Kommunalwahlkampfes in Bottrop brutal ehrlich zur Corona-Pandemie. Er zieht eine Bilanz zu dem Lockdown im Frühjahr und überrascht mit der Aussage:

„Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren. Wir werden nicht noch mal Besuchsverbote brauchen in den Pflegeeinrichtungen.“

Bedeutet: Bei einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen wird es in Deutschland keinen Lockdown mehr geben.

Die Deutschen hätten gelernt, „wie wir uns schützen können, ohne dass es diese Maßnahmen braucht“, erklärte Spahn gegenüber der „Bild“. Jedoch weiterhin wichtig seinen die Mund-Nasenschutz-Masken, so Spahn.

07.25 Uhr: Roche bringt Corona-Schnelltest auf den Markt

Der Pharmakonzern Roche aus der Schweiz will noch im September einen Corona-Schnelltest auf den Markt bringen, teilte das Unternehmen mit. Anhand des Tests soll innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis feststehen. Zunächst soll er ab Ende September in Europa erhältlich sein, geplant sei aber auch eine schnelle Zulassung in den USA.

Dienstag, 1. September:

23.00 Uhr: Über 18 Millionen Corona-Infizierte wieder genesen

Gute Nachricht! Laut der renommierten Johns-Hopkins-Universität (USA) sind weltweit über 18 Millionen Corona-Infizierte wieder genesen.

22.00 Uhr: Krebsmedikamente! Forscher finden mögliche Therapie gegen Corona

Wissenschaftler der Frankfurter Goethe-Universität konnten die Vermehrung von Coronaviren in Zellkultur-Experimenten stoppen. Ihr Hilfsmittel: Wirkstoffe aus der Krebstherapie. Dr. Christian Münch vom Institut für Biochemie II der Goethe-Universität Frankfurt zu „Bild“: „Wir hatten früh ein System, um menschliche Zellen in der Plastikschale mit Corona zu infizieren. Deren Signalwege haben wir mit denen gesunder Zellen verglichen. Dabei konnten wir uns 16.000 verschiedene Kommunikationspunkte in den Zellen anschauen. Bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 wurden mehrere 1.000 davon verändert.“

Die Forscher haben fünf Wirkstoffe aus der Krebstherapie an infizierten Zellen getestet. Münch: „Alle konnten die Vermehrung der Coronaviren stoppen, indem sie die Signalwege unterbrachen.“

21.20 Uhr: Über sechs Millionen Infizierte in den USA

In den USA ist die Zahl der Infektionsfälle auf über sechs Millionen gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 32 087 Neuinfektionen registriert worden, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Insgesamt hätten sich damit 6.004.443 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf 183.050 gestiegen.

20.45 Uhr: Google und Apple gemeinsam gegen Corona

Google und Apple integrieren ab sofort die grundlegende Technologie zum Erfassen von Corona-Begegnungen direkt in ihre Smartphone-Betriebssysteme iOS und Android.

20.00 Uhr: Österreich glaubt an Impfungen ab Januar

Österreich hält erste Impfungen ab Januar für möglich. Die Regierung hofft darauf, bis zum Jahreswechsel 600.000 Impfdosen für 300.000 Menschen zu erhalten, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober sagte. „Es sieht derzeit ganz gut aus“, fügte der Minister hinzu. Bei den ersten Impfungen sollen seinen Angaben zufolge Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege bevorzugt werden.

19.07 Uhr: Bayern: Grillen auf öffentlichen Plätzen wieder erlaubt

Das verbotene Grillen auf öffentlichen Plätzen und in Anlagen ist in Bayern wieder erlaubt. Der Verwaltungsgerichtshof setzte die entsprechende Regelung in einem Normenkontroll-Eilverfahren vorläufig außer Vollzug – wegen Unverhältnismäßigkeit. Die Staatsregierung hatte das Grillen in der Öffentlichkeit zum Schutz vor Ansteckungen unabhängig von den anwesenden Personen generell untersagt.

