München: Nach Drogen-Skandal bei der Polizei – jetzt greift er durch „kriminelle Sauerei“

München: Wetten, das wusstest du noch nicht über die bayerische Landeshauptstadt?
Beschreibung anzeigen

Schwere Vorwürfe gegen Polizisten in München: Sie sollen nicht nur in Freizeit gekokst haben, sondern auch im Dienst.

Obwohl die Untersuchungen in dem Fall aus München noch laufen, will der bayrische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) schon jetzt drastisch durchgreifen. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.

München: Drogendealer lässt Polizisten auffliegen – für die Beamten drohen strenge Konsequenzen

Vor rund zwei Wochen hatten 19 Staatsanwälte und 170 Polizisten insgesamt 30 Wohnungen und sieben Dienststellen durchsucht. Neben den gesuchten Handys und anderen Datenträger, die nun ausgewertet werden, stießen sie dabei erneut auf Drogen.

Bis die Ermittlungen vollständig abgeschlossen sind, wird noch viel Zeit vergehen. Zu viel für Innenminister Herrmann und Polizeipräsident Hubertus Andrä, daher greifen schon jetzt die folgenden Maßnahmen:

  • Bislang leiteten sie 20 Disziplinarverfahren gegen Polizisten ein
  • 15 Beamte wurden vom Dienst suspendiert
  • Bei vier von ihnen werde überprüft, ob sie vorzeitig entlassen werden können
  • Zwangsversetzt wurden sieben Polizisten

Auch für die unbeteiligten Kollegen der Beschuldigten hat der illegale Drogenkonsum Konsequenzen: Alle Beschäftigten werden noch einmal auf ihre Pflichten hingewiesen, Führungseigenschaften von Vorgesetzten sollen nun überprüft werden.

DAS ist für den Innenminister eine „Sauerei“

Innenminister Hermann fordert außerdem, dass vor der Aufnahme in den Polizeidienst eine Regelanfrage beim Verfassungsschutz gestellt werde. „Polizisten und Kokain, das ist klare, kriminelle Sauerei“, sagte er.

------------------------

Mehr Themen:

München: Chef bittet Angestellten während Corona um Hilfe – was der Mann dann macht, ist einfach nur dreist

München: Menschen suchen verzweifelt Wohnung – und werden übel abgezockt

München: Skurriler Tweet der Polizei wird zum Netz-Hit – „Fast von einem Alaska-Filet getroffen worden“

------------------------

Anscheinend sei vor allem eine bestimmte Dienstgruppe in der Polizei München mit dem Drogenkonsum aufgefallen.

Es handele sich laut der „Süddeutschen“ vor allem um Polizeihaupt- oder -obermeister, also Beamte in der niedrigsten Laufbahn, die bereits einige Jahre Berufserfahrung haben.

Die Chatprotokolle ihrer beschlagnahmten Handys reichten „vielleicht bis 2017“ zurück, so Hermann. Im Jahr 2018 hatte ein Drogendealer die Beamten verpfiffen, doch wie lang die Ausschweifungen schon stattfinden, ist noch unklar. (vh)