Corona: Karl Lauterbach wertet Biontech-Impfstoff als „Durchbruch“ ++ Bundesregierung verurteilt Eskalation bei „Querdenker“-Demo

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

Beschreibung anzeigen

Der zweite Corona-Lockdown trat Anfang November in Kraft. Andere europäische Länder haben mittlerweile ebenfalls auf die zweite Corona-Welle reagiert und das öffentliche Leben noch mehr zurückgefahren. Doch gelingt damit die Trendumkehr?

Alle aktuellen Entwicklungen und Details zum zweiten Corona-Lockdown und alle weiteren Entwicklungen zu Covid-19 im Corona-News-Ticker.

Corona-Lockdown in Deutschland: Hier erfährst du alles Wichtige in unserem Newsblog

+++ Zum Aktualisieren hier klicken +++

Montag, 9. November

21.09 Uhr: Mittlerweile fast 41.000 Corona-Tote in Frankreich

In Frankreich sind fast 41.000 Menschen infolge der Coronavirus-Pandemie gestorben. In den vergangenen 24 Stunden seien in Kliniken 551 Corona-Tote gezählt worden, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon mit. Damit sei die Zahl der Toten auf genau 40.987 gestiegen. „Die zweite Welle (der Epidemie) breitet sich weiter aus“, sagte er. Frankreich gehört zu den Ländern, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind.

17.09 Uhr: Karl Lauterbach wertet Impfstoff von Biontech als „Durchbruch“

Karl Lauterbach hat die Fortschritte von Biontech und Pfizer bei der Impfstoff-Entwicklung als „Durchbruch“ bewertet. „Es sind Zwischenergebnisse, aber diese Zwischenergebnisse fallen deutlicher aus, als es in Fachkreisen erwartet worden war“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte.

„Das ist großartig.“ Es sei zudem ein Impfstoff, der wahrscheinlich nur wenige Nebenwirkungen habe. „Ich war immer fest davon überzeugt, dass uns der Impfstoff gelingt“, sagte Lauterbach. Er könne sich vorstellen, dass der Impfstoff im Januar erstmals zum Einsatz kommen könnte.
Als erste westliche Hersteller hatten am Montag das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer vielversprechende Ergebnisse einer für die Zulassung entscheidenden Studie veröffentlicht.

15.18 Uhr: Bundesregierung verurteilt Eskalation bei „Querdenker“-Demo in Leipzig

Die Bundesregierung hat die Missachtung von Auflagen und die Gewalt bei einer Demonstration gegen die Corona-Regeln in Leipzig scharf verurteilt. Nach der Auflösung der Versammlung hätten „Extremisten, Chaoten, gewaltbereite Menschen“ sich ihren Weg durch Leipzig bereitet, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. „Das ist in dieser äußerst kritischen Phase der Pandemie, in der wir als Land alle zusammenstecken, ein fatales Signal.“

Seibert sprach auch Berichte über Angriffe auf Journalisten und Sicherheitskräfte an. „Gewalttätige Auseinandersetzungen und der Missbrauch des Demonstrationsrechts sind nicht zulässig.“ Für „extremistisches Gedankengut oder für Verschwörungsmythen“ gebe es keinen Platz. „Wer Journalisten angreift, in der Absicht, sie von ihrer Arbeit abzuhalten oder einzuschüchtern, der vergeht sich an unserer Verfassung“, so einer Sprecher des Bundesinnenministeriums. Die Teilnehmer, die in Leipzig freiwillig zusammengekommen seien, nähmen die gesamte Gesellschaft „in Mithaftung“, so der Sprecher weiter.

Der Sprecher sagte weiter, dass es Extremisten noch nicht gelungen sei, die Proteste vollständig zu instrumentalisieren. Deren Zusammensetzung sei sehr vielfältig. Die Polizei vor Ort habe entschieden, nicht mit Gewalt gegen eine Gruppe vorzugehen, aus der heraus es Gewalt gegeben habe, die aber überwiegend friedlich gewesen sei. Es sei aus Sicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) richtig gewesen, dass die Polizei nicht „mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Rentner, Kinder und Familien“ vorgegangen sei.

13.30 Uhr: Jens Spahn setzt auf hohe Akzeptanz der Deutschen bei Corona-Impfung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will, dass eine breite gesellschaftliche Debatte über Corona-Impfungen geführt wird, weil eine möglichst hohe Akzeptanz in der Bevölkerung erreichen werden müsse. Die Impfungen seien freiwillig, daher sei das Vertrauen in die Impfungen besonders wichtig. Auch bei den Beschäftigten im Gesundheitssektor setzt Spahn auf eine freiwillige Impfung.

Es solle bundesweit 60 große Impfzentren geben und es müsse priorisiert werden, solange ein Impfstoff begrenzt zugänglich sei. Weitere Anlaufsstellen für Impfungen seien möglich, sofern die Bundesländern solche einrichten wollen. Nötig sei eine Impfquote bzw. Immunität von 60-65 Prozent der Bevölkerung.

Er freue sich, dass mit BioNTech ein deutsches Unternehmen „als erstes von allen diese Studienergebnisse vorweisen kann.“

13.20 Uhr: BioNTech und Pfizer vermelden vielversprechenden Erfolg bei Corona-Impfstoff

Das Mainzer Unternehmen BioNTech und der Pharmakonzern Pfizer verkündeten am Montag vielversprechende Daten zu einem Corona-Impfstoff, der mehr als einen 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 bietet. In der Studienphase wurden keine schweren Nebenwirkungen festgestellt. BioNTech und der Pharmariese Pfizer wollen voraussichtlich ab der kommenden Woche die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen.

Die Aktien der beiden Unternehmen schossen nach oben:

12.30 Uhr: Merkel redet über mögliche Verschärfung des Corona-Lockdowns

Bisher gibt es noch keine Corona-Trendwende in Deutschland. Daher erteilt Kanzlerin Angela Merkel Hoffnungen auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen eine Absage. Wie ntv aus Regierungskreisen erfuhr, sagte sie am Montag auf der Sitzung des CDU-Präsidiums: „Über Lockerungen brauchen wir nicht zu sprechen. Eventuell müssen wir sogar nachlegen.“

Ein Ende der Corona-Schutzmaßnahmen in Deutschland könne es erst geben, wenn ein Großteil der Bevölkerung immun sei gegen das Virus.

