Amazon: USA will noch mehr Infos über seine Kunden: Kommt dieser Trick auch bald bei uns?

Amazon: Mithilfe eines Tricks will der Online-Riese an mehr Kunden-Infos gelangen. Kommt dieser Trick bald auch bei uns?
Amazon: Mithilfe eines Tricks will der Online-Riese an mehr Kunden-Infos gelangen. Kommt dieser Trick bald auch bei uns?
Foto: imago images / Rüdiger Wölk

Amazon sammelt in den USA Daten über seine Kunden, um daraus ihre Interessen und schließlich möglichst viel über ihr Kaufverhalten zu erfahren. Das hilft dem Online-Riesen dabei, gezielt Produkte anzubieten.

Um dabei möglichst erfolgreich zu sein, nutzt das Milliarden-Unternehmen eine neuen Trick, von dem auch Kunden profitieren sollen. Kommt dieser Trick bald auch zu uns?

Amazon sammelt Kunden-Infos mit Trick

Elektronikartikel, Klamotten, Lebensmittel: Bei Amazon kann man diverse Artikel kaufen. Damit die Menschen auch künftig den Online-Riesen für ihren Einkauf wählen, wendet Amazon in den USA jetzt einen Trick an.

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So hat er das „Shopper Panel“ eingeführt, wonach Kunden jegliche Quittungen ihrer Einkäufe an Amazon weitergeben, die sie außerhalb von Amazon getätigt haben. Im Gegenzug erhalten die Kunden dafür eine Geldprämie oder aber sie können das Geld spenden.

Dafür müssen Kunden zunächst über eine App Mitglied werden, dann müssen sie pro Monat mindestens zehn Quittungen hochladen oder per Mail an Amazon senden. Dafür zahlt das Unternehmen dem Kunden umgerechnet rund 8,50 Euro.

Das Geld wird entweder am Ende des Monats dem Amazon-Guthaben gutgeschrieben oder aber an eine gemeinnützige Organisation gespendet. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, an Umfragen teilzunehmen. Auch dafür zahlt Amazon seinen Kunden eine Geldprämie.

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Amazon will Marken „helfen“

Der Online-Riese erklärt zu dem neuen Trick auf seiner Webseite, man arbeite „mit Marken aller Größen zusammen, um ihnen dabei zu helfen, ihr Geschäft nicht nur in unserem Geschäft, sondern auch an den unzähligen Orten, an denen Kunden einkaufen, auszubauen.“

Amazon helfe Marken also dabei, „bessere Produkte anzubieten und Anzeigen bei Amazon relevanter zu machen.“ Zudem komme es allen Amazon-Kunden durch „bessere Einkaufs-, Produkt- und Werbeerlebnisse zugute.“

Mit anderen Worten bedeutet das also, dass Amazon seine Kunden dazu bringt, Informationen über ihr Kaufverhalten, wie die Häufigkeit und die Mengen von Einkaufen preis zu geben, wodurch der Online-Shop auch die Kosten von Produkten bei anderen Anbietern leicht registrieren kann.

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Das ist Amazon:

  • 1994 in den USA von Informatiker Jezz Bezos als Onlinebuchhandlung entwickelt
  • Inzwischen ist es Marktführer im Online-Handel
  • 2019 erwirtschaftete Amazon einen Umsatz von 280 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 11,6 Milliarden
  • Amazon bietet nicht mehr nur Waren an, sondern auch verschiedene Dienste wie Prime, Pay, Video oder Music
  • Gründer Bezos gilt als reichster Mensch der Welt, sein Vermögen wird auf mehr als 100 Milliarden Dollar geschätzt

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Trick bald auch in Deutschland?

Bislang ist die Zahl der Mitgliedschaften für das „Shopper Panel“ in den USA begrenzt. Kunden gelangen nach dem Download der App also auf eine Warteliste, wenn die Mitgliedschaften zu dem Zeitpunkt belegt sind.

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Nun stellt sich noch die Frage: Kommt dieser Trick bald auch bei uns in Deutschland? Bisher nein, wie das Unternehmen auf Nachfrage dieser Redaktion erklärte! Bisher gibt es das „Amazon Shopper Panel“ ausschließlich in den USA.