Luisa Neubauer: Arroganz-Moment in ARD-Interview – ein Satz über Kanzlerin Merkel empört viele

Luisa Neubauer in der Kritik nach einer Bemerkung über Angela Merkel.
Luisa Neubauer in der Kritik nach einer Bemerkung über Angela Merkel.
Foto: imago images / Christian Spicker, imago images / Chris Emil Janßen

Luisa Neubauer, die prominenteste Vertreterin der deutschen „Fridays for Future“-Bewegung, regte viele ARD-Zuschauer mit einem Satz über Bundeskanzlerin Angela Merkel tierisch auf. Kritiker empfinden ihn als abfällig gegenüber der Kanzlerin.

Es ging im Interview mit Luisa Neubauer in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ um die Bewältigung der Klimakrise – und was Kanzlerin Merkel in ihrem letzten Amtsjahr dafür noch tun kann.

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Luisa Neubauer: Ein Satz über Bundeskanzlerin Merkel sorgt für Unmut im Netz

Die junge Klimaaktivisten sagte im ARD-Interview, dass Merkel „ja zumindest in groben Zügen oder gut genug“ verstehe, was die Klimakrise bedeute. Deshalb wäre es entscheidend, dass sie noch politische Wegweiser setze.

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Man habe keine Zeit zu verlieren, weil viele Aufgaben im nächsten Jahrzehnt auf Deutschland zukommen: „In diesem Sinne wäre zu hoffen, dass Frau Merkel mit all dem, was sie hat und in der Position, in der sie ist, mit ihrem Verständnis über die Klimakrise, so loslegt, dass man dann routiniert in dem neuen Bundestag weitermachen kann.“

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Mehr über Luisa Neubauer:

  • Die 24-Jährige ist neben Greta Thunberg die bekannteste Klimaaktivistin der "Fridays for Future"-Bewegung hierzulande.
  • Im Jahr 2020 schloss sie ihr Bachelor-Studium im Fach Geographie ab.
  • Neubauer ist Mitglied der Grünen und bekam ein Stipendium der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung.
  • Im Jahr 2019 veröffentlichte sie zusammen mit Alexander Repenning das Buch "Vom Ende der Klimakrise - Eine Geschichte unserer Zukunft".

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Dass die 24-jährige Aktivistin der 66-jährigen Bundeskanzlerin, einer Naturwissenschaftlerin, die auf zahllosen internationalen Konferenzen Verhandlungen zur Eindämmung des Klimawandels führte, und von 1994 bis 1998 auch selbst Umweltministerin war, attestierte, „in groben Zügen“ Bescheid zu wissen, kommt nicht gut an im Netz.

Kommentare auf Twitter, Instagram und Facebook gegen Luisa Neubauer:

  • „Also der Einstieg 'Frau Merkel versteht in groben Zügen oder zumindest gut genug....' wirkt ziemlich überheblich und anmaßend.“
  • „Das freut mich aber, dass unsere Kanzlerin so in groben Zügen begriffen hat, was die Louisa ihr erklärt hat.“
  • „Gibt's das Selbstbewusstsein auch etwas niedriger dosiert?“
  • „Frau Merkel versteht 'in groben Zügen' IST EINE FRECHHEIT, Madame. Man kann über alles reden, aber diese Arroganz hast du dir noch nicht verdient.“
  • „Die promovierte Physikerin und mächtigste Frau der Welt versteht Luisa in groben Zügen. Wow, auf diese Auszeichnung wird Merkel mächtig stolz sein.“