„Wer wird Millionär?“ (RTL): Gewinner packt aus – „Die Telefonjoker sind die ärmsten Säue“

„Wer wird Millionär“-Moderator seit der ersten Folge: Günther Jauch.
„Wer wird Millionär“-Moderator seit der ersten Folge: Günther Jauch.
Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Zahlreiche Zuschauer fiebern wöchentlich bei „Wer wird Millionär?“ mit. Viel zu oft haben wir uns dabei schon die Frage gestellt, wie es wohl sein muss, auf dem Stuhl gegenüber von Günther Jauch zu sitzen.

Einer, bei dem das Glück auf seiner Seite war, war Geschichtsprofessor Eckhard Freise. Er geht in die Geschichte der Quizshow ein, denn er war der erste Kandidat, der unter der Ägide von Moderator Günther Jauch den „Wer wird Millionär?“-Jackpot knackte – damals noch in Deutscher Mark.

Gegenüber „Stern“ hat der Quiz-Champion über den denkwürdigen 2. Dezember 2000 ausgepackt – und lüftet dabei auch ein paar der Aufgaben hinter den Kulissen. Vor allem zum Telefonjoker hat Freise eine eindeutige Meinung.

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„Wer wird Millionär“ (RTL): Das ist der erste Millionen-Gewinner

Am 3. September 1999 lief die erste Folge von „Wer wird Millionär?“ auf dem Privatsender RTL – damals wie heute moderiert von Günther Jauch. Es dauerte etwas mehr als ein Jahr, als das Format den ersten Millionär kürte: Eckhard Freise. Insgesamt 15 sollten bis Oktober 2020 folgen, drei von ihnen Teil von Prominenten-Specials.

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Das ist „Wer wird Millionär?“:

  • „Wer wird Millionär?“ ist eine Quizshow
  • Die Sendung wird seit dem 3. September 1999 bei RTL ausgestrahlt
  • Das Konzept der Show basiert auf dem britischen Vorgänger „Who Wants to Be a Millionaire?“
  • In der Quizshow bekommen die Teilnehmer eine Reihenfolge aus vier Gliedern, die sie in Sekundenschnelle zusammensetzen müssen. Der schnellste Kandidat hat anschließend die Chance im Einzel-Quiz bis zu eine Million Euro zu gewinnen
  • Moderiert wird die Sendung von Günther Jauch

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Freise, gebürtiger Erfurter, blieb damals sehr bescheiden. Er zahlte lediglich seine Doppelhaushälfte ab, spendet den restlichen Gewinn sogar. Dass mit dem damals 56-Jährigen ein echter Rätsel-Crack auf dem Stuhl saß, wird schon beim ersten Blick auf seine Vita deutlich: 2001 besiegte er bei einem Simultan-Schach-Turnier den damals amtierenden Weltmeister.

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Noch bis heute ist der ehemalige Universitätsprofessor der Uni Wuppertal dem „Wer wird Millionär“-Universum treu. Nicht mehr vor, sondern hinter den Kameras. Doch damit ist er nicht immer so richtig glücklich.

„Wer wird Millionär“ (RTL): „Die Telefonjoker sind die ärmsten Säue“

Wie Freise erzählt, werde er von „WWM“-Kandidaten noch immer gern als Telefonjoker gebucht. Auch in anderen Quiz- und Rate-Sendungen ist er gern gesehener Gast. Unter anderem in der RTL-Show „Die Weisheit der Vielen“, „Wer weiß denn sowas?“ (ZDF), oder „Quizduell“ (ARD). Doch das mit dem Telefonjoker ist definitiv nicht seine Leidenschaft.

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„Nun ja - die Telefonjoker sind die ärmsten Säue. Die sitzen drei Stunden rum und dann kommt kein Anruf, weil die Kandidaten einen ihrer anderen drei Experten nehmen. Ich könnte ein Buch darüber schreiben: Mein Warten als Telefonjoker“, witzelte Freise gegenüber „Stern“.

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Mit seinem Rätsel-Wissen wird es wohl trotzdem noch das ein oder andere Mal dazu kommen, dass ihn ein Kandidat oder eine Kandidatin um Hilfe bittet. Und wer weiß: Vielleicht räumt er in Zukunft ja noch ein zweites Mal die Millionen ab, nur dann für jemand anderen.

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„Wer wird Millionär“ läuft immer Montags um 20.15 Uhr auf RTL.Wenn du auch mal mitmachen und die Chance auf die Million haben willst, dann kannst du dich Hier als Kandidat bewerben.