München: Chef bittet Angestellten während Corona um Hilfe – was der Mann dann macht, ist einfach nur dreist

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München. Das Vertrauen seines Chefs aus München hat ein Angestellter offenbar schamlos ausgenutzt.

Wie die Polizei München mitteilte, hatte ein Firmen-Inhaber (59) dem Mitarbeiter (63) vor einigen Monaten eine wichtige Aufgabe zugeteilt. Wie sehr er das bereuen sollte, konnte er zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht ahnen.

München: Angestellter brennt mit 250.000 Euro durch

Zwischen Ende März und Anfang Juni hielt sich der Chef der Münchner Firma im Ausland auf und durfte wegen der Corona-Pandemie nicht nach Deutschland zurückkehren. Deshalb bat er einen Angestellten, die Firmengelder vom Konto zu holen und in den Tresor zu bringen. Die Münchner Abendzeitung spricht dabei von einem Betrag in Höhe von 250.000 Euro.

Als der Inhaber allerdings im Juni nach München zurückkehrte, musste er schockiert feststellen, dass von dem Geld im Tresor jede Spur fehlte. Und der beauftragte Angestellte hatte kurz zuvor bei der Firma gekündigt und konnte nicht mehr erreicht werden.

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Der Firmenchef wandte sich sofort an die Polizei und erstattete Anzeige.

Polizei findet Verdächtigen in Rheinland-Pfalz

In Absprache mit dem Amtsgericht München wurde ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 63-jährigen Verdächtigen im Landkreis Starnberg erlassen. Doch da der ehemalige Angestellte der Firma mittlerweile umgezogen war, ging die Arbeit für die Ermittler ersteinmal weiter.

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Das Ergebnis: Der 63-Jährige lebte nun im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Beamte der Kriminalpolizei konnten einen neuen Durchsuchungsbeschluss erwirken und betraten am Montag die Wohnung des Tatverdächtigen. Und tatsächlich fanden die Ermittler dort auch das entwendete Bargeld – versteckt im Gefrierschrank, wie die „Münchner Abendzeitung“ berichtet. Bis auf einen kleinen Betrag war die Summe noch komplett.

Der 63-Jährige muss sich nun wegen Unterschlagung verantworten. (at)