„Hartz 4“-Empfängerin bekommt Baby aus Langeweile – aufs Kindergeld freut sie sich schon

Melanie und Leon wollen nicht arbeiten.
Melanie und Leon wollen nicht arbeiten.
Foto: Screenshot RTL2

Diese beiden „Hartz 4“-Empfänger wohnen in Stuttgart, in einer der reichsten Städte des Landes. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt liegt die Baden-Württemberg-Metropole noch vor Städten wie Düsseldorf und Hannover. Ganz so viel davon ab bekommen Melanie (24) und ihr Freund Leon (21) jedoch nicht.

Die beiden beziehen „Hartz 4“, leben zusammen von 926 Euro. Im Monat. Große Sprünge lassen sich mit dem Geld nicht machen. Arbeiten, um mehr in der Tasche zu haben, wollen die „Hartz 4“-Empfänger jedoch auch nicht. Im Gegenteil. Sie nutzen die freie Zeit für andere Dinge. Shoppen, schlafen und Babys machen.

„Hartz 4“-Paar bekommt Kind aus Langeweile

Ja, richtig gelesen. Melanie ist schwanger. Ein Wunschkind. Als Mittel gegen die Langeweile, wie sie in der RTL2-Armutssoap „Armes Deutschland“ offen zugibt. „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, ein Kind zu bekommen, um eine neue Herausforderung in meinem Leben zu haben, weil mir langweilig geworden ist“, so die 24-Jährige.

----------------------------

Das ist „Hartz 4“:

  • „Hartz 4“ bedeutet eigentlich Arbeitslosengeld II
  • Das Arbeitslosengeld wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt
  • Es ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch
  • „Hartz 4“ soll Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht
  • Potenzielle Empfänger müssen 2020 einen Antrag beim Jobcenter stellen

----------------------------

Doch wer nun denkt, damit wäre der Gipfel der Unglaublichkeiten erreicht, hat weit gefehlt. Es wird noch schlimmer. Denn das Paar wird nicht nur bald Eltern. Nein, wenn es ganz schlecht läuft, sitzen sie auch bald im Knast. Sie gestehen nämlich auch noch offen gegenüber RTL2, dass sie in diverse Betrugsdelikte verwickelt sind.

„Hartz 4“-Paar: 30.000 Euro Schulden und bald ein Baby

So gestehen sowohl Melanie als auch Leon offen, dass sie diverse Internetbestellungen nicht bezahlt und teilweise sogar gestohlene Iban-Nummern angegeben haben. Und das nicht zu knapp. „Unsere Schulden belaufen sich wahrscheinlich auf 30.000 Euro. Aber das ist nicht viel. Pillepalle“, sagt Melanie frech in die Kamera und lacht.

Sie fühlt sich sicher, das Arbeitsamt könne ihr nichts, sie sei schließlich schwanger. Und Leon? Der absolviert gerade eine Maßnahme und trägt Kisten in einem Getränkemarkt hin und her. Seine Zukunft sieht er darin jedoch nicht. Schließlich verdiene man dort zu wenig. Sein Wunschgehalt: 4.000 bis 5.000 Euro im Monat. Netto. Wie er das erreichen will? „Das geht irgendwie. Eher wenig arbeiten, viel verdienen“, so Leon.

----------------------------

Mehr zum Thema Hartz-4:

„Hartz 4“-Empfängerin kämpft gegen Vorurteile: „Die wissen nicht, was ich täglich für einen Kampf habe“

----------------------------

Und falls das wider Erwarten nicht klappen sollte, haben die beiden schon eine Finanzspritze in Aussicht. „Wir kriegen ja auch ab November Kindergeld, dann bleibt wieder mehr für uns.“

Eine fragwürdige These stellte zuletzt auch eine andere „Hartz 4“-Empfängerin bei RTL2 auf.