Lidl bietet neues Produkt an – und schießt sich damit ein Eigentor

Lidl: Eine Aktion des Discounters entpuppt sich als Eigentor. (Symbolbild)
Lidl: Eine Aktion des Discounters entpuppt sich als Eigentor. (Symbolbild)
Foto: imago images / Jan Huebner / Lidl

Diese Aktion hatte sich Lidl sicherlich ganz anders vorgestellt.

Mit einem neuen Produkt, welches bei Lidl angeboten wird, schießt sich der Discounter ein Eigentor.

Lidl bietet neues Produkt an

Dabei handelt es sich um eine Mund-Nasen-Maske, welche von Jette Joop designt wurde. Wie „echo24“ berichtet, handelte sich Lidl einen wahren Shitstorm ein, da ein Teil des Erlöses der Masken an das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gehen soll. „Durch den Verkauf der designten Mehrwegmasken unterstützen wir die Corona-Nothilfe des Deutschen Roten Kreuzes“, hieß es in einem Instagram-Post des Discounters.

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Das ist Lidl:

  • Die ersten Lidl-Filialen wurden in den 70ern in Ludwigshafen eröffnet
  • 1999 führt Lidl als erster Discounter Scannerkassen ein
  • Lidl hat in fast allen Ländern Europas Filialen
  • sogar in den USA gibt es rund 100 Filialen
  • weltweit rund 160.000 Mitarbeiter, in Deutschland etwa 83.000 (Stand 2018)
  • Der Discounter bringt jede Woche einen Prospekt mit Angeboten heraus

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Dies hört sich doch eigentlich nach einer guten Aktion von Lidl an. Das Timing ist in diesem Fall sehr problematisch, da kürzlich die TV-Sendung „Team Wallraff“ von RTL ausgerechnet einige Missstände beim DRK aufdeckte.

Lidl: Der Discounter erntet einen Shitstorm

Unter anderem wurde in der TV-Sendung gezeigt, dass sich Mitarbeiter in einer Kleiderkammer des DRK in Berlin selbst an den Spenden bedienen sollten. Auch wenn das DRK mitteilte, dass man dieses sofort unterbunden habe, kam die Gesellschaft bei der Sendung alles andere als gut weg.

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Das wurde durch die Ankündigung von Lidl auch zu einem Problem für den Discounter. Bei der Ankündigung der Aktion auf Instagram, gab es von vielen Usern statt eines Lobs herbe Kritik und Unverständnis.

Lidl: So reagieren User auf die Ankündigung des Discounters

„Nein zum DRK! Unterstützt andere Vereine, aber doch bitte nicht das Deutsche Rote Kreuz. Nach Team Walraff ist es doch nun bei jedem angekommen, was für ein Verein das ist“, lautete beispielsweise ein Kommentar unter dem Post von Lidl.

Laut „echo24“ kritisierte das „Team Wallraff“ auch wie das Deutsche Rote Kreuz teilweise an seine Geldspenden kommt. Das DRK weist die Vorwürfe seitens RTL jedoch zurück und hat dazu eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Hier findest du sie. Dennoch kommt Lidl mit dieser Aktion bei den Kunden nicht gut weg. (gb)