11 Uhr: In Ausnahmefällen auch Corona-Impflicht in Deutschland?

Der Deutsche Ethikrat, die Ständige Impfkommission und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sind gegen eine generelle Pflicht zur Impfung gegen das Coronavirus in Deutschland. Impfungen setzten eine aufgeklärte, freiwillige Zustimmung voraus, erklärten die Wissenschaftsorganisationen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montag in Berlin. Allenfalls beim Vorliegen schwerwiegender Gründe lasse sich für eine klar definierte Gruppe von Menschen eine Impfpflicht rechtfertigen - etwa für Mitarbeiter in ständigem Kontakt mit Hochrisikopatienten. Angela Merkel hatte stets erklärt, dass die Corona-Imfpung in Deutschland nur freiwillig erfolgen werde.

10.02 Uhr: Spahn schockt mit Zahlen zu Corona-Risikogruppen

Jens Spahn hat vor einem Kollaps des Gesundheitssystems gewarnt. Rund 40 Prozent der Deutschen zählen zur Corona-Risikogruppe. Bis zu 23 Millionen Menschen in Deutschland seien über 60, so der Bundesgesundheitsminister bei „Bild live“.

„Wir sind ein Wohlstandsland mit Zivilisationskrankheiten: Diabetes, Bluthochdruck, Übergewichtigkeit. Alles Risikofaktoren für dieses Virus, wie für viele Infektionskrankheiten übrigens auch“, sagte Jens Spahn. Ob der Teil-Lockdown nach November in Deutschland beendet werden könne, darauf wollte sich der Gesundheitsminister nicht festlegen. Eine Vorhersage dazu sei nach einer Woche der verschärften Maßnahmen noch nicht möglich.

Heute Mittag will sich Spahn erneut zu Wort melden. Dann wird ein Statement zu einem möglichen Corona-Impftoff und dessen Verteilung erwartet. Ein Positionspapier dazu wird um 11 Uhr vorgestellt.

6.15 Uhr: 13.363 Neuinfektionen – aber Grafik weckt Zweifel am Erfolg des Lockdowns

In Deutschland sind am Sonntag 13.363 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb verzeichnet worden, meldet das Robert-Koch-Institut. Die Zahl der Corona-Hotspots in Deutschland nahm leicht ab. Laut RKI-Lagebericht zählen nun 361 Landkreise und kreisfreie Städte zu Hotspots, davor waren es 366.

Besorgniserregend ist jedoch, dass der R-Wert, also die Reproduktionszahl, trotz des Lockdowns lights nicht sinkt. Laut neuesten RKI-Schätzungen stieg der R-Wert von 1,05 auf 1,1. Das bedeutet, das statistisch betrachtet 10 Infizierte 11 weitere Menschen anstecken. Damit bleibt das Niveau der Infektionszahlen weiter stabil bzw. könnte sogar steigen.

Noch eine weitere Statistik weckt Zweifel am Erfolg des neuen Lockdowns. Laut Mobilfunkdaten haben sich die Deutschen zwar sofort nach dem Beschluss der Bundesregierung und der Länderchefs in ihren Bewegungen eingeschränkt, doch im März, beim ersten Lockdown, war die Disziplin um einiges höher. Die Kurve ging viel deutlicher nach unten. Das sieht man hier am Mobilitätsindex von RKI und der Humboldt-Universität zu Berlin:

Sonntag, 8. November

22.20 Uhr: Maskenpflicht für Grundschüler in München

Grundschüler in München müssen Maske im Unterricht tragen. Eine von der Stadt beantragte Ausnahmeregelung lehnte die Regierung von Oberbayern zusammen mit dem Gesundheitsministerium ab. „Vor dem Hintergrund des insbesondere im Regierungsbezirk Oberbayern aktuell sehr hohen, diffusen und weiter ansteigenden Infektionsgeschehens, erscheint eine umfassende Maskenpflicht jedenfalls für die nächsten drei Wochen im gesamten Schulbereich geboten“, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntagabend mit.

20.00 Uhr: Werden Corona-Maßnahmen nochmal verschärft?

Werden die Corona-Maßnahmen noch im November verschärft? Das hält der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, für möglich. Der CDU-Politiker zu Reuters: „An Lockerungen glaube ich angesichts der sehr hohen Zahlen zu diesem Zeitpunkt nicht. Die Frage ist, ob wir etwa beim Schutz besonders vulnerabler Gruppen nachschärfen müssen.“ Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel treffen sich am 16. November, um das weitere Vorgehen in der Pandemie zu besprechen.

17.30 Uhr: Merkel stellt Bevölkerung auf längere Zeit mit Corona-Einschränkungen ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bevölkerung in Deutschland auf eine längere Zeit mit Corona-Einschränkungen eingestellt. Sie würde es solange geben, bis 60 bis 70 Prozent der Gesamtbevölkerung in der Bundesrepublik immun seien. Das hat sie am Sonntag bei der Beantwortung von Bürgerfragen angekündigt.

Man wisse aus anderen Epidemien, dass ein Virus „mehr oder weniger besiegt“ sei, wenn dieser Prozentsatz in einer Bevölkerung entweder durch eigene Erkrankung oder Impfung erreicht sei. Merkel: „Dann können wir auch alle Beschränkungen aufheben. Bis dahin müssen wir mit gewissen Einschränkungen, die das Virus uns auferlegt, noch leben.“

10.50 Uhr: Lage in Leipzig hat sich nach „Querdenker“-Demo beruhigt

Nach erneuten Attacken auf die Polizei im Leipzig-Connewitz am Samstagabend ist es in der Nacht zum Sonntag in dem Stadtteil ruhig geblieben. Während in der Innenstadt noch die „Querdenker“-Demo lief, hatten Randalierer den Polizeiposten in Connewitz mit Steinen beworfen. Scheiben wurden beschädigt. Sie waren erst vor kurzem getauscht worden, nachdem sie bereits in den Krawallnächten Anfang September beschädigt worden. Später wurden auf mehreren Straßen in Connewitz Barrikaden angezündet.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Wasserwerfer aus Niedersachsen fuhren auf. Damit wurden zum einen die Brände gelöscht. Zum anderen drohte die Polizei in Durchsagen den Einsatz der Wasserwerfer an, sollten sich die Menschen auf den Straßen nicht friedlich verhalten. Aus den Fahrzeugen heraus wurden zudem Videoaufnahmen gemacht. Ein Hubschrauber kreiste über dem Viertel. Polizeisprecher Olaf Hoppe sagte am Sonntag, es seien Polizisten durch Steinwürfe verletzt worden. Dienstunfähig sei nach bisherigen Erkenntnissen aber keiner der Beamten.

