Corona-„Querdenkerin“ vergleicht sich mit Sophie Scholl – dann passiert das Unerwartete vor der Bühne

Eklat vor der Bühne der sogenanten "Querdenker" in Hannover.
Eklat vor der Bühne der sogenanten "Querdenker" in Hannover.
Foto: MdBdesGrauens/Twitter

Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der „Initiative Querdenken“ am Samstag (21. November) in Hannover vergleicht sich eine sogenannte „Querdenkerin“ mit Sophie Scholl. Ein Ordner vor der Bühne reagiert sofort.

Bei der Corona-Demo beginnt die 22-jährige Jana aus Kassel ihre Rede mit den Worten „Ich fühle mich wie Sophie Scholl, da ich seit Monaten aktiv im Widerstand bin.“

Vor der Bühne der Corona-Demo kommt es zum Schlagabtausch

„Ich bin 22 Jahre alt, genau wie Sophie Scholl, bevor sie den Nationalsozialisten zum Opfer fiel“, fährt sie fort, da wird es einem Ordner vor der Bühne zu krass. Er wirft seine Ordnerweste hin und kommentiert: „Für so einen Schwachsinn mach' ich doch keinen Ordner mehr. Das ist Verharmlosung des Holocaust.“

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Das war Sophie Scholl:

  • geboren am 9.Mai 1921
  • Studentin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
  • Zusammen mit ihrem Bruder Hans Scholl Teil der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“
  • Sie wurde am 22. Februar 1943 von den Nationalsozialisten zum Tode verurteilt.
  • Noch am selben Tag wurde sie enthauptet.

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Als sich die Rednerin mit der Reaktion konfrontiert sieht, entgegnet sie mit der blassen Ausrede: „Hä, ich habe doch gar nichts gemacht.“ Kurz danach verlässt sie weinend die Bühne.

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In den Sozialen Medien finden sich viele Stimmen, die das beherzte Eingreifen des Ordners feiern und die Aussagen der Rednerin zutiefst verurteilen. Sie bezeichnen die Äußerungen der 22-Jährigen als „ekelhaft“ und „anmaßend“.

Schon vor einigen Tagen gab es – ebenfalls auf einer „Querdenker“-Demo – den Vergleich einer 11-jährigen Schülerin mit Anne Frank. Auch in diesem Fall ging ein Aufschrei durch die Sozialen Medien. Hier kommst du zum Artikel. (cm)