Kaufland: Kundin bestellt online – und bereut das jetzt „Der absolute Horror“

Kaufland: Eine Kundin bestellt online und bereut das später. (Symbolbild)
Kaufland: Eine Kundin bestellt online und bereut das später. (Symbolbild)
Foto: imago images / Waldmüller

Für eine Kundin von Kaufland endete eine Bestellung auf real.de in einem absoluten Chaos.

Nachdem ihre Kaufland-Bestellung bei ihr angekommen war, begannen erst die Probleme.

Kaufland-Kundin bestellt online

Was hat Kaufland mit real.de zu tun? Diese Frage mag sich sicher der eine oder andere Leser jetzt stellen. Sie ist jedoch leicht beantwortet: Denn die Schwarz-Gruppe – zu der auch Kaufland gehört – hatte den Online-Marktplatz real.de am 1. Oktober 2020 übernommen. Im nächsten Jahr soll dann auch der Name angepasst werden.

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Das ist „Kaufland“:

  • gegründet 1968, Firmensitz in Neckarsulm (Baden-Württemberg)
  • das Unternehmen betreibt rund 1.300 Filialen, davon 667 in Deutschland und hat rund 132.000 Mitarbeiter
  • die Kette ist außerdem in Polen, Tschechien, Rumänien, Slowakei, Bulgarien, Kroatien und der Republik Moldau vertreten
  • ist ein Tochterunternehmen der Schwarz-Gruppe (ebenso wie Lidl)
  • Jahresumsatz: 21,42 Milliarden Euro (2018)

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Real oder Kaufland? Das war für die Kundin wohl egal. Sie war einfach nur enttäuscht und sauer. Ihre Bestellung auf real.de ließ nämlich etwas länger auf sich warten.

Kaufland: Kundin bereut ihre Bestellung

Wie sie auf Facebook berichtet, wäre das nicht das einzige Problem gewesen. „Was mir nicht klar war, ist, dass die Lieferung jeweils von den Partnerfirmen abgewickelt wird. So kamen am Ende also 20 verschiedene Briefe und Pakete bei mir an, zum Teil aus Luxemburg oder Polen“, schrieb sie auf der Facebook-Seite von Real. Im Schnitt hätte sie zwei Wochen auf die Zustellung der Pakete gewartet.

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Wegen der langen Wartezeit hätte sie die Pakete wieder zurückschicken wollen, das hätte sich aber als kompliziert erwiesen: „In vielen Fällen bedeutete das: Adressen ausfindig machen, Partner kontaktieren, noch einmal extra Porto zahlen und eine unglaublich umständliche Abwicklung.“ Begleitet würde das ganze von einer Flut an Emails. „Diese Bestellung war für mich der absolute Horror“, schrieb die Kaufland-Kundin als Fazit ihres Posts.

Das sagt Kaufland zu der Kritik

Das Social-Media-Team von Real konnte erstmal nichts machen, außer sie darauf hinzuweisen, dass real.de nicht mehr zu Real gehört und ihr zu sagen, an wen sie sich wenden konnte.

Gegenüber dieser Redaktion sagte ein Sprecher von Kaufland, dass Kunden auf real.de aus einem „breiten Non-Food-Eigensortiment mit über 300.000 Artikeln sowie aus über 19 Millionen Artikel der Marktplatzhändler auswählen“ könnten. Artikel, die über Marktplatzhändler verkauft würden, könnten über real.de bezahlt werden, würden jedoch direkt vom jeweiligen Anbieter versandt.

„Der Hinweis auf der Produktseite 'Verkauf durch ...' gibt Aufschluss darüber, ob der Artikel durch einen Marktplatzhändler verkauft wird und um welchen Anbieter es sich dabei handelt“, so der Kaufland-Sprecher weiter. Die Kontaktaufnahme zu den Marktplatzhändlern und der Abruf der Retourenscheine würde „unkompliziert“ über das Kundenkonto auf real.de funktionieren. Auf potentiell anfallende Kosten für Retouren weise man auf real.de und in den AGB ausdrücklich hin. (gb)