Die Polizei sieht laut Hoppe einen Zusammenhang zwischen der Randale in Connewitz und der „Querdenken“-Demonstration im Leipziger Stadtzentrum. Die Vorfälle hätten sich teilweise zeitgleich ereignet. Am Freitag war die Polizei in dem Stadtteil bereits angegriffen worden, nachdem eine mutmaßliche Linksextremistin verhaftet worden war. Auch da flogen Steine.

08.31 Uhr: Mehr als 16.000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind am Sonntagmorgen mehr als 16.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 16.017 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Am Vortag war mit 21.506 Fällen ein neuer Rekordwert verzeichnet worden. Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter melden, liegen die Fallzahlen sonntags immer niedriger als unter der Woche.

07.35 Uhr: Portugal verhängt nächtliche Ausgangssperren

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gilt in Portugal ab Montag eine nächtliche Ausgangssperre in weiten Landesteilen. An den Wochenenden sollten die Menschen zudem bereits ab 13.00 Uhr zu Hause bleiben, sagte Ministerpräsident Antonio Costa am Samstagabend nach einer Sondersitzung seines Kabinetts. Die Maßnahme gilt zunächst für zwei Wochen.

Seit Samstag gelten diese Ausgangssperren auch in Griechenland. Von 21 bis 5 Uhr dürfen die Menschen ihr Haus nicht verlassen. Wer tagsüber einkaufen will oder zum Arzt gehen muss, muss die Behörden mit einer SMS darüber in Kenntnis setzen.

Samstag, 7. November

18.20 Uhr: Polizei löst „Querdenken“-Demo in Leipzig auf!

Am Samstagnachmittag haben die Leipziger Behörden entschieden, die „Querdenker“-Demo aufzulösen. Eine Polizeisprecherin: „Die Versammlungsbehörde hat die Versammlung um 15.35 Uhr aufgrund von Verstößen gegen die Auflagen offiziell für beendet erklärt. Etwa 90 Prozent der Teilnehmer trugen keinen Mund-Nasen-Schutz.“

Mehrfach trafen die Demonstranten auch auf Gegenprotestler, es kam vereinzelt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Mehrere Personen wurde festgenommen. Am späten Nachmittag kam es auch Angriffen auf Polizeibeamte mit Flaschen und Pyrotechnik.

12.15 Uhr: Großdemo gegen die Corona-Regeln in Leipzig

Zu einer „Querdenken“-Demo gegen die Corona-Maßnahmen sind laut Polizei am Samstag Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik nach Leipzig angereist. Er wisse etwa aus Bayern und Thüringen, dass Reisebusse Richtung Leipzig unterwegs waren, sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe. Schon anderthalb Stunden vor Beginn hatten sich am Vormittag Tausende Menschen auf dem Augustusplatz im Stadtzentrum versammelt. Das sächsische Oberverwaltungsgericht hat eine Kundgebung mit 16.000 Teilnehmern erlaubt. Die Stadt Leipzig hatte der „Querdenken“-Bewegung aus Infektionsschutzgründen eigentlich einen Platz an der Neuen Messe zuweisen wollen, außerhalb des Zentrums. Das Verwaltungsgericht Leipzig hatte dies bestätigt, das OVG entschied anders.

Die Polizei kündigte Kontrollen an, ob die Corona-Vorgaben wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eingehalten werden. Das oberste Ziel des Einsatzes sei es, Gewalt zu verhindern, sagte Hoppe. Eine Auflösung der Kundgebung sei das letzte Mittel. „Es ist aber die Frage, ob das zu der Situation führt, die wir bezwecken.“ Es war auch umfangreicher Gegenprotest angekündigt.

08:49 Uhr: Neuer Höchstwert! Zahl der Neuinfektionen steigt auf über 23.000!

Die Zahl der täglich verzeichneten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat mit mehr als 23.000 Fällen einen neuen Rekordstand erreicht. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 23.399 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Damit wurde der erst am Vortag bekanntgegebene Rekordwert von 21.506 Fällen übertroffen.

08.20 Uhr: Trumps Stabschef Mark Meadows mit Coronavirus infiziert

Einer der wichtigsten Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Trumps Stabschef Mark Meadows sei positiv auf das Virus getestet worden, berichteten die Sender CNN und CBS sowie die Zeitung „New York Times“ in der Nacht zu Samstag übereinstimmend. Das Weiße Haus wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Meadows hatte Trump am Dienstag - dem Tag der Wahl in den USA - bei einem Besuch von Wahlhelfern in Arlington bei Washington begleitet. Die „New York Times“ berichtete, Meadows Test sei am Mittwoch positiv ausgefallen.

06.45 Uhr: Experten gehen von Zunahme der Auswanderung in Afrika aus

Die schweren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in vielen Ländern Afrikas könnten Experten zufolge die Migration befeuern. Künftig würden sich Treiber der Migration verstärken, sagte Bram Frouws, der Leiter des Rechercheinstituts Mixed Migration Centre, der Deutschen Presse-Agentur. „Der Bedarf oder der Wunsch von Menschen auszuwandern wird nur wachsen, aber die Optionen auszuwandern werden womöglich schrumpfen“. Auch Roland Nwoha von der Organisation Idai Renaissance in der nigerianischen Stadt Benin City sagte, er erwarte in seinem Heimatland „eine riesige Bewegung von Menschen, denn die Pandemie hat in Nigeria so viel Leid und Armut verursacht“.

Allerdings könnten sich den Experten zufolge neue Dynamiken und Routen entwickeln. Frouws erwartet in den kommenden Jahren weniger Migration aus den Ländern südlich der Sahara nach Europa, dafür könne sich die Migration innerhalb der Länder oder der Region verstärken - was ohnehin jetzt schon den Großteil der Migration in Afrika ausmache. Zudem würden Schmuggler wegen der Corona-Restriktionen zunehmend neue Routen ausprobieren, sagte Nwoha.

In diesem Jahr ist die Zahl der in Europa über das Mittelmeer ankommenden Migranten Frouws zufolge deutlich gesunken. Das lag zum einen an Reise-Restriktionen und Grenzschließungen, die in Folge der Corona-Pandemie vielerorts verhängt wurden. Zum anderen lag es daran, dass das Einkommen vieler Menschen gesunken ist und sie die teure illegale Reise nicht antreten konnten oder nicht weiterreisen konnten. Die Wirtschaft der Länder südlich der Sahara wird der Weltbank zufolge in diesem Jahr um 3,3 Prozent schrumpfen.

Freitag, 6. November

17.07 Uhr: Bundesregierung stuft ganz Italien als Risikogebiet ein

Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Italien ab Sonntag als Corona-Risikogebiet eingestuft. Zudem wurden am Freitag das gesamte portugiesische Festland, fast ganz Schweden und Dänemark mit Ausnahme der Inseln Grönland und Färöer auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt.

16.55 Uhr: Offenbar Handel mit gefälschten Corona-Tests in Frankfreich

Wegen des Handels mit gefälschten Corona-Tests sind in Frankreich sieben Personen vorläufig festgenommen worden. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtet, sollen die Festgenommenen gefälschte negative Testergebnisse am Flughafen Charles de Gaulle im Nordosten von Paris an Reisende verkauft haben. Für einen gefälschten Test sollen sie dabei zwischen 150 und 300 Euro einkassiert haben. Ermittler fanden auf ihren Handys mehr als 200 gefälschte Testergebnisse.

16.30 Uhr: Französische Patienten nach Deutschland verlegt

Erneut sind Covid-19-Patienten aus der französischen Grenzregion Grand Est nach Deutschland verlegt worden. Wie das Regionalkrankenhaus Metz-Thionville mitteilte, wurden am Donnerstag und Freitag Patienten im kritischen Zustand nach Saarbrücken und Völklingen im Saarland gebracht. Man wolle damit einer kompletten Auslastung der intensivmedizinischen Abteilungen zuvorkommen.

Der französische Abgeordnete Christophe Arend schrieb auf Twitter von insgesamt acht verlegten Patienten.

16.10 Uhr: 97-Jährige nach Covid-19-Erkrankung aus Berliner Klinik entlassen

Eine 97 Jahre alte Patientin mit mehreren Vorerkrankungen ist nach einer Covid-19-Erkrankung geheilt aus einer Berliner Klinik entlassen worden. Die Frau aus dem brandenburgischen Bernau durfte nach zehntägiger Behandlung und einem schließlich negativen Corona-Test am Donnerstag nach Hause, wie eine Sprecherin des Helios-Klinikums Berlin-Buch am Freitag sagte.

Die Seniorin wurde laut Klinikmitteilung als zu der Zeit älteste Covid-19-Patientin im Haus wegen einer Lungenentzündung mit Sauerstoffgaben behandelt, auf einer Intensivstation war sie nicht. Zunächst sei die 97-Jährige mit Verdacht auf einen Schlaganfall eingeliefert worden, es sei ihr insgesamt nicht so gut gegangen, hieß es. Mit Computertomographie (CT) entdeckten die Ärzte demnach Hinweise auf eine Lungenentzündung, ein Corona-Test fiel dann positiv aus.

Das Klinikum zitierte die 97-Jährige mit den Worten, sie freue sich auf ihr Zuhause und ihre Familie. „Aber eigentlich ist es auch schade, dass ich schon gehen muss.“ Allein im Zimmer sein zu müssen, habe sie nicht gestört.

14.30 Uhr: Ministerium: AKK verbingt Quarantäne in "Kämmerlein"

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) verbringt ihre derzeitige Quarantänezeit unter spartanischen Bedingungen - so stellt es jedenfalls ihr Ministerium dar. Kramp-Karrenbauer wohne im Ministeriumsbau in Berlin - „dort hat sie ein kleines Kämmerlein und eine Nasszelle“, sagte ihr Sprecher am Freitag in Berlin. Für das „Kämmerlein“ zahle sie „selbstverständlich“ auch Miete.

Kramp-Karrenbauer habe darauf verzichtet, sich für die Quarantäne in ihren Wohnort im Saarland zurückzubegeben, sagte der Sprecher weiter. Dies hätte eine „mehrstündige Fahrt im Dienstwagen“ erforderlich gemacht, und dieses Risiko habe die Ministerin nicht in Kauf nehmen wollen.

14.15 Uhr: Keine besonderen Maßnahmen in Deutschland wegen Virus-Mutation in Dänemark

Das Auftauchen einer neuen Coronavirus-Variante auf dänischen Nerzfarmen hat für die Pandemie-Bekämpfung in Deutschland zunächst keine Folgen. Hierzulande gebe es keine Nerzfarmen, die Haltung der Tiere als Pelztiere sei verboten, erklärte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) der Deutschen Presse-Agentur. „Besondere Schutzmaßnahmen sind daher momentan nicht angezeigt.“

Für eine fundierte Einschätzung der Lage in Dänemark fehle es derzeit noch an Informationen, hieß es vom FLI weiter. „Die Situation sollte natürlich weiter beobachtet werden, mit der Tötung der empfänglichen Nerze sollte die Infektionsquelle für Kontaktpersonen (betreuendes Personal) getilgt sein.“

12.57 Uhr: Zwangseinweisung für Quarantäne-Verweigerer?

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl fordert härtere Maßnahmen bei Verstößen gegen die Quarantäneauflagen. Darüber berichtet unter anderem die "Stuttgarter Zeitung". Dazu gehört auch, Quarantäne-Verweigerer zwangsweise in ein geschlossenes Krankenhaus einweisen zu lassen. Die Regelung beräfe Personen, die sich nicht an die Auflagen zur häuslichen Isolation nach einer Corona-Infektion halten. Strobl wolle laut dem Medium eine solche Zwangseinweisung "in einem geordneten gerichtlichen Verfahren" abwickeln - also auf richterliche Anordnung.

12.26 Uhr: Alle wichtigen Zahlen auf einen Blick

Erstmals sind in Deutschland mehr als 20 000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21 506 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Freitagmorgen hervor. Am Freitag vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 18 681 gelegen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 166 auf insgesamt 11 096. Das war der höchste Anstieg seit Anfang Mai. Schon in den vergangenen drei Tagen hatte die Zahl deutlich über 100 gelegen. Noch ist eine deutliche Trendumkehr ohnehin nicht in Sicht.

Die Zahl erfasster Neuinfektionen je 100 000 Einwohner über sieben Tage lag am Donnerstag (Stand 00.00 Uhr) bei 128,7 (Vortag: 126,8). Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat als Ziel ausgegeben, wieder in eine Region von 50 Infektionen in sieben Tagen pro 100 000 Einwohner zu kommen.

Anlass zu leiser Hoffnung gibt derzeit die Reproduktionszahl, kurz R-Wert. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,92). Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Fälle ist in den vergangenen zwei Wochen von 1030 Patienten (22.10.) auf 2653 Patienten (5.11.) gestiegen.

11.25 Uhr: Mehr als 200 Menschen mit mutiertem Virus in Dänemark infiziert

In Dänemark haben sich seit Juni mindestens 214 Menschen mit einer ursprünglich bei Nerzen aufgetretenen Variante des Coronavirus infiziert. Das teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Freitag mit. 200 der Fälle wurden in der Region Nordjütland nachgewiesen. In dieser Region befinden sich besonders viele Nerzfarmen. Landesweit wurde Sars-CoV-2 bereits in 216 Zuchtanlagen gefunden.

Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angeordnet, dass alle Nerze im Land - etwa 15 bis 17 Millionen Tiere - getötet werden sollen. Das sogenannte Cluster-5-Virus sei von den Tieren auf Menschen übertragbar, so das SSI. Es sei zwar wohl nicht gefährlicher, aber es bestehe das Risiko, dass die derzeit entwickelten Impfstoffe weniger gut gegen diese Variante wirken.

In sieben Regionen in Nordjütland sind die Menschen nun aufgefordert, in ihren Kommunen zu bleiben. Der öffentliche Nahverkehr wird ab Montag eingestellt. Restaurants, Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen schließen.

11.20 Uhr: Lufthansa plant Schnelltests vor Flügen

Es ist ein ambitionierter Plan, den die Lufthansa verfolgt. Sie will alle Passagiere in Zukunft mittels eines Antigen-Schnelltests auf eine Corona-Infektion überprüfen. Bereits ab dem kommenden Donnerstag soll es dafür auf der Strekce zwischen München und Hamburg einzelne Probeläufe geben. Angeblich dauere es nur etwa 30 bis 60 Minuten, bis ein Testergebnis vorliege. Laut "Tagesschau" hat die Lufthansa bereits rund 250.000 Tests gekauft, um das Verfahren einzustudieren.

11.10 Uhr : Neuen Gesetzentwurf! Scharfe Kritik: „Freifahrtschein für Grundrechtseingriffe“

Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionsraten will die große Koalition die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung auf eine solidere gesetzliche Grundlage zu stellen. Dafür haben Union und SPD eine Reform des Infektionsschutzgesetzes vorgelegt. Das neue Gesetz, das am Freitag erstmals im Bundestag beraten wurde, soll künftig genau definieren, welche Auflagen in der Pandemie möglich sind. Damit sollen sie besser Bestand vor Gericht haben.

Diese möglichen Auflagen sollen im Gesetz verankert werden:

  • Ausgangs- oder Kontaktbeschränkungen im privaten und öffentlichen Raum
  • Anordnung eines Abstandsgebots, die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung
  • Verbote und Beschränkungen für Kultur- und Freizeiteinrichtungen - sowie entsprechende Veranstaltungen
  • Verbote und Auflagen für Sportveranstaltungen
  • Schließung von Schulen und Kitas sowie die Erteilung von Auflagen für die Fortführung ihres Betriebs
  • Beschränkungen für Übernachtungsangebote, Betriebs- oder Gewerbeuntersagungen
  • Schließung von Einzel- oder Großhandel sowie Beschränkungen und Auflagen für Betriebe, Gewerbe, Einzel- und Großhandel
  • Absagen und Auflagen für Veranstaltungen, Versammlungen und religiösen Zusammenkünfte
  • Verkaufs- und Konsumverbot für Alkohol auf bestimmten öffentlichen Plätzen oder zu bestimmten Zeiten
  • Einschränkungen für die Gastronomie, allerdings auch die Erhebung von Kontaktdaten von Kunden, Gästen oder Veranstaltungsteilnehmern
  • Reisebeschränkungen

Das heißt aber nicht, dass sie auch zwangsläufig alle gleichzeitig gelten werden. Die FDP steht einer Reform des Infektionsschutzsgesetzes grundsätzlich offen entgegen. Am Freitag kritisierte die Partei die Art der geplanten Änderungen scharf. Laut FDP handele es sich um einen „Freifahrtschein für Grundrechtseingriffe“.

10.20 Uhr: Daten zeigen: Deutsche haben ihre Bewegung bereits stark eingeschränkt

Eine Auswertung von anonymisierten Mobilfunkdaten durch das Statistische Bundesamt zeigt: Die Mobilität in Deutschland ging nach der Verkündung der neuen Corona-Maßnahmen stark zurück. Am Montag, 2. November, um 3,7 Prozent und am Dienstag, 3. November, sogar um 6,4 Prozent, verglichen mit den Werten der Wochentage eine Woche zuvor. Corona-Hotspots waren dabei von dem Rückgang im Durchschnitt stärker betroffen als Nicht-Hotspots.

10.00 Uhr: Spahn verteidigt Corona-Maßnahmen

Wie die "Tagesschau" berichtet, hat Gesundheitsminister Jens Spahn erneut die bundesweiten Corona-Maßnahmen verteidigt. Im Bundestag sprach der Politiker, die Einschränkungen seien "eine bittere Medizin", an der jedoch kein Weg vorbei führe. Wenn die Intensivstationen überfüllt seien, sei es zu spät, erklärte Spahn weiter.

8.15 Uhr: Corona-Mutation bei dänischen Nerzen könnte Impfstoff bedrohen

Die Symptome der mit dem mutierten Virus infizierten Personen sind nicht schlimmer als bei anderen Corona-Patienten. Doch das mutierte Virus bei den dänischen Nerzen birgt eine ganz andere Gefahr: Es könnte nach Angaben der dänischen Gesundheitsbehörden die Wirksamkeit eines künftigen Impfstoffes für Menschen beeinträchtigen.

Zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung einer mutierten Form des neuartigen Coronavirus sind im Nordwesten Dänemarks scharfe Sicherheitsmaßnahmen angeordnet worden. „Ab heute Nacht sind Bürger in sieben Gemeinden Nord-Jütlands dringend aufgerufen, in ihrer Region zu bleiben, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern“, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Betroffen sind demnach mehr als 280.000 Menschen.

Die Regierung in Kopenhagen hatte am Mittwoch die Notschlachtung aller Nerze im Land angekündigt. Zuvor war bei einigen Tieren eine mutierte Form des Coronavirus gefunden worden. Auch bei zwölf Menschen wurde diese neuartige Form des Virus nachgewiesen.

8.00 Uhr: Nächster Rekord bei Neuinfektionen: Mehr als 21.500 Neuinfektionen

Die Zahl der täglich verzeichneten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat erstmals die Schwelle von 20.000 Fällen überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 21.506 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Damit wurde der erst am Vortag bekanntgegebene Rekordwert von 19.059 Fällen übertroffen.

Donnerstag, 5. November

22.28 Uhr: Neuer Rekordwert bei Neuinfektionen

Mehr als 20.000 Menschen haben sich in den vergangenen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den Daten der Länder hervor. Am Donnerstag wurden bundesweit 20.823 Neuinfektionen gezählt.

Das Robert Koch-Institut gibt an, dass sich 391.600 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, inzwischen wieder genesen sind. Somit sind 205.709 Menschen akut infiziert.

Zum wiederholten Male sinkt der R-Wert laut RKI leicht. Diesmal von 0,81 auf 0,79.

17.45 Uhr: Herbert Grönemeyer fordert Millionäre zu Spenden auf

Sänger Herbert Grönemeyer hat angesichts der harten Zeit für Künstler und Kulturschaffende zu mehr Solidarität in der Gesellschaft aufgerufen. Seine Idee: Die rund 1,8 Millionen Millionäre in Deutschland sollen mit Spenden die Not im Kreativbereich lindern, Pleiten auffangen und Ängste abmildern. „Nicht nur die Regierung, auch eine Gesellschaft, eine Familie muss sich bewegen und handeln und tun, was sie kann. Der Zeitpunkt für den ersten Schritt ist und wäre jetzt und gut und wichtig“, schreibt er in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“.

„Wenn sich die Wohlhabendsten bereit erklären würden zu einer zweimaligen Sonderzahlung von zum Beispiel 50.000 bis 150.000 Euro, (...) stünden ad hoc circa 200 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung um Existenzen zu sichern.“

In dem Zusammenhang denkt Grönemeyer auch an an die Crews der Künstler wie Techniker, Bühnenbauer oder Clubbesitzer. Vielen dieser Solo-Selbstständigen drohten direkte Insolvenzen.

11:55 Uhr: England - Ausschreitungen vor Lockdown

Kurz bevor der einmonatige Teil-Lockdown in England in Kraft trat, ist es in mehreren Teilen des Landes zu Ausschreitungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. So wurden in Merseyside im Nordwesten Polizisten mit Feuerwerkskörpern attackiert, nachdem sie die Feier mit Hunderten von Menschen aufgelöst hatten.

Auch in London wurde ausgiebig gefeiert, wie Dailymail berichtet. Die Pubs seien noch mal voll gewesen, viel Alkohol sei geflossen, heißt es. Eine Studentin der Newscaste University erklärte: „Wir versuchen, das Beste aus der schlimmen Situation zu machen. Es sind so viele Leute draußen. Die Plätze sind überfüllt. Es gibt kaum noch freie Tische in der Stadt und was ich so sehe, herrscht wenig Abstand.“

Die neuen Maßnahmen lauten, dass Gastronomiebetriebe, Kulturstätten, Freizeiteinrichtungen und Sportzentren bis zum 2. Dezember geschlossen bleiben müssen. Lediglich Supermärkte und als notwendig deklarierte Geschäfte haben die Erlaubnis, zu öffnen. Ebenso Schulen und Universitäten.

11:32: Bundeswehr stockt Hilfseinsätze auf

Die Bundeswehr wird weitere 1000 Soldaten für Hilfseinsätze in der Corona-Krise bereithalten. Das Gesamtkontingent wachse damit bis spätestens Ende November auf 16.000 Männer und Frauen, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber, am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Geprüft werde derzeit auch, weitere Soldaten für den Notfall als Reserve - wohl einige Tausend mehr - einzuplanen.

11:30 Uhr: Polen mit Rekord-Wert

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 27.000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 27 143 neue Fälle hinzu, die meisten davon (3888) in der Region Großpolen im Westen das Landes, wie das polnische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 367 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

10:50 Uhr: Kostenrisiko bei Ferienhaus-Buchung im Ausland

Wer in der Corona-Zeit mit ihren zahlreichen Reisebeschränkungen ein Ferienhaus im Ausland bucht, geht ein Risiko ein - und sollte auf eine großzügige Stornooption achten. So berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg von einigen Fällen, in denen Reisende mit einer Ferienhaus-Buchung in Dänemark wegen der Grenzschließung auf hohen Kosten sitzen geblieben sind. Teilweise seien 80 Prozent des Mietpreises fällig geworden, obwohl die Anreise zur Unterkunft gar nicht mehr möglich war. Bei der Anmietung eines Ferienhauses sei grundsätzlich das Recht des Landes ausschlaggebend, in dem die Unterkunft steht, stellen die Verbraucherschützer klar.

09:38 Uhr: Maas' Corona-Kontakt - keine Auswirkungen

Der Kontakt von Bundesaußenminister Heiko Maas zu einem Corona-Infizierten hat keine Auswirkungen auf andere Mitglieder der Bundesregierung. „Das Bundeskabinett tagt unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln. Eine Quarantäne anderer Teilnehmer ist nicht erforderlich“, teilte ein Regierungssprecher am Donnerstag auf Anfrage mit.

07.48 Uhr: Berliner Amtsarzt: Vier Mal mehr Infizierte als wir sehen

Der Berliner Amtsarzt Patrick Larscheid hält die Corona-Ansteckungszahlen in der Hauptstadt für unterschätzt. „Wir gehen von einer viermal höheren Zahl Infizierter aus, als wir tatsächlich sehen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. In Berlin schnellte die Zahl der Positivtests mit 7,6 Prozent Ende Oktober über den Höchstwert im Frühjahr von 7,4 Prozent.

Von Berlins Gesundheitsämtern würden nur noch Menschen mit Symptomen getestet, sagt Larscheid. „Da ist die Positivrate naturgemäß etwas höher.“ Im Frühjahr seien viel breiter Menschen ohne Symptome getestet worden. „Das können wir uns jetzt überhaupt nicht mehr leisten.“

Die Interpretation der Amtsärzte sei mit Blick auf die aktuellen Positivraten, dass es eine höhere Dunkelziffer gebe. „Auf jeden Getesteten, den wir sehen, kommen mehr Positive als wir sehen.“ Wer sich jetzt in einer Menschenmenge bewege, habe deshalb ein höheres Infektionsrisiko als noch im Frühjahr.

07:33 Uhr: Höchstwert: Fast 20.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19 990 Fällen binnen eines Tages einen bisherigen Höchstwert erreicht. Dies ging aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen hervor. Den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie hatte das RKI am vergangenen Samstag mit 19 059 Fällen gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche lag die Zahl bei 16 774.

Mittwoch, 4. November

21.32 Uhr: Corona: Über 18.000 Neuinfektionen – doch diese Zahl macht Hoffnung

Am Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland bei 18.630. Vor allem in Nordrhein-Westfalen (+4562) und Bayern (+3596) stiegen die Zahlen.

Doch der R-Wert fiel am Mittwoch erneut leicht, von 0,94 auf 0,81. Am Montag lag der Wert gar noch bei 1,07. Dieser könnte auf ein Abflachen der Kurve hindeuten.

18.30 Uhr: Eilantrag von Tattoo-Studio abgelehnt

Ein Tattoo-Studio aus Brandenburg ist mit dem Versuch gescheitert, die Schließung wegen der Corona-Krise zu stoppen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wies am Mittwoch einen Eilantrag ab, das Verbot körpernaher Dienstleistungen in der Corona-Verordnung - in diesem Fall Tätowieren - vorläufig auszusetzen (OVG 11 S 94/20).

Die Regelung sei geeignet, erforderlich und angemessen, erklärten die Richter. Der Betreiber hatte vor erheblichen Einnahmeverlusten gewarnt und eine Ungleichbehandlung gesehen, weil Friseure und Einzelhandel noch öffnen dürften. Seit Montag gelten bundesweit verschärfte Beschränkungen wegen der hohen Zahl der Corona-Neuinfektionen.

15.50 Uhr: Gericht bestätigt Teil-Lockdown in Sachsen-Anhalt

Der Teil-Lockdown in Sachsen-Anhalt ist aus Sicht des Oberverwaltungsgerichts verhältnismäßig. Die Richter wiesen in einem Beschluss den Antrag einer Hotelkette gegen das touristische Beherbergungsverbot, die Schließung von Gaststätten und weitere verhängte Maßnahmen ab, wie eine Sprecherin mitteilte.

14.30 Uhr: Gericht erklärt Maskenpflicht in Koblenz für rechtswidrig

In Teilen der Innenstadt von Koblenz (Rheinland-Pfalz) gilt abends die Maskenpflicht – doch diese Regelung sei unverhältnismäßig, wie das Verwaltungsgericht am Mittwoch mitgeteilt hat. Damit hat es dem Eilantrag eines Bürgers stattgegeben. Die Stadt habe nicht geprüft, ob es in den betroffenen Gebieten „mildere Mittel zur Eindämmung“ der Pandemie geben würde.

14.15 Uhr: Streeck: US-Präsident muss Schutz des Lebens in Vordergrund stellen

Virologe Hendrik Streeck hat die zentrale Rolle der USA für die weitere Pandemiebekämpfung betont. Für „jeden“ US-Präsidenten müsse der Schutz des Lebens im Vordergrund stehen, sagte Streeck der Deutschen Presse-Agentur. Die USA seien über Jahrzehnte Spitzenreiter in der Entwicklung von Impfstoffen, Heilmitteln und im technischen Fortschritt gewesen. Und weiter: „Diese Vormachtstellung ist nicht nur ein Privileg, aber auch eine Pflicht, die Weltgemeinschaft in diesem Kampf zu vereinen.“

11.35 Uhr: SO ansteckend sind Kita-Kinder

Laut einer neuen Studie ist eine Corona-Ansteckung von Kindern in Kitas unwahrscheinlich. Darüber berichtet „Die Zeit“. Mehrere Forscher um Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Uni-Klinik Frankfurt, hatten über Wochen Abstriche von 825 Kindern in Kitas und 372 Mitarbeitern in Hessen untersucht. Nur zwei Erzieherinnen sind positiv getestet worden. Ciesek: „In den zwölf Wochen Beobachtungszeitraum hat sich wohl keines der mehr als 800 untersuchten Kinder infiziert. Die Wahrscheinlich scheint also extrem gering zu sein, dass sich Kinder anstecken.“

10.00 Uhr: Italien verhängt nächtliche Ausgangssperre

Italien hat eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Regierungschef Giuseppe Conte unterzeichnete in der Nacht einen entsprechenden Erlass. Ab Donnerstag müssen die Italiener ab 22 Uhr zu Hause bleiben. Zudem treten weitere Corona-Auflagen in Kraft. Einkaufszentren müssen am Wochenende geschlossen bleiben. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 3. Dezember.

09.00 Uhr: USA: Mehr als 1.100 weitere Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden

Die USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden über 92.500 Neuinfektionen. Die Zahl der Ansteckungsfälle ist binnen 24 Stunden auf rund 9,42 Millionen gestiegen. Laut Reuters ist die Zahl der Toten um mehr als 1.100 auf über 232.000 gestiegen.

08.00 Uhr: Lungenarzt fordert Aussetzung der Personaluntergrenze in Pflege

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat eine erneute Aussetzung der Personaluntergrenzen in der Pflege gefordert. DGP-Präsident Michael Pfeifer sagt der „NOZ“: „Schaffen wir die Grundversorgung nicht mehr, dann können ganz viele andere Fälle nicht länger optimal behandelt werden. Ein limitierender Faktor, um aus der Personalfalle herauszukommen, ist die Pflege-Untergrenze, die wir grundsätzlich für richtig und gut halten.“ In der aktuellen Lage verschärfe sie allerdings die Situation.

Dienstag, 3. November

16.26 Uhr: Brandenburgs Regierungschef Woidke mit Corona infiziert

Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) ist mit dem Corona infiziert. Er habe das positive Testergebnis am Montag erhalten, so Regierungssprecher Florian Engels. Nach ersten Erkältungserscheinungen am Sonntag habe er keine Diensttermine mehr wahrgenommen und stets Abstand gehalten. Die Suche nach Kontaktpersonen von Woidke seit Freitag läuft auf Hochtouren. Mehrere Mitglieder der Landesregierung sind in Quarantäne – nicht nur die.

Am Samstag hatte der Ministerpräsident noch an der Eröffnung des Hauptstadtflughafens in Berlin Schönefeld teilgenommen. Seine Kontaktpersonen vom BER reagierten schnell: Bundesminister Scheuer geht nach Angaben einer Sprecherin in Quarantäne. Ein Schnelltest bei ihm sei negativ gewesen. Berlins Regierender Bürgermeister Müller verließ die Senatssitzung, um sich nach Angaben aus Senatskreisen testen zu lassen. Er regiert vorerst von zuhause aus. Der Flughafenchef ließ sich ebenfalls testen. Bis zum Ergebnis werde er sich in Quarantäne begeben, sagte Lütke Daldrup. Auch Lufthansa-Chef Spohr verzichtete auf eine Geschäftsreise nach Berlin und lässt sich nach Angaben eines Sprechers auf das Virus testen. Easyjet-Chef Lundgren kündigte ein ähnliches Vorgehen an.

14.17 Uhr: Jens Spahn betont Wichtigkeit der Arbeit

Jens Spahn betont im Zusammenhang mit vollen Bussen und Bahnen nochmal: „Der Weg zur Arbeit ist für die meisten wichtiger, als der zur nächsten Party. Man darf das Gesamtkonzept nicht aus den Augen lassen.“

14.10 Uhr: Virologin betont, dass viele Einschränkungen lange bestehen bleiben werden

Die Virologin Dr. Melanie Brinkmann betont, dass viele Einschränkungen lange bestehen bleiben werden. „Wir werden die Masken lange tragen, wir werden Ostern mit der Pandemie nicht durch sein.“

Sie betont auch, dass die Masken besser werden müssen. Auch spezielle Masken für Kinder müssen auf den Markt kommen. Zudem sagt sie, dass die Hygienekonzepte besser umgesetzt werden müssen, damit die Betriebe weiter laufen können. „Man darf das Konzept nicht nur an die Wand hängen und sagen 'Nun macht einfach'. Nein, man muss sie auch durchsetzen, man muss sie leben.“

Außerdem ruft sie dazu auf, Flugreisen zu unterlassen, die nicht nötig sind. „Wenn alle im Flieger die Maske abnehmen z.B. beim Essen, dann kann sich das Virus munter verbreiten. Und in Zügen und Bussen: Man sollte sich überlegen, ob ich zur Hauptstoßzeit fahren muss. Die Frage sollte man sich immer stellen.“

13.15 Uhr: Bei ungebremsten Verlauf würden Fälle auf 400.000 pro Tag steigen

Der Vize-Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lars Schaade, gibt bei der Pressekonferenz bekannt, dass der Lockdown notwendig sei.

„Wenn die Infektionen weiter so steigen würden wie bisher, haben wir bis Weihnachten 400.000 Neuinfektionen täglich, das gilt es zu verhindern. Und das geht eben nur mit einem solchen Wellenbrecher.“

13.05 Uhr: Intensivmediziner ist alarmiert über Anstieg der Fälle

„Bei einem ungebremsten Anstieg der Infektionszahlen würde die Intensivmedizin definitiv in kürzester Zeit an ihre Grenzen kommen mit sicherlich dramatischen Auswirkungen“, sagt Intensivmediziner Janssen bei der Pressekonferenz mit Jens Spahn.

Die Verfügbarkeit an Geräten sei vorerst kein Problem, sondern die fehlenden Pflegekräfte, wenn diese an Covid-19 erkranken würden. Krankenhäuser sollten jetzt schnellstmöglich aus dem Regelbetrieb aussteigen, wo jetzt schon Personal- oder Bettenmängel bestehen. So sollen Personalressourcen freigestellt werden, damit sie für die Intensivbetreuung frei seien.

12.45 Uhr: Darum ist das Virus ist viel gefährlicher als andere

Bei der Pressekonferenz mit Jens Spahn erläuterte die Virologin Prof. Dr. Melanie Brinkmann, warum das Coronavirus ihrer Meinung nach viel gefährlicher ist als andere Viren. „Das gefährliche ist eben, dass nur wenige Menschen einen schweren Verlauf haben. Dadurch laufen viel mehr Menschen mit dem Virus herum, stecken andere an und davon wird vielleicht einer schwer krank.“

Andere Viren, die bei allen schwere Verläufe auslöse, seien auch gefährlich, aber kontrollierbarer. Denn in diesem Fall blieben die Menschen zuhause und stecken andere Menschen nicht an.

Außerdem ist sie der Meinung, dass man sich bei allen Diskussionen um die Intensivbetten eines bewusst machen sollte: „Worüber reden wir hier eigentlich? Wir wollen die Betten nicht voll kriegen, deswegen ist es hinfällig, zu sagen, dass wir ja so viele freie Betten haben. Das sollte auch so bleiben, denn in diesen Betten liegen schwer kranke Menschen. Sonst kommen wir irgendwann dahin wie manche unserer Nachbarländer: Dass der Arzt entscheiden muss, wer kriegt denn jetzt ein Beatmungsgerät und wer keins und stirbt?“

12.35 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn verteidigt Lockdown

„In einer dynamischen Lage gehört das Anpassen an die Lage zur Strategie“, verteidigt Jens Spahn den erneuten Lockdown in einer Pressekonferenz. Sonst könne das Virus nicht unter Kontrolle gebracht werden.

Die Zahl der Menschen, die beamtet werden müssen, steige stark. Ebenso schnell wie die Zahl der Neuinfektionen. Am Dienstag liegen diese bei 15.352.

12.00 Uhr: Verkehrsminister Andreas Scheuer muss in Quarantäne

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geht nach dem Corona-Fall bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Quarantäne. Ein Schnelltest bei Scheuer sei negativ gewesen, er gehe aber nach Absprache mit Ärzten in Quarantäne, sagte eine Sprecherin am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Woidke war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen. Dort waren unter anderem auch Scheuer, Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zu Gast. Sie standen auf einem Podium mit Woidke.

9.50 Uhr: Olaf Scholz äußert sich optimistisch zu Corona-Finanzspritzen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat bekräftigt, dass die Corona-Hilfen im Zusammenhang mit dem Teil-Lockdown im November möglichst vielen Betroffenen zugute kommen sollen. „Es wird schon an alle gedacht“, sagte er am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Er verwies auf flexible Regelungen etwa für Solo-Selbstständige mit schwankendem Einkommen. Sie sollen auch ihren durchschnittlichen Jahresumsatz zugrunde legen können. Menschen, die ihr Geschäft erst später gegründet haben, sollen statt des Novembers 2019 auch einen Bezugsmonat aus dem laufenden Jahr festlegen können.

Ab wann die Hilfen zur Verfügung stehen werden, konkretisierte er nicht. Die Bundesregierung will Firmen helfen, die im November wegen der Corona-Beschränkungen schließen müssen oder hohe Ausfälle haben. Insgesamt geht es um Finanzhilfen von bis zu zehn Milliarden Euro - für einen Monat.

09.15 Uhr: Immer mehr junge Menschen auf Intensivstation

Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, berichtet von immer mehr jungen Corona-Patienten auf der Intensivstation. Anders als bei der ersten Welle der Virusausbreitung im Frühjahr seien dieses Mal viele Jüngere betroffen, sagte der Professor am Dienstag dem Radiosender Bayern 2. „Wir betreuen mehrere Patienten deutlich unter 50 Jahren und teilweise ohne Vorerkrankungen.“

Kluge, der auch Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist, wies darauf hin, dass die Entwicklung bei der Zahl der Intensivpatienten der der Infizierten um mehrere Tage hinterherläuft: „In wenigen Tagen werden wir, was die Zahl der Krankenhauspatienten angeht, die erste Welle übertreffen. Und das ist besorgniserregend.“