Erdogan: Au weia! In DIESEM Punkt ist die Türkei auf der gleichen Stufe wie Ruanda

Da muss man erstmal schlucken: Türkeis Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.
Da muss man erstmal schlucken: Türkeis Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.
Foto: imago images/Xinhua

Au weia, das könnte böse enden...

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan (66) ist der starke Mann der Türkei, präsentiert sich in Reden und bei öffentlichen Auftritten selbstsicher und als Mann des Volkes. Doch die Wirtschaftsprobleme, in die er das Land mit seiner autokratischen Regierung hineinschlittern ließ, werden immer immer ernster!

Erdogan: Wirtschaftskrise lässt Türkei auf Stufe mit Ruanda stürzen

Die US-Ratingagentur Moody's hat die Bonität der Türkei von B1 auf nur noch B2 gesenkt. Damit ist die Kreditwürdigkeit des Landes am Bosporus heruntergestuft worden. Je niedriger die Bonität, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ein vergebener Kredit an die Türkei ausfällt, was wiederum zu höheren Zinsen führt. Und das wiederum belastet die Schuldfähigkeit noch weiter. Ein Teufelskreis also.

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Das ist Recep Tayyip Erdogan:

  • Erdogan ist seit dem 28. August 2014 Präsident der Türkei
  • Er wurde am 26. Februar 1954 geboren
  • Er ist Vorsitzender der Partei AKP
  • Nach dem Verfassungsreferendum 2017 wurde das parlamentarische System im Juli 2018 bei einer vorgezogenen Wahl in ein Präsidialamt umgewandelt, damit Erdogan mehr Macht inne hat
  • Erdogan setzt sich für eine Wiedereinführung der Todesstrafe ein
  • Seit 2017 hat es zahlreiche Verhaftungen von deutschen Journalisten und Staatsangehörigen gegeben. Diese standen stets im Zusammenhang mit regierungskritischen Äußerungen in den sozialen Medien

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Das Schllimme: Mit der Stufe B2 befindet sich die Türkei damit auf gleicher Ebene wie Jamaika und das afrikanische Ruanda! Moody's hat auch den negativen Ausblick für die Türkei bekräftigt. Die Haushaltskennziffern könnten sich schneller als erwartet verschlechtern.

Ratingagentur warnt vor Verschlimmerung der Wirtschaftskrise

In einem Analyse-Bericht heißt es laut „Bloomberg“: „Die externen Schwachstellen der Türkei werden sich zunehmend in einer Zahlungsbilanzkrise herauskristallisieren.“ Und weiter: „Während die Risiken für das Kreditprofil der Türkei zunehmen, scheinen die Institutionen des Landes nicht bereit oder nicht in der Lage zu sein, diese Herausforderungen effektiv anzugehen.“ Dazu würden geopolitische Krisen wie der Streit mit Griechenland um Erdgasvorkommen im Mittelmeer sowie die Intervention türkischer Truppen in Nordsyrien kommen. Scharfe Kritik an Erdogan also.

Die Krise hat auch immer fatalere Folgen für die Türkische Lira: Die Währung sackt weiter ab, hat seit Jahresanfang schon rund 20 Prozent an Wert verloren. Sie wird durch eine zu lockere Geldpolitik der Zentralbank und dem massiven Schrumpfen ihrer Reserven belastet. Eine Möglichkeit, die Währung zu stabilisieren, wäre laut Ökonomen die Erhöhung des Leitzinses, der aktuell bei 8,25 Prozent liegt.

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Das ist die Türkei:

  • ein vorderasiatisches Land, die eine lange Küste am Mittel- und am Schwarzen Meer hat
  • Hauptstadt Ankara
  • rund 82,2 Millionen Einwohner (Stand 2019), 783.562 Quadratkilometer groß
  • Gründung am 29. Oktober 1923 als Rechtsnachfolger des Osmanischen Reichs unter Mustafa Kemal Atatürk

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Doch Erdogan persönlich ist ein Verfechter niedriger Zinsen, hält einen hohen Zinssatz für „nicht-islamisch“. So übt er weiter Druck auf die Zentralbank aus – und verschuldet die Verarmung der Bevölkerung mit, die mit einer immer wertloseren Währung über die Runden kommen muss, während die Preise für Lebensmittel, Strom, Wasser und Benzin stabil bleiben.

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Konflikt mit Griechenland: EU droht mit Sanktionen, USA schließen Abkommen mit Zypern

Auch der Konflikt mit Griechenland um Erdgasvorkommen im Mittelmeer ist nicht zu unterschätzen. Die EU erwägt bereits Sanktionen gegen die Türkei, falls Erdogan sich weiter weigern würde, mit Athen zu verhandeln. Außenminister Mevlüt Cavusoglu (52) hatte zuletzt gesagt, dass er nicht mit EU-Sanktionen rechnen würde.

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Cavusoglu hatte auch die USA dafür kritisiert, dass Washington mit Zypern ein Abkommen zur Schaffung eines militärischen Ausbildungszentrums unterzeichnet hatte. Außenminister Mike Pompeo (56) hatte Anfang September mitgeteilt, dass die USA das Waffenembargo gegen Zypern aufheben und die militärische Kooperation vertiefen müsse.

Die Wirtschaftskrise in der Türkei könnte eine Eskalation beschleunigen, falls sich Erdogan immer mehr an die Wand gedrückt fühlen sollte. (mg)