16.19 Uhr: Lauterbach fordert, dass auch Kanaren Risikogebiet werden

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat sich wegen deutlich steigender Infektionszahlen dafür ausgesprochen, auch die Kanarischen Inseln zum Risikogebiet zu erklären.

„Der Trend ist eindeutig: Die Infektionszahlen auf den Kanarischen Inseln liegen seit Tagen stabil über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche“, sagte Lauterbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Deshalb muss die Bundesregierung aus meiner Sicht auch die Kanaren als Risikogebiet einstufen“, forderte er.

13.32 Uhr: Rund 8000 Zuschauer zum Bundesliga-Start erlaubt

8.400 Zuschauer dürfen zum Bundesliga-Start ins Stadion von Redbull Leipzig, um live mitzufiebern. Das berichtet die Bild. Demnach sei das Stadion dann zu einem Fünftel ausgelastet.

Die Dauerkarten-Inhaber können sich freuen, diese Karten werden unter ihnen verlost. Zusätzlich dürfen nur Menschen zum Fußballspiel, die ihren Wohnsitz in Sachsen haben.

12.14 Uhr: Berlin erlässt Maskenpflicht für Demonstrationen

Bei Demonstrationen in Berlin mit mehr als 100 Teilnehmern gilt künftig eine Maskenpflicht.

Darauf hat sich der Senat nach Informationen der dpa bei seiner heutigen Sitzung verständigt. Es soll aber Ausnahmen etwa für Autokorsos geben.

10.31 Uhr: Tui-Flug endet im Corona-Desaster

Wegen eines Fluges von der griechischen Insel Zakynthos nach Cardiff in Wales steht der Reisekonzern Tui nun in der Kritik. Denn der Flug endet in einem Corona-Desaster.

16 Corona-Fälle, knapp 200 Menschen in Quarantäne: Das ist die Bilanz des Fluges. Und das alles offenbar, weil sich im Flugzeug niemand an die Corona-Regeln hielt, so berichtet es die BBC unter Berufung auf mehrere Passagiere.

„Der ganze Flieger war voller 'Covidioten' und einer ungeeigneten Crew, die sich nicht weniger dafür hätte interessieren können“, sagte Stephanie Whitfield, die bei dem Flug an Bord war, der BBC. „Der Flug war ein Debakel. Der Typ neben mir hatte seine Maske um den Hals. Statt ermahnt zu werden, hat er sogar noch ein kostenloses Getränk bekommen, weil er ein Mitglied der Crew kannte.“

Laut britischen Gesundheitsbehörden, waren an Bord des Flugs am 25. August sieben Menschen, die vermutlich ansteckend waren. Einige davon hätten bereits während des Flugs über Unwohlsein und milde Symptome geklagt. 193 Passagiere und die Crew befinden sind jetzt in Quarantäne.

„Eine Menge Menschen nahmen während des Flugs ihre Masken ab und spazierten im Flugzeug herum. Als der Flieger landete, nahmen viele sofort ihre Masken ab“, so Stephanie Whitfield. Die Crew habe dabei niemanden zurechtgewiesen.

7.25 Uhr: Ab heute keine Maskenpflicht mehr im Unterricht in weiterführenden Schulen

An Nordrhein-Westfalens weiterführenden Schulen gilt im Unterricht von diesem Dienstag an keine Maskenpflicht mehr. Einzelne Einrichtungen setzen aber auf freiwilliges Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Auf Schulhöfen und im Schulgebäude bleibt die Maskenpflicht ohnehin bestehen. Die Maskenpflicht im Unterricht der weiterführenden und berufsbildenden Schulen in NRW bestand seit Beginn des Schuljahres am 12. August.

Dass die Maskenpflicht nicht verlängert wird, stößt auch auf Kritik. So warnt etwa der Berufsverband der Gymnasiallehrer, dass die Infektionszahlen an den Schulen steigen und „zu erneutem Distanzunterricht und damit zu deutlichen Einschränkungen führen“ könnten.

