Streik: Verdi kündigt Warnstreiks an – Dienstag geht's los

Ab Dienstag wird gestreikt.
Ab Dienstag wird gestreikt.
Foto: imago images

Streik bei Verdi!

Die Gesellschaft Verdi hat am Sonntag neue Warnstreiks angekündigt. Die Streiks im öffentlichen Dienst sollen mit regionalem Bezug bereits am Dienstag starten.

Streik: Verdi kündigt Warnstreiks ab Dienstag an

Anfang der Woche soll sich zeigen, wo und in welchen Branchen ab Dienstag gestreikt wird, so die „Bild“-Zeitung. Vermutlich betreffe der Streik auch Kitas. Da es sich allerdings um Warnstreiks handelt, sei damit zu rechnen, dass Erzieherinnen nicht länger als ein bis zwei Tage ihre Arbeit niederlegen können.

„Die öffentlichen Arbeitgeber haben sich zwei Runden lang eingemauert“, sagte Verdi-Chef Frank Werneke laut einer Mitteilung. Von Respekt und Anerkennung gegenüber den Beschäftigten sei nichts zu spüren gewesen. „Damit sind Warnstreiks unvermeidlich“, hieß es weiter. Der Arbeitgeberseite warf Werneke vor, kein Angebot vorgelegt zu haben.

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Verdi fordert 4,8 Prozent mehr Lohn und kürzere Laufzeit der Tarifverträge

Werneke bezeichnete es indes als „skandalös“, dass die von den Gewerkschaften geforderte Ost-West-Angleichung bei der Arbeitszeit erst ab dem Jahr 2025 erfolgen solle. Weiterhin lehnte er die von den Kommunen angestrebte Laufzeit eines Tarifvertrags bis 2023 ab. Die Gewerkschaften fordern nämlich ein Jahr.

„Die Arbeitgeber verschärfen den Konflikt. Die Antwort wird jetzt aus den Betrieben kommen“, sagte Werneke. Schließlich fordern die Gewerkschaften eine Lohnerhöhung um 4,8 Prozent. Konkret sollen den Beschäftigten mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Und sie fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber hingegen wollen eine längere Laufzeit. Die Kommunen hätten wegen der Corona-Krise nichts zu verteilen, argumentieren sie.

Betroffen sind 2,3 Millionen Tarifbeschäftigte von Bund und Kommunen, Auf die über 200.000 Beamten soll das Ergebnis den Gewerkschaften zufolge übertragen werden. Die dritte Verhandlungsrunde soll am 22. und 23. Oktober stattfinden, wie die „Bild“-Zeitung schreibt.