„Tatort“ (ARD) aus der Schweiz spaltet die Zuschauer – „Um Gottes Willen“

Foto: ARD Degeto/SRF / Sava Hlavacek

Traditionelle „Tatort“-Fans könnte an diesem Sonntagabend in der ARD ein Problem kriegen.

Denn der „Tatort“ aus der Schweiz hat nicht nur ein komplett neues, weibliches Ermittlerteam – sondern ist auch wegen des Dialektes und der möglichen Nachsynchronisation immer wieder ein Streit-Thema.

„Tatort“ (ARD) Zürich mit komplett neuem Team

Die Züricher „Tatort“-Episode „Züri brännt“ ist der erste Fall des neuen Ermittlerduo aus Profilerin Tessa Ott (Carol Schuler) und Polizistin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher).

Die beiden müssen nicht nur klären, was es mit einer Brandleiche mit Kopfschusswunde im Zürichsee auf sich hat, sondern sich auch erstmal als Team finden – und anfängliche Abneigung überwinden.

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Das ist der „Tatort“:

  • Der 'Tatort' ist eine Kriminalfilm-Reihe, deren Ausstrahlung 1970 im westdeutschen Fernsehen begann
  • Bislang erschienen über 1100 Tatort-Filme
  • In den ersten Jahren erschien durchschnittlich ein neuer Film pro Monat
  • Ab den frühen 1990er Jahren erhöhte sich die Häufigkeit der Erstsendungen und liegt mittlerweile bei etwa 35 pro Jahr
  • aktuell gibt es 23 Ermittlerteams in 23 Städten

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Doch nicht nur Ott und Grandjean tun sich in „Züri brännt“ schwer – auch die Zuschauer haben im Vorfeld was zu meckern.

„Tatort“ (ARD) in Zürich: „Vorurteile ohne Ende“

Auf der „Tatort“-Facebook-Seite wird heftig über die Schweizer Episode diskutiert.

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So gehen vor allem bei der Frage nach dem schweizerischen Dialekt und einer hochdeutschen Nachsynchronisation die Vorlieben auseinander.

Während selbst einige Deutsche lieber die Dialekt-Version sehen würden, verstehen wieder andere in dem Fall kein Wort – sind aber mit der Synchronisation auch nicht zufrieden, wie die Kommentare belegen:

  • „Um Gottes Willen, da verstehst wieder nur jedes 12 Wort. Warum macht man das??“
  • „Als Schweizer schaue ich mir den Tatort natürlich im O-Ton an. Kann aber absolut nachvollziehen, dass die synchronisierte Fassung keinen Spass macht. Frage mich schon seit Jahren warum der CH Tatort in Schweizerdeutsch gedreht und dann synchronisiert werden muss.“
  • „Ne, wirklich nicht. Ich schaue seit gefühlten 30 Jahren diese Sendung & die Schweizer Produktionen sind dröge, langweilig, für das deutsche Publikum durch den Dialekt schlecht zu verstehen.“
  • „Ich würde den auch gerne im O-Ton hören. Bin zwar kein Schweizer, aber verstehen tut man die doch trotzdem. Die Bayern werden ja auch nicht synchronisiert...“
  • „Sie kriegen eine Chance. Aber bei schlecht synchronisiert bin ich weg!“

Ein Facebook-Nutzer bringt die Diskussion um den „Tatort“ aus Zürich auf den Punkt: „Es überrascht mich, wieviele noch nicht eine Minute Film gesehen haben und schon abwinken. Vorurteile ohne Ende. Ich freue mich auf das neue Team und bin gespannt.“

Der „Tatort“ aus Zürich, „Züri brännt“, kannst du am Sonntag ab 20.15 Uhr in der ARD oder in der Mediathek schauen. (kv)