Kreuzfahrt: Neue Ziele in der Corona-Pandemie – doch so manchem gefällt das gar nicht

Kreuzfahrt: Reedereien suchen nach neuen Zielen. (Symbolbild)
Kreuzfahrt: Reedereien suchen nach neuen Zielen. (Symbolbild)
Foto: imago images / penofoto

Die Kreuzfahrt-Branche ist besonders stark von der Corona-Pandemie getroffen worden.

Wegen dieser suchen die Kreuzfahrt-Reedereien nach neuen Zielen für ihre Schiffe. Das gefällt aber nicht allen Deutschen.

Kreuzfahrt: Neue Ziele in der Corona-Pandemie

Erst kürzlich stach wieder ein Kreuzfahrtschiff von Aida zu einer Reise in See. Der Konkurrent „Mein Schiff“ hatte bereits deutlich früher wieder Kreuzfahrten veranstaltet.

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Die wichtigsten Codes an Bord eines Kreuzfahrt-Schiffes:

  • Bravo = Feuer an Bord
  • Alpha = Medizinischer Notfall
  • Kilo = Personal muss sich bei den Notfallstellen melden, beispielsweise für Evakuierungen
  • Echo = Schiff beginnt zu treiben
  • Oscar = Mann über Bord
  • 30-30 = Putzkolonne wird gebeten, Dreck zu beseitigen; ein PVI (public vomiting incident) ist ein „Vorfall öffentlichen Erbrechens“
  • Operation Bright Star = Toter an Bord

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Nun steigen die Infizierten-Zahlen in einem Großteil der europäischen Länder wieder, was künftige Kreuzfahrten wieder deutlich erschweren könnte. Wie bei anderen Reisen, so rücken auch hier innerdeutsche Ziele mehr und mehr in den Fokus.

Kreuzfahrt: Mehr Reisen mit deutschen Zielen?

Naturschützer haben nun vor Kreuzfahrten im Wattenmeer gewarnt. „Offenbar rückt jetzt auch der Nationalpark Wattenmeer mit seinen Inseln und Halligen zunehmend in den Fokus“, sagte Katharina Weinberg, Naturschutzreferentin der Schutzstation Wattenmeer. Demnach habe es bereits einige Touren gegeben und weitere würden bereits beworben.

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„Die Reederei Hapag Lloyd steuerte laut Weinberg im Oktober die ostfriesische Insel Borkum an und auch Sylt stehe auf ihrem Tourenplan. Andere Reedereien sollen ebenfalls in den Startlöchern stehen. So kündige Hurtigruten die Gründung einer separaten Einheit für Expeditionskreuzfahrten an“, sagte Weinberg.

Kreuzfahrt: Naturschützer gegen Reisen ins Wattenmeer

Auch Dennis Schaper – Stationsleiter der Schutzstation Wattenmeer auf Sylt – vertritt die Meinung, dass es keine Kreuzfahrten im Wattenmeer geben sollte. Die Schiffe führen noch mit Schweröl und hätten eine schlechte CO2-Bilanz. „Dazu kommen die Auswirkungen auf Inseln und Halligen, die jetzt schon von touristischen Aktivitäten überlastet sind. Da bedarf es keiner zusätzlichen Tagesgäste“, sagte Schaper.

Die großen Kreuzfahrt-Schiffe können die Nordsee-Inseln ohnehin nicht selbst anlaufen. Deswegen müssen die Urlauber mit Schlauchbooten durch den Nationalpark Wattenmeer an Land gebracht werden. „Wir sollten auf den Inseln im Nationalpark Wattenmeer ein Zeichen setzen und den großen Kreuzfahrtunternehmen signalisieren, dass sie hier unerwünscht sind“, forderte Schaper deswegen. (gb mit dpa)