Montag, 31. August:

12.32 Uhr: Steinmeier dankt Polizei für Einsatz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der Polizei für ihren Einsatz bei den Demonstrationen am Samstag in Berlin gedankt und zugleich alle Bürger zum Einsatz für die Demokratie aufgerufen. Die Verteidigung der freiheitlichen Demokratie obliege nicht allein der Polizei, sagte er am Montag nach einem Treffen mit Beamten, die bei den teils gewaltsamen Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen im Einsatz gewesen waren. „Sie ist Aufgabe und Pflicht der gesamten Zivilgesellschaft – und jedes Einzelnen. Aktiv, entschieden und mutig müssen wir gemeinsam den Feinden unserer Demokratie die Stirn bieten.“

Die vielen Tausend Polizistinnen und Polizisten hätten am Samstag „unter hohem persönlichem Risiko mit großer Professionalität Recht und Gesetz verteidigt“, sagte Steinmeier. Sie hätten dafür gesorgt, dass Zehntausende Menschen ihr Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit ausüben konnten. „Wirksam und beherzt, aber ebenso maßvoll und angemessen haben Sie gezeigt, dass unser Rechtsstaat funktioniert.“

Der Bundespräsident verurteilte erneut scharf die Besetzung der Treppe des Reichstagsgebäudes vorwiegend durch rechte Demonstranten. „Reichsflaggen auf den Stufen des frei gewählten deutschen Parlaments, das Herz unserer Demokratie – das ist nicht nur verabscheuungswürdig, sondern angesichts der Geschichte dieses Ortes geradezu unerträglich“ sagte er. „Wir dulden keine antidemokratische Hetze und keine Herabwürdigung der Bundesrepublik Deutschland am Bundestag.“

10.00 Uhr: USA nähern sich Hammer-Grenze!

Schock-Zahlen für Donald Trump! Die USA nähern sich der Marke von sechs Millionen Corona-Infektionen. Am Montag lag die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus laut Johns-Hopkins-Universität bei 5,997 Millionen - das sind fast ein Viertel der weltweit rund 25 Millionen nachgewiesenen Fälle. 183.000 Infizierte in den USA starben bereits.

Die USA sind das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Erst vor drei Wochen hatte es die Marke von fünf Millionen Infektionen erreicht - nur 17 Tage nach Erreichen der Vier-Millionen-Marke. Die Pandemie bestimmt auch den US-Präsidentschaftswahlkampf. US-Präsident Donald Trump will vor der Wahl am 3. November dringend Erfolge im Kampf gegen das Virus vorweisen.

08.19 Uhr: Laschet spricht sich für regionale Corona-Bekämpfung aus...

NRW-Ministerpräsident Laschet hat sich nachdrücklich gegen bundesweit einheitliche Regeln in der Corona-Krise gewandt.

„Warum sollen in einem Land mit so unterschiedlichen Infektionszahlen alle Maßnahmen gleich sein? Warum soll man in Mecklenburg-Vorpommern mit ganz wenig Infizierten private Begegnungen auf 25 Teilnehmer begrenzen?“, fragte Laschet in einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Montagausgabe).

Er fügte hinzu: „Wir müssen die Pandemie regional angemessen bekämpfen.“

Sonntag, 30. August:

18.31 Uhr: Erster Karnevalszug abgesagt

Der erste Karnevalszug hat reagiert. Der Zollstocker Dienstagszug ist abgesagt worden. Dazu entschieden sich die Verantwortlichen am Samstagabend. Man könne es den beteiligten Schulen und Kindergärten gegenüber nicht verantworten, noch länger mit einer Entscheidung zu warten, teilte Vorstandsmitglied Michael Siegenbruck am Samstagabend in einem Live-Video mit. Gesundheitliche und finanzielle Risiken seien zu hoch, um den Zug weiter zu planen. In Kürze hätte der Verein mit dem Wagenbau sowie der Organisation von Kapellen und Sicherheitsdienst beginnen wollen. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Ganz ausfallen soll der Karneval in Zollstock im kommenden Jahr aber nicht. Man wolle mit einem Musikwagen durch das Veedel fahren, sagte Siegenbruck. „Eine Idee wäre zum Beispiel, mit dem Wagen dann die Altenheime anzufahren.“ Gemeinsam mit den Gastronomen wolle man außerdem darüber nachdenken, zumindest kleine Feiern nach draußen zu verlegen.

14.27 Uhr: Karneval in Pandemie-Zeiten? Armin Laschet wird deutlich

Armin Laschet (CDU) bittet Karnevalisten wegen der Corona-Pandemie um Verständnis. „In diesem Corona-Jahr mussten und müssen wir alle auf Liebgewonnenes verzichten: Wenn Christen auf ein Osterfest in der Gemeinschaft, die Schützen auf ihr Schützenfest, Weintrinker auf ihr Weinfest, die Fußballfans auf ihre Stadionbesuche verzichten mussten, dann ist doch klar, dass auch der Karneval zur Disposition steht“, sagte der NRW-Ministerpräsident der „Bild am Sonntag“.

Er wünsche sich eine gemeinsame Regelung in den benachbarten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die von den Vereinen mitgetragen werde. „Dann werden die Menschen verstehen, dass wir mit dem Virus nicht so Karneval feiern können wie es üblich war“, sagte Laschet. Karneval mit vielen Menschen auf engem Raum und Alkohol sei derzeit schwer vorstellbar.

7.40 Uhr: Experten raten dringend zur Grippeimpfung im Herbst

Deutsche Kinderärzte raten in diesem Herbst zu einer Grippeimpfung für Kinder. Er empfehle allen Eltern, ihre Kinder in diesem Jahr gegen Influenza impfen zu lassen, sagte Johannes Hübner, leitender Oberarzt der Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pädriatische Infektiologie, der „Welt am Sonntag“.

„Wir wissen, dass Kinder den Influenza-Virus maßgeblich übertragen“, sagte Hübner. Jeden Winter müssten viele Kinder wegen Grippe stationär aufgenommen und sogar mit Sauerstoff versorgt werden. Abgesehen von den Risiken für die Gesundheit der Kinder gebe es in Zeiten der Corona-Pandemie aber auch eine gesellschaftliche Verpflichtung zum Schutz anderer, betonte er.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) riet angesichts der Corona-Pandemie zur Grippeimpfung. „Gleichzeitig eine größere Grippewelle und die Pandemie kann das Gesundheitssystem nur schwer verkraften“, sagte Spahn der „Welt am Sonntag“. Deswegen habe die Bundesregierung „diesmal zusätzlichen Grippeimpfstoff besorgt“. „Jeder, der sich und seine Kinder impfen lassen will, sollte und kann das tun“, sagte Spahn der Zeitung.

Grundsätzlich werde mit einer höheren Nachfrage nach Grippe-Impfstoffen im Herbst gerechnet, weshalb Deutschland sich vorsorglich entsprechende Dosen gesichert habe, sagte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestages, Erwin Rüddel, der Zeitung. Trotzdem empfahl der CDU-Politiker, dass vor allem Risikogruppen die Grippeschutzimpfung nutzen sollten.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sagte der „Welt am Sonntag“, ratsam seien Grippeschutzimpfungen bei jungen Menschen immer dann, wenn eine erhöhte Gefährdung infolge eines Grundleidens vorliege, zum Beispiel Asthma, Diabetes oder Erkrankungen des Immunsystems.

Samstag, 29. August:

17.53 Uhr: Geheimbericht enthüllt Szenario für den Winter

Wie wird Corona sich im kommenden Winter weiterentwickeln? Diese Frage beschäftigt Experten und Wissenschaftler. BBC liegt ein geleaktes Papier der Regierung vor, indem bei einem „anzunehmenden Worst Case Szenario“ von 85.000 Tote in Großbritannien im kommenden Winter durch Covid-19 ausgegangen wird.

Es handelt sich dabei um keine Vorhersage, sondern ein Szenario. Laut dem Papier der „Sage Scientific Advisory Group“ könnte es zu erneuten Restriktionen kommen, aber Schulschließungen schließen die Experten aus.

Großbritannien ist eines der härtesten betroffenen Länder des Virus. Seit Ausbruch des Coronavirus gibt es in Großbritannien fast 37.000 Tote infolge von Covid-19.

8.21 Uhr: Umfrage zur Kommunalwahl in NRW: Briefwahl in Corona-Zeit so beliebt wie noch nie

Noch nie war die Briefwahl bei einer Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen so beliebt wie im Corona-Jahr. Ob aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem Virus im Wahllokal oder nicht - die flexible Wahl per Brief liegt im Trend. Mehrere nordrhein-westfälische Städte berichten, dass Briefwahlunterlagen vor der Wahl am 13. September öfter angefragt wurden als im gleichen Zeitraum vor den Kommunalwahlen 2014. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in mehreren NRW-Städten.

Schon zwei Wochen vor der Wahl knackt die Städteregion Aachen den Rekord an Briefwählern. Es hätten sich bereits 18 Prozent der Wahlberechtigten gemeldet - bei der vergangenen Kommunalwahl 2014 hatten insgesamt 16,5 Prozent der Wahleberechtigten per Brief abgestimmt. In Bielefeld beantragten bislang rund 16 Prozent der Stimmberechtigten die Briefwahl. Das waren rund zehn Prozentpunkte mehr als im Vergleichszeitraum vor der Kommunalwahl 2014. „Die Briefwahl ist einfach bequemer für Wähler“, sagt Ruth Goebel, Leiterin des Wahlteams in Bielefeld. „Wegen der Briefwahl können auch diejenigen wählen, die am Wahltag selbst nicht da sind.“

Auch in Münster stieg die Nachfrage im vergleichbaren Zeitraum, von 12 Prozent bei der Wahl 2014 auf 17 Prozent in diesem Jahr. Ähnlich sah es in Dortmund aus, 16 Prozent der Stimmberechtigten entschieden sich für die Briefwahl - 2014 waren es noch 10 Prozent gewesen. „Aufgrund der Corona-Pandemie trägt die Briefwahl eventuell dazu bei, dass die Wahlbeteiligung nicht sinkt“, sagt ein Sprecher der Stadt Dortmund. Andererseits mache der Briefwahltrend die Vorbereitung und Durchführung einer Wahl aber auch komplizierter, aufwendiger und teurer, teilte die Stadt Düsseldorf mit.

Freitag, 28. August:

19.45 Uhr: Laschet will Quarantäne streng kontrollieren lassen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet will die geplante verpflichtende Quarantäne für Reiserückkehrer aus Risikogebieten streng kontrollieren lassen. Man werde „in NRW null Toleranz gegenüber dem gelten lassen, der sich über geltendes Recht zu Lasten anderer hinwegsetzt“, sagte Laschet am Freitag in Moers. Eine Quarantäne zu überprüfen, sei komplizierter als etwa die Kontrolle der Maskenpflicht in Bussen. „Aber der Vorgang, als positiv Getesteter eine Quarantäne zu verlassen, ist das vorsätzliche Risiko, eine Gefährdung anderer in Kauf zu nehmen.“ Man brauche jetzt eine „Vollzugsoffensive“.

14.58 Uhr: München reagiert auf steigenden Infizierten-Zahlen

Die Stadt München hat aufgrund der steigenden Corona-Zahlen ein Alkoholverbot verhängt. Dieses gilt ab heute. Im öffentlichen Raum ist der Konsum von Alkohol ab 23 Uhr bis 6 Uhr verboten. Der Verkauf von Alkohol ist von 21 bis 6 Uhr untersagt. Ausnahmen gelten für den Ausschank in der Gastronomie und bei genehmigten Veranstaltungen.

Der Warnwert von 35 Infizierten auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen wurde in München laut dem Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit überschritten.

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