München: Unfassbar! Polizisten klauen Koks und ziehen den Stoff von ihren Dienstausweisen!

Die Polizei München sorgt aktuell für einen Skandal. Einige Beamte wurden mittlerweile suspendiert. (Symbolbild)
Die Polizei München sorgt aktuell für einen Skandal. Einige Beamte wurden mittlerweile suspendiert. (Symbolbild)
Foto: imago images / Roland Mühlanger

München. Unfassbar, was bei der Polizei München passiert ist. Beamte haben Koks geklaut und es selbst von ihren Dienstausweisen geschnieft. Fünf Beamte wurden bereits suspendiert.

Am Mittwoch gab es eine Razzia in München. Im Fokus: Beamte der Polizei München. Insgesamt 19 Staatsanwälte und 170 Polizisten waren im Einsatz. Nach Angaben des bayerischen LKA und der Staatsanwaltschaft werden insgesamt 21 Polizisten verschiedene Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Antidopinggesetz sowie andere Straftaten wie die Verfolgung Unschuldiger und Strafvereitelung im Amt vorgeworfen.

München: 21 Polizisten stehen im Verdacht

Bereits im Februar wurde der Drogen-Skandal innerhalb der Polizei München bekannt. Nun wurde das ganze Ausmaß veröffentlicht.

Wie „Bild“ berichtet, sollen die 21 Beamte der Polizei München über Monate Drogen verkauft, konsumiert und aus der Asservatenkammer geklaut haben. In Gruppen-Chats schickten sich die Beamten Fotos von ihren Koks-Lines, die sie von ihren Dienstausweisen gezogen haben.

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Das ist die Stadt München:

  • erstmals 1158 urkundlich erwähnt
  • Landeshauptstadt von Bayern, wird zu den Weltstädten gezählt
  • mit rund 1,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands
  • besteht aus 25 Stadtbezirken
  • Oberbürgermeister ist Dieter Reiter (SPD)

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Ein Dealer soll im großen Stil Kokain in München verkauft haben und belieferte auch Polizisten. Gegen den Mann wurde ermittelt. Dabei flog der Skandal auf.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) geht davon aus, dass noch mehr Fälle ans Licht kommen. „Bei Ermittlungen zu Drogendelikten ist es eigentlich so, dass immer sehr viele Nachfolgedelikte bekanntwerden. Da ist dann ein Rattenschwanz dran“, sagte der Chef des bayerischen DPolG-Landesverbandes, Jürgen Köhnlein.

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München: Politikerin fordert Stellungnahme

Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, fordert von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine Stellungnahme wegen des Drogen-Skandals in München.

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Sie sagt: „Auch die große Zahl der eingeweihten oder beteiligten Polizisten schockiert. Da hat sich offensichtlich unbemerkt und vor allem unkontrolliert eine kriminelle Gruppe innerhalb der Polizei gebildet und sich gegenseitig gedeckt – das wirft auch Fragen nach der Führungskompetenz in der Behörde auf.“ (ldi/